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Dauerbaustelle an der Uni Erlangen-Nürnberg Chemikum offiziell eingeweiht

Der erste Bauabschnitt des Chemikums der Uni Erlangen-Nürnberg ist offiziell eingeweiht. Die Dauerbaustelle an dem Gebäude hat in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.

Von: Sebastian Blum und Tina Wenzel

Stand: 09.05.2018

Das Chemikum der Uni Erlangen-Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

Nach langer Wartezeit hat das Chemikum der Universität Erlangen (FAU) nun offiziell den Betrieb aufgenommen. Von einem "großartigen Ereignis mit Strahlkraft für die Region Erlangen-Nürnberg und ganz Bayern", sprach Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Eröffnung des ersten Bauabschnitts.

Lob gab es auch von Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (CSU) und Universitätspräsident Joachim Hornegger. "Der Gebäudekomplex wird unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herausragende Möglichkeiten für Forschung auf internationalem Spitzenniveau bieten", sagte Hornegger.

Peinliche Mängel

Erhebliche Baumängel hatten für jahrelange Verzögerungen und explodierende Kosten beim Chemikum gesorgt. So musste die Lüftungsanlage nachgebessert werden, da sonst giftige Dämpfe im Raum geblieben wären. Ursprünglich sollten die ersten Studenten und Lehrbeauftragten 2013 in das Gebäude einziehen. Im Sommersemester 2016 konnten dann zumindest die Hörsäle und Büros bezogen, aber noch nicht die Labore genutzt werden. Das ist erst seit ein paar Monaten möglich.

Millionenprojekt Chemikum

Auch die Kosten sind über die Jahre gestiegen: Von rund 80 Millionen auf mittlerweile rund 108 Millionen Euro. Bereits 2016 "schaffte" es das Erlanger Chemikum deswegen auch in das Schwarzbuch der Steuerzahler Bayern. Die Steuerschützer kritisierten die Mehrkosten und damit die Verschwendung von Steuergeldern.

Zusammen forschen und lehren

Das Chemikum erstreckt sich auf dem Südgelände der Universität auf rund 10.000 Quadratmetern. Darin forschen Wissenschaftler unter anderem in den Bereichen Pharmazie und Lebensmittelchemie.

Laut Innenminister Herrmann ist bereits ein zweiter Bauabschnitt des Chemikums geplant. Dieser werde "mit Hochdruck" vorangetrieben, so Herrmann. Aktuell investiert der Freistaat rund 170 Millionen Euro in die Bauprojekte der FAU. Zusätzliche 34 Millionen Euro fließen in neue Studentenwohnungen in Erlangen, die am 23. Mai eingeweiht werden sollen.


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Kommentare

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Hans Holtz, Montag, 14.Mai, 12:36 Uhr

1. Endlich, endlich...

Es dauert in Deutschland eben besonders lang, wenn was gebaut wird. Wieso - keine Ahnung! Aber schaut man in die anderen Staaten, die noch paar Mittel haben, wie zum Beispiel die Schweiz oder Österreich - da funktioniert es noch, das System von Planung, Finanzierung und pünktlicher Abschluss...