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LBV Stunde der Wintervögel

Von Freitag bis Sonntag findet die "Stunde der Wintervögel" statt, eine Aktion von verschiedenen Natur- und Tierschutzorganisationen. Die Bevölkerung wird aufgerufen eine Stunde lang Vögel zu zählen.

Stand: 03.01.2018

Eine Kohlmeise (Parus major) steht auf einem Ast in einem Garten | Bild: picture-alliance/dpa/Patrick Pleul

Es ist Deutschlands größte Vogelzählung. Eine Stunde lang, so forderern der LBV, der Naturschutzbund Deutschland und weitere Partner auf, sollen die Menschen in ihrer Umgebung Vögel zählen und anschließend auf der Webseite des LBV eingetragen werden.

Warum zählen?

Der LBV und seine deutschlandweiten Partnerverbände wollen dadurch mehr Erkenntnisse über Wintervögel gewinnen. Vor allem soll der Klimawandel und die Auswirkungen auf die Vögel beobachtet werden. Dabei sollen Teilnehmer an der Aktion eine Stunde lang die Vögel vor ihrem Fenster, am Balkon, im Garten oder im Park zählen und dann dem Landesbund für Vogelschutz, LBV, melden.

"Die Stunde der Wintervögel ist die deutschlandweit größte Mitmach- und Vogelzählaktion bei der man eine Stunde lang die Vögel zählt, die man in seinem Garten sieht. Diese Daten werten wir dann vom LBV aus und können daraus interessante Rückschlüsse ziehen, zum Beispiel auf die Entwicklung der Vögel im Klimawandel. Das ist deshalb wichtig, weil man über viele Wintervogelarten nicht richtig weiß, was die im Winter so machen."

Alf Pille, LBV

2017: weniger Vögel als in den Jahren zuvor

Die Aktion ist eine Langzeitstudie, die wertvolle Informationen zum Schutz der Artenvielfalt liefert. 2017 beteiligten sich an der Aktion bundesweit rund 125.000 Menschen. Dabei konnte festgestellt werden, dass es durchschnittlich 17 Prozent weniger Tiere als in den Jahren zuvor gab. Pro Garten ließen sich 2017 im Schnitt nur rund 34 Vögel und acht verschiedene Arten sehen – sonst liegt der Schnitt bei rund 41 aus neun Arten.


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Kommentare

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heidi, Sonntag, 07.Januar, 14:26 Uhr

2.

Ich brauche mich an der Vogelzählung nicht beteiligen, weil keine Vögel mehr da sind, eine Amsel schimpfte nach mehr als einer Stunde im Baum auf dem Grundstück, das ist so entsetzlich traurig. Schon im vergangenen Jahr waren nur wenige Vögel da und nun praktisch keine mehr, wir haben viel grün und auch
Bäume. Spatzen waren immer in großen Schwärmen da, auch Meisen, Amseln, Spechte, Stare, Rotkehlchen, Kleiber und sogar die bunten Stieglitze sah man ab und zu. Nun ist es still, manchmal kreischen irgendwo Krähen wie Totenvögel im wahrsten Sinn des Wortes. Was geschieht nur in unserer Natur?
Sehr gerne kamen auch Hummeln und Bienen zu meinen Sedumpflanzen, im letzten Sommer/ Herbst konnte man nur einzelne Tiere sehen, das ist eine schlimme Entwicklung.

Monika Saul, Samstag, 06.Januar, 15:20 Uhr

1. Stunde der Wintervögel

Wie gerne, habe ich den Blaumeisen bei unseren Vogelhäuschen zugesehen.
Die Elternvögel kamen immer mit ihren flügge gewordenen Jungen.
Seit letzten Jahr sind sie alle verschwunden.
So traurig.