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Jubiläum Zehn Jahre fahrerlose U-Bahn in Nürnberg

Die erste vollautomatisierte U-Bahn-Linie Deutschlands ist vor zehn Jahren in Nürnberg an den Start gegangen. An einem durchschnittlichen Werktag nutzen fast 208.000 Menschen die fahrerlose U-Bahn.

Von: Wolfgang Suk

Stand: 13.06.2018

„Wir haben damals in Nürnberg – nach der ersten Eisenbahn Deutschlands im Jahr 1835 – zweifellos erneut Technikgeschichte im Schienenverkehr geschrieben“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Betreibers, der Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG), Josef Hasler.

Fast 208.000 Fahrgäste täglich

Zum Start des Projektes für die Automatisierung der U-Bahn-Linien U2 und U3 im Jahr 2001 habe ungläubiges Staunen geherrscht, so Hasler weiter. Am 14. Juni 2008 erfolgte dann der offizielle Startschuss für Deutschlands erste vollautomatisierte U-Bahn-Linie. Heute fahren an einem durchschnittlichen Werktag fast 208.000 Fahrgäste mit den beiden fahrerlosen U-Bahn-Linien.

Vorbild für Pariser Metro

Noch immer sind die U3 und die U2 in Nürnberg Deutschlands einzige vollautomatisierte U-Bahn-Linien. Weltweit sind automatische Linien im Schienenverkehr dagegen auf dem Vormarsch, so eine Mitteilung der VAG. Derzeit seien es 63 Linien in 42 Städten in 19 Ländern. Nach dem Nürnberger Vorbild sei auch die Pariser Metrolinie 1 auf vollautomatischen Betrieb umgestellt worden.


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Kommentare

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dildoldi, Mittwoch, 13.Juni, 07:48 Uhr

2. fahrerlose U Bahn

Anstatt kritiklosen Jubels anlässlich des Jubiläums des technischen Wunderwerks, sollte man sich vielleicht eher mal fragen, warum nach schlappen 10 Jahren KEINE andere deutsche Kommune, noch nicht mal die am selben Netz hängende Nachbarstadt, das übernommen hat ? Warum wohl ? Apropos weltweit auf dem Vormarsch ? Nach wievielen Jahren, die es das schon gibt ? 63 Linien in 42 Städten in 19 Ländern ? In welchen ? Und warum bei nur einer Linie in Paris ? Haben die nur diese ? Ich sag euch warum : weils ein unbrauchbares, unpraktisches und viel zu teuer weil technisch sehr aufwendiges System ist, das sich viele ( die meisten ) Kommunen nicht leisten wollen ! Aber mit dem Sachverhalte einfach zugeben hats man ja hierzulande, grad bei steuerfinanzierten Betreibern, grundsätzlich nicht so. Lieber weiter Märchen vom tollen System erzählen. Und ihr vom BR verbreitet das einfach so weiter !

MfG

  • Antwort von Nürnberger, Mittwoch, 13.Juni, 19:54 Uhr

    Wieso wollen Sie ewas Gutes schlecht zu reden? Die fahrerlose U-Bahn ist weder unbrauchbar, noch unpraktisch oder zu teuer. Die am selben Netz hängende Nachbarstadt kann die Bahn nicht von sich aus übernehmen. Das ist eine Entscheidung der Nürnberger VAG. Die Umstellung der Linie 1 ist bislang nicht vorgesehen, man kann nicht alles auf einmal machen.
    "KEINE andere deutsche Kommune ..." - das liegt nicht daran, dass die fahrerlose Bahn schlecht ist, sondern daran, dass fast alle Städte (außer München, Hamburg und Berlin) keine unabhängige Bahn haben, sondern eine Straßenbahn, die nur im Innenstadtbereich vom Autoverkehr unabhängig unter der Erde ist. Und eine fahrerlose Straßenbahn gibt es noch nicht.
    Fahrerlose Bahnen werden Zukunft haben, egal ob Sie diese schlecht reden oder nicht

  • Antwort von Experte, Mittwoch, 13.Juni, 22:23 Uhr

    Es ist zweifelsohne ein teures System, gerade bei der Umrüstung einer Bestandslinie. Da in Deutschland in den letzten 10 Jahren keine Stadt eine ganz neue U-Bahnlinie eröffnet hat, ist kaum verwunderlich, dass niemand nachzog. Bei Neubauten sieht die Sache anders aus, da kann man die vielen nötigen Anpassungen in einem Rutsch erledigen und hat sofort die großen Vorteile des automatischen Betriebs. Hamburg wird deshalb die neue Linie U5 definitiv als automatisch betriebene U-Bahn bauen.
    Die geplante Hamburger Linie U5 allein hat mit etwa 25 Kilometern Länge ungefähr die Größe von zwei Dritteln des kompletten Nürnberger U-Bahn-Netzes. Auch in Wien wird die neue U5 als automatische Linie gebaut. Ihre Analyse hinkt deshalb an allen Ecken und Enden Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Ich, Donnerstag, 14.Juni, 10:07 Uhr

    Dass die U1 nach Fürth noch nicht automatisiert wurde hat schlicht mit den Kosten zu tun, die alten Züge fahren noch und werden erst ab dem nächsten Jahr gegen neue ausgetauscht. Dazu gibt es noch viele Fahrer die sonst arbeitslos werden. Sind die neuen Züge da und die genügend Fahrer in Rente wird die Automatisierung der U1 kommen.

Sachsendreier, Dienstag, 12.Juni, 13:13 Uhr

1. Glückwunsch!

Tja, das ist ein bemerkenswertes Jubiläum. Mir ist der Sachverhalt total neu gewesen, man staunt, dass es in Nürnberg schon so lange eine fahrerlose U-Bahn gibt!

  • Antwort von Fahrgast, Dienstag, 12.Juni, 14:10 Uhr

    Was nervt sind die Fahrgäste, die beim Schließen der Türen (vorher kommt ja immerhin ein Signal!) immer mit Gewalt diese, oft zu mehreren, wieder aufdrücken.
    Das macht bei U-Bahnen mit Zugführer doch auch keiner. Habe ich so bei der Bahn auch noch nicht gesehen!
    Da frage ich mich immer, ob es da am fehlenden Hirn/Verstand liegt?! Richtig deppert!

    Einmal mußten dann nach so einer gewaltsamen Fahrgat-Aktion alle wieder aussteigen, weil die Türen defekt waren. Wer zahlts? Die Allgemeinheit!
    Hier würde ich mir eine Kontrollfunktion wünschen! Wer Türen mit Gewalt kaputt macht, kommt für den Schaden auf!
    Ansonsten sind diese U-Bahnen ein zuverlässiges Verkehrsmittel!

  • Antwort von Ich, Donnerstag, 14.Juni, 10:09 Uhr

    Also die Türaufhalter gibt es in der U1 ganz sicher auch zu genüge. Nur gibt es in den 40 Jahre alten Züge keinerlei Elektronik die bei massiver Gewalteiwirkung eine Fehlermeldung produziert und danach streikt