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Nürnberger Menschenrechtspreisträger Abdolfattah Soltani startet zweiten Hungerstreik

Der inhaftierte iranische Jurist und Nürnberger Menschenrechtspreisträger Abdolfattah Soltani befindet sich erneut im Hungerstreik. Es ist schon sein zweiter seit seiner Inhaftierung.

Von: Henry Lai

Stand: 22.03.2018

Menschenrechtspreisträger Abdolfattah Soltani | Bild: Privatfotos von der Stadt Nürnberg freigegeben

Er protestiere damit gegen willkürliche und gesetzeswidrige Repressalien gegenüber politischen Gefangenen im Evin-Gefängnis in Teheran, schreibt seine in Nürnberg lebende Tochter Maede Soltani in einer Mitteilung.

Hafturlaub verweigert

Konkret geht es um Hafturlaube zum iranischen Neujahrsfest Nowrus, das am 21. März begonnen hat. So hätten zwar viele Gefängnisinsassen Hafturlaub begonnen, politischen Gefangenen wie Soltani wurde dieser aber verweigert, erklärt Maede Soltani.

Gesundheitliches Risiko

Der Hungerstreik ist für den inhaftierten 64-Jährigen risikoreich: Berichten seiner Familie zufolge hat sich sein Gesundheitszustand seit Haftantritt vor sieben Jahren drastisch verschlechtert – er leide an "verschiedenen Magen- und Darmproblemen sowie an instabilem Blutdruck", so seine Tochter. Schon 2013 war er in einen Hungerstreik getreten. Damals protestierte er, um eine bessere medizinische Versorgung für sich und seine Mithäftlinge zu erwirken.


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