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Super-Sportjahr 2018 Adidas und Puma setzen auf Fußball-WM

2018 wird vor allem für Sportfans interessant: Die Olympischen Winterspiele in Korea stehen an und die Fußball-WM in Russland. Ein Super-Sportjahr, das auch die Kassen von Adidas und Puma klingeln lassen soll.

Von: Matthias Rüd

Stand: 03.01.2018

HANDOUT - Das am 06.11.2017 zur Verfügung gestellte Handout von adidas zeigt die Spieler (l-r) Toni Kroos, Mesut Özil und Mats Hummels, die das neue Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Russland 2018 tragen. Kurz vor den beiden letzten Länderspielen des Jahres hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Heimtrikot der Nationalmannschaft für die Fußball-WM 2018 im Internet vorgestellt. Die Titelverteidigung im kommenden Sommer in Russland soll in Jerseys gelingen, die stark an das Trikot des vorletzten WM-Sieges im Jahr 1990 in Rom erinnern. Allerdings ist der gezackte Brustring diesmal nicht in Schwarz-Rot-Gold, sondern in Grautönen gehalten und grafisch gespiegelt. (zu dpa-Meldung: «Grau-Weißer Retro-Look: WM-Shirt für 2018 erinnert an Triumph von Rom» vom 06.11.2017) (ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur bei Nennung: "Foto: adidas/dpa") Foto: adidas/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk

Ein Blick auf die Teilnehmerliste der anstehenden Fußball-WM in Russland und der diesjährige Sieger der Sportartikelhersteller könnte schon jetzt feststehen: Adidas hat elf Teams im Wettbewerb, elf Chancen millionenfach Trikots zu verkaufen. Nike kommt nur auf zehn und Puma auf magere zwei Mannschaften. Vor allem das historische Aus von Italien schon vor der WM trifft Puma – die Squaddra Azzurra war der Hoffnungsträger für den Herzogenauracher Sportartikelhersteller mit der Raubkatze.

Neue Regeln

Puma-Chef Björn Gulden und Adidas-Chef Kasper Rorsted

Das ist aber nicht allzu dramatisch, denn generell gilt die frühere Regel - "Supersportjahre sind automatisch die besten für Sportartikelhersteller" – schon länger nicht mehr. Adidas und Puma schaffen mittlerweile Rekordumsätze auch in ungeraden Jahren, in denen traditionell keine Turniere und Olympische Spiele stattfinden.

Großereignisse kosten

Die beiden Herzogenauracher Konzerne haben sich breit aufgestellt, verdienen auch so eventunabhängig Geld – vor allem auch mit Lifestyle-Produkten. Die Olympischen Spiele und die WM schröpfen ohnehin eher das milliardenschwere Marketing-Budget der Branche.

Rekord schadet nie

Trotzdem möchte Adidas, wie auch schon bei den Weltmeisterschaften zuvor, sicher einen neuen Rekord im Fußballsegment aufstellen. Allein dank der WM 2014 konnte Adidas mehr als neun Million Trikots und 14 Millionen WM-Fußbälle verkaufen.


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