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Öffentlicher Dienst im Ausstand Bis zu 9.000 Streikende auf dem Nürnberger Kornmarkt

Das öffentliche Leben steht mit dem heutigen Verdi-Streik in Nürnberg weitgehend still. Bis zu 9.000 Streikende aus Nordbayern haben sich nach Angaben der Gewerkschaft zur Hauptkundgebung auf dem Nürnberger Kornmarkt versammelt.

Von: Ulrike Lefherz

Stand: 11.04.2018

Bis zu 9.000 Streikende haben sich heute zur Hauptkundgebung des Verdi-Warnstreiks im Öffentlichen Dienst auf dem Nürnberger Kornmarkt versammelt. Damit wurden die Erwartungen der Organisatoren von Verdi noch übertroffen. Sie waren im Vorfeld von 6.000 bis 7.000 Teilnehmenden ausgegangen.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn in den laufenden Tarifverhandlungen von Bund und Kommunen. Der Unmut der Streikenden aus Müllabfuhr, Krankenhäusern und der Stromversorgung ist spürbar. Bürger würden sich über geschlossene Kitas beschweren, beklagte Verdi-Bezirkschef Jürgen Göppner.

"Die Bürger sollten sich lieber darüber empören, dass die Kolleginnen und Kollegen so wenig verdienen. Wir haben es heute geschafft, ein deutliches und hörbares Signal zu setzen."

Jürgen Göppner, Verdi-Bezirkschef

8.000 Steikende gestern in München und 9.000 heute in Nürnberg sprächen eine deutliche Sprache, so Göppner. Nun seien die Arbeitgeber am Zug.   

Geschlossene Kitas und Verkehrsbehinderungen

Nachdem gestern im öffentlichen Dienst im Süden Bayerns gestreikt worden war, ist heute ist der Norden dran. Damit bleiben in Nordbayern Kitas geschlossen, Straßenbahnen fallen aus und in Nürnberg kommt es rund um die Hauptkundgebung zu erheblichen Behinderungen des Verkehrs.


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Jürgen Zoeger, Donnerstag, 12.April, 08:09 Uhr

1. Kundgebung in Nürnberg

Von der enormen Beteiligung beeindruckt, möchte ich hervorheben, wie engagiert unsere ver.di-Jugend agiert. Es tut so gut zu sehen, dass sich junge Menschen für ihre eigene Zukunft und für ihre Kollegen einsetzen. Das Macht auch den "Alten Hasen" Mut, weiter zu kämpfen.

  • Antwort von dildoldi, Donnerstag, 12.April, 13:56 Uhr

    Beteiligung, Engagement ? Auf Hauptverkehrsstrassen den Berufsverkehr behindern anstatt in Erlenstegen, Mögeldorf oder Weiherhaus da mal präsent zu sein, wo die Entscheider wohnen ? Seis drum. Es wäre dann aber evtl. auch mal angebracht, das Engagement u.A. der ver.di Jugend am Ergebnis der angepeilten Tarifverhandlungen zu messen. Sollte mich wundern, wenn mehr als ein Butterbrot dabei herauskäme, aber, schaun mer mal...

    MfG

  • Antwort von qw, Freitag, 13.April, 09:08 Uhr

    Ich bin dafür, dass Kindergärtner(innen) und generell Pflegepersonal ordentlich bezahlt werden, aber zur engagierten Jugend kann ich nur sagen, dass im Kindergarten, was die Betreuung angeht, nicht viel zu sehen war.
    Da waren die älteren Damen diejenigen, die früh beim Bringen, wenn die Kinder geweint haben, sich um diese zu kümmerten. Die jüngeren Kindergärtnerinnen mußten mal gerade den Raum verlassen oder sind halt da gesessen! Bei den "jungen" Kindergärtnerinnen saßen die Kinder statt am Tisch AUF dem Tisch.
    Mir dreht sich der Magen rum, wenn man dann mitkriegt, dass hier Kinder auch schon, obwohl unter profesioneller Aufsicht, zu Tode kommen, z.B. irgendwo ins Wasser fallen.