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Ärger um Unterasbacher Kirchweih Anwohner geht gegen Kärwa vor

Es gibt Ärger um die Unterasbacher Kirchweih: Einem Anwohner ist die Kärwa zu laut, er drohte mit einer Klage, monierte insbesondere fehlende Lärmschutz-Auflagen. Nun hat sich der Stadtrat dem Thema angenommen.

Von: Tina Wenzel

Stand: 14.03.2018

Die Mitglieder des Stadtrats haben sich klar gegen die Forderung des Anwohners ausgesprochen, die Betriebszeiten der Kärwa um bis zu zwei Stunden zu verkürzen, so Bürgermeisterin Birgit Huber (CSU). "Dann könnte man die Kärwa gleich zusperren", so Huber weiter.  

Mehr Lärmschutz beschlossen

Der Stadtrat konnte sich allerdings auf mehr Lärmschutz einigen. Der sogenannte mittlere Schallschutzpegel soll an den vier Kärwa-Tagen von 90 auf 85 Dezibel reduziert werden. "Was nicht wenig ist", sagte Huber. Zudem wolle die Stadt selber Lärm-Messungen während der Kirchweih durchführen. Bisher gab es keine Prüfung. Sollte es zu laut sein, dann wird die Musik heruntergeregelt, so Huber. Ob das dem Anwohner genügt, ist ungewiss, ein Rechtsstreit ist möglich.

Kultveranstaltung seit 65 Jahren

Die Kirchweih findet seit 65 Jahren Ende Juli mitten in Unterasbach statt. "Sie ist Kult, eine Traditionsveranstaltung", sagte die Bürgermeisterin. Für die Kärwa gelten seit 2014 Sonderregelungen bei den Betriebszeiten: Freitag, Samstag und Montag endet die Kärwa am Festplatz um 01:00 Uhr, am Sonntag um 23:00 Uhr. Das geht dem Anwohner, der seit 2016 dort wohnt, zu weit. Er fordert, dass am Freitag und Samstag bereits um 23.00 Uhr und am Sonntag und Montag um 22.00 Uhr Schluss mit Feiern ist.


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