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2.600 Radler als "kritische Masse" Rekordbeteiligung bei Fahrrad-Demo in Nürnberg

Bei der monatlichen Fahrrad-Demo Critical Mass haben sich gestern in Nürnberg überdurchschnittliche viele Fahrradfahrer beteiligt. Die Polizei zählte 2.600 Teilnehmer an der rund drei Stunden dauernden Fahrt durch die Stadt.

Von: Ulrike Lefherz

Stand: 28.04.2018

Radler-Demo | Bild: BR/Ulrike Lefherz

Die Initiatoren der "Critical Mass"-Aktion wollen bessere Bedingungen für Fahrradfahrer in der Stadt erreichen. Entlang der großen Straßen gibt es auf 80 Kilometern Strecke keine Radwege. Am Nürnberger Opernhaus beginnt jeweils am letzten Freitag im Monat um 18 Uhr die Critical Mass. Begleitet von Polizei-Motorrädern setzt sich der lange Fahrradwurm dann in Bewegung.

Ziel: Die Straßen besetzen

Zu den Fahrradaktivisten gehören ältere und jüngere Menschen, auch Familien radeln mit. Die Menge der Fahrradfahrer besetzt die Straßen, Autofahrer müssen warten – so funktioniert Critical Mass. In Berlin wurde diese Art des Protestes erfunden, in Nürnberg ist die Bewegung mit am größten.

Autos stehen im Stau

Bis zu zwei Kilometer lang war der Wurm der Fahrradfahrer gestern auf dem Ring, Autofahrer mussten an den Kreuzungen minutenlang warten. Und die Demo wird immer größer. Im vergangenen Sommer beteiligten sich jeweils bis zu 1.500 Radler an dem Event, der immer mehr Happening-Charakter gewinnt. Gestern waren bis zu 2.600 Fahrradfahrer unterwegs.

Musik für Party-Stimmung

Etliche haben auf Lastenrädern große Lautsprecher mit Party-Musik dabei. Nach etwa zwei Stunden wird irgendwo eine kurze Pause gemacht, bis der Zug nach drei Stunden wieder am Opernhaus endet. Die Bedingungen für Fahrradfahrer sind in Nürnberg verbesserungswürdig.

"Man muss sich überall durchschlängeln."

Eine Radlerin

Entlang der großen Straßen fehlen 80 Kilometer Radwege. Die Stadt hat ein jährliches Budget für ein bis zwei neue Radweg-Kilometer. In einem sogenannten Gefahrenatlas haben Fahrrad-Aktivisten 500 gefährliche Stellen für Fahrradfahrer markiert.


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T3fan, Sonntag, 29.April, 06:56 Uhr

6. Radfahren als Fortbewegungsmittel

Ich benütze in Nürnberg fast nur ÖPNV und Rad.
Allerdings kann man wegen der Glasscherben nur noch mit pannensicherer Bereifung fahren.
Ein Ärgernis sind auch die Kampfradler(wahrscheinlich mit SUV als normalem Fortbewegungsmittel ) und alle Radfahrer,die glauben,sich an keine Verkehrsregeln halten zu müssen und Gehwege befahren.

Chip, Samstag, 28.April, 21:47 Uhr

5. Critical Mass

Wow da hat la.mal jemand wirklich hundsmiserabel recherchierte.
1. Die Critical Mass ist keine Demo sondern eine Verbandsfahrt nach §27 StVO.
2. Natürlich wurde die Critical Mass nicht in Berlin erfunden sonder im September 1992 in St. Francisco.
3. Eine Critical Mass mit 500 Fahrern ist regulär 1-1.5km. Bei 2500 Teilnehmern. Die CM kann also unmöglich unter 3km gewesen sein.

Sorry. Das ist peinlich! Schlagt dich bitte wenigstens unter Wikipedia nach wenn ihr schon keine Lust habt zu arbeiten.

Michael Z., Samstag, 28.April, 20:12 Uhr

4. Schlecht recherchierter Artikel

Schwacher, schlecht recherchierter Artikel. Anscheinend wurde noch nicht einmal der Wikipedia Artikel gelesen. Wenigstens bringt es der Sache mehr Aufmerksamkeit.
Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!

Andi S., Samstag, 28.April, 18:23 Uhr

3. Liebe Redaktion

ich denke in dem Artikel ist einiges verbesserungsbedürftig:

a) Es gibt keine Initiatoren bei der CM. Man kann von Teilnehmern der CM sprechen. Die Teilnehmer wollen für die Belange des Radverkehrs aufmerksam machen.
b) Bei der CM handelt es sich um keine Demo, sondern um eine Ausfahrt mit dem Rad.
c) Die CM wurde 1982 in San Francisco das erste mal abgehalten. Sie findet weltweit am letzten Freitag des Monats statt.
d) Die CM besetzt keine Straße, sondern nutzt sie wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch. Besetzen Autos denn tag täglich die Straße?
e) Autos stehen in der Stadt täglich im Stau, auch ohne dass die CM eine Runde mit dem Rad dreht.

Selijm, Samstag, 28.April, 13:30 Uhr

2. Autofrei!

Wie haben wir das anfang der Siebziger genossen, als wegen der Energiekrise einige Sonntage autofrei waren.
Die Stadt gehörte wieder den Menschen - nicht den Autos.