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Bilanz des Rückversicherers Munich Re: Weniger Naturkatastrophen im ersten Halbjahr

Menschen und Versicherungen weltweit mussten im vergangenen Jahr heftige Naturkatastrophen mit Rekordschäden hinnehmen. Die ersten sechs Monaten dieses Jahres verliefen dagegen deutlich glimpflicher ab. Das zeigt der aktuelle Naturkatastrophenbericht des weltweit größten Rückversicherers, der Munich Re.

Von: Gabriel Wirth

Stand: 11.07.2018

Vulkanausbruch auf Hawaii im Juni 2018 | Bild: picture-alliance/dpa

Unwetter wie der Wintersturm Friederike verursachten im ersten Halbjahr weltweit Schäden in Höhe von umgerechnet mehr als 28 Milliarden Euro. Das ist rund halb so viel wie im Vorjahreszeitraum und der niedrigste Stand seit 2005, wie die Munich Re in ihrem halbjährlichen Naturkatastrophenbericht ausführt.

Rund 3.000 Menschen kamen im ersten Halbjahr durch Naturkatastrophen um

Rund die Hälfte dieser Schäden war versichert. Auch gab es in den ersten sechs Monaten weniger Opfer zu beklagen als in früheren Jahren. Insgesamt kamen weltweit 3.000 Menschen bei heftigen Unwettern, Erdbeben oder bei dem Vulkanausbruch in Guatemala ums Leben. Die Entwicklung im ersten Halbjahr hält der zuständige Vorstand bei der Munich Re, Torsten Jeworrek, aber für stark zufallsbedingt, wie er erklärte. So gab es zum Beispiel in Deutschland höhere Schäden durch starke Gewitter mit Sturzfluten. Man müsse deshalb weiter jede Anstrengung unternehmen, die Hintergründe von Naturkatastrophen zu verstehen und Schäden vorzubeugen, fordert Jeworrek.

Bei dem Rückversicherer weist man zudem daraufhin, dass die heftigeren Stürme zudem meist in der zweiten Jahreshälfte entstehen, wenn die Hurrikan-Saison in den USA und in der Karibik beginnt. Zudem lassen sich einige Schäden noch gar nicht abschätzen. So beklagen zahlreiche Landwirte in Europa derzeit eine anhaltende Dürre. Doch wie hoch hier die Ausfälle sein werden, lässt sich erst nach der Ernte sagen.


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