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Mobilfunk Versteigerung der 5G-Lizenzen verschoben

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll superschnelles Internet auch nach Deutschland bringen. Doch für eine stabile Verbindung mit 5G muss viel getan werden. Hohe Investitionen sind bereits bei der Versteigerung der Frequenzen nötig - und die hat der Bund jetzt stillschweigend verschoben.

Von: Felix Lincke

Stand: 16.05.2018

"5G" steht im Februar 2018 an einem Stand beim Mobile World Congress in Spanien . | Bild: dpa-Bildfunk/Andrea Warnecke

Die Versteigerung der Frequenzen für den Mobilfunkstandard 5G findet nicht mehr wie geplant noch in diesem Jahr statt. Einen entsprechenden Bericht des Handelsblatts hat die Bundesnetzagentur jetzt bestätigt. Die Versteigerung soll frühestens im ersten Quartal 2019 kommen. Der Grund: Der Bund wird mit den Vorbereitungen für die Versteigerung nicht fertig, weil der verantwortliche Verkehrsminister Andreas Scheuer offenbar zu viel auf einmal will.

Streitpunkt flächendeckende Versorgung

Denn der CSU-Politiker fordert schon zum Start von 5G eine möglichst flächendeckende Versorgung. Das aber lehnen nicht nur Mobilfunkanbieter ab. Auch etliche Bundesländer und sogar die Netzagentur sind dagegen. Sie behaupten, Scheuers Pläne seien wirtschaftlich nicht vertretbar. Beide Seiten blockieren sich gegenseitig. Scheuers Wunsch, Deutschland bei 5G zum Global Player zu machen, könnte nun am Zeitplan scheitern, wenn der neue Standard hier erst mit großer Verspätung eingeführt wird. Andere Länder sind schon weiter.

Länderübergreifende Innovationen

Maschinenbauer und andere Hersteller wollen das superschnelle mobile Internet für die Weiterentwicklung der Industrie 4.0 nutzen, bei der die Vernetzung im Mittelpunkt steht. Das Zukunftsnetz 5G würde länderübergreifend Innovationen ermöglichen, zum Beispiel dass Ärzte über Kontinente hinweg Patienten operieren.


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Bürger, Mittwoch, 16.Mai, 23:14 Uhr

3. Mittelmaß Deutschland

Wenns um Dinge geht die den Bürger betreffen (nicht nur Wohnungsbau etc.) schaffen es die verantwortlichen Politiker nur Mittelmaß zu realisieren.
Deutschland ist als Industrie- und Exportland europaweit abgeschlagen im Mittelfeld der Digitalisierung (FAZ 6.3.2018).
Beispiel: Glasfaseranschlüsse in Skandinavien: ca. 60 %, Japan, Korea 75 %. Deutschland sage und schreibe: 2,1%, Quelle : FAZ
Dann hört man die vollmundigen Absichtserklärungen der verantwortlichen Politiker der Regierung und merkt es ist alles nur Phantasiegerede. Aber Hauptsache die Konzerne verdienen gut am schlechten Netz und melken den Bürger für schlechte Leistung. Dann passt doch alles oder?

noch-csuler, Mittwoch, 16.Mai, 17:50 Uhr

2. 5G???

Könnte es sein,dass die Lieferanten der Basisstationen(vor allem Huawei) mit der Entwicklung(von eingebauter Spionagesoftware) nicht nachkommen?
In unserer Stadt mit 3000 Einwohnern schafft es ein großer Mobilfunkkonzern jedenfalls seit über einem halben Jahr nicht,den neuen Ersatzmast anzuschließen!

EMGI, Mittwoch, 16.Mai, 17:19 Uhr

1. Bevor

Ihr 5G einrichtet, schaut doch mal, dass auf dem flachen Land 3G wenigstens so funktioniert, dass man telefonieren kann. Früher ging das mal. Jetzt nicht mehr. Klar, Ihr braucht das Geld für wichtigere Sachen, ja, ne is klar. Sollen ja alle schön haben bei uns. Nur kapiert bitte endlich: gegenüber vielen Ländern sind wir schon abgehängt. Selbst im Urlaub auf Kreta ist das Netz um Klassen besser als hier. Fahrt von Regensburg über Landshut nach Traunstein: auf etwa 60% der Strecke ist Telefonieren unmöglich. Früher ging das mal.

  • Antwort von Landbewohner, Mittwoch, 16.Mai, 19:22 Uhr

    Da gebe ich ihnen voll Recht. Wir wurden zwangsweise im Januar auf IT-Telefon umgestellt selbstverständlich teurer pro Monat. Seitdem funktioniert nicht ein Telefongespräch ohne Unterbrechung des Netzes. Selbst Ortsgespräche sind nur noch eine Zumutung.
    Hauptsache in den Städten und an den öffentlichen Plätzen funktioniert das kostenlose ( steuersubventionierte) W-LAN.

  • Antwort von Erich, Mittwoch, 16.Mai, 19:40 Uhr

    Selbst beim bösen Orban läufts besser.