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Internationale Klezmer-Festival Moderne und traditionelle jiddische Musik zum Jubiläum

Die jiddische Kultur lebt. Das beweisen Klezmermusiker aus der ganzen Welt, die zum 30. Geburtstag des internationalen Klezmer-Festivals nach Fürth kommen. Zehn Tage lang stehen Konzerte traditioneller und moderner jiddischer Musik auf dem Programm.

Stand: 08.03.2018

Vom 9. bis zum 18. März bieten die Veranstalter des 16. Klezmer-Festivals einen Querschnitt durch die vielseitige jiddische Musik und damit auch durch die Geschichte des Festivals. Dabei ist die Intention zu zeigen, wie lebendig und innovativ die jüdische Kultur und Musik auch heute ist. So hat das diesjährige Festival auch den Untertitel "Jewish Music Today", "Jüdische Musik heute". Eingeladen wurden zahlreiche international renommierte Künstler wie Alicia Svigals aus dem USA, das Schweizer Bait Jaffe Klezmer Orchestra oder Mor Karbasi aus Israel.

Frau der ersten Stunde: Jalda Rebling

Seit 1988 findet das Festival im Zwei-Jahres-Rythymus statt und erinnert an die große jüdische Tradition Fürths. Das erste Wochenende steht im Zeichen traditioneller Klezmerklänge. So soll der Auftritt der Kantorin, Schauspielerin und Sängerin jiddischer Lieder, Jalda Rebling, an die Anfänge des Festivals erinnern. Rebling gilt als "Frau der ersten Stunde" der Veranstaltungs- und Konzertreihe.

Tanzend kulturverbindenden Klezmer genießen

Den kulturverbindenden Charakter der unter anderem bei jüdischen Hochzeiten gespielten Klezmer-Musik wollen die Veranstalter mit einem bayerisch-jiddischen Tanzfest am Samstag, den 10. März, verdeutlichen. Zum "Boarisch-Jiddischen Danzl-Hoyz", so der Originaltitel der Veranstaltung, spielt das Yiddish Dance Trio Berlin zusammen mit den Well-Buam zum Tanz auf. Wie der fliegende Wechsel zwischen bayerischer und jiddischer Volkstanztradition zu schaffen ist, können die Teilnehmer von Tanzmeister Michael Well und Guy Schalom dabei lernen.

Jüdisches Leben und zeitgenössischer Klezmer

Mit dem Auftritt der israelischen Gruppe "Gulaza" wollen die Festivalmacher zugleich zeitgenössische jüdische Musik und jüdisches Leben in Deutschland sichtbar machen. Die Gruppe, die ihre Lieder in der Tradition jemenitischer Juden bearbeitet, tritt am 15. März auf.

Eine ebenfalls zeitgenössische Interpretation von Klezmer bietet zum Schluss des Festivals am 18. März das Orchester Jakobsplatz München unter der Leitung von Daniel Grossmann. Das Orchester beschreibt in einer Neukomposition eine jüdische Hochzeit.

Workshops, Filme, Stadtführungen

Begleitend werden Workshops für Klezermusik und jiddischem Tanz angeboten und Filme gezeigt, unter anderem den Stummfilm "Das alte Gesetz" mit Live-Piano-Begleitung oder "Die Blumen von gestern", beide werden im Kino Uferpalast gezeigt. Zudem können Interessierte an thematisch unterschiedlichen, geführten Stadtspaziergängen zur jüdischen Geschichte Fürths teilnehmen.


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