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Fliegerbombe am Hauptbahnhof Evakuierung in Nürnberg – bis zu 4.000 Menschen betroffen

Nach dem Fund einer Fliegerbombe am Hauptbahnhof in Nürnberg beginnen demnächst die Evakuierungsarbeiten in der Südstadt. Nach Angaben der Polizei könnten davon bis zu 4.000 Menschen betroffen sein.

Von: Rainer Aul

Stand: 12.02.2018

Derzeit werden Einsatzkräfte zusammengezogen, um die betroffenen Häuser im Umkreis des Nürnberger Hauptbahnhofs zu durchforsten, hieß es von der Polizei. Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist, soll vor Ort mit der Entschärfung des Blindgängers begonnen werden. Damit wird derzeit zwischen 17.00 und 18.30 Uhr gerechnet.

Die Fliegerbombe wurde am Vormittag bei Arbeiten für eine Fußgängerunterführung im östlichen Bereich des Bahngeländes entdeckt. Nach der ersten Einschätzung des Sprengmeisters handelt es sich um eine 45-Kilo-Bombe, die etwa 25 Kilo Sprengstoff enthält. Details zum Zustand des Blindgängers gibt es noch nicht.

Fahrgäste müssen mit Behinderungen rechnen

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die Gleise 20 bis 23 gesperrt. Fahrgäste müssen mit Verspätungen, Zugausfällen und kurzfristigen Gleisänderungen rechnen. Zur Stunde halten sich die Behinderungen noch in Grenzen. In wie weit sich die Entschärfungsarbeiten auf den Bahnverkehr am Abend auswirken, ist allerdings noch nicht bekannt.

Betroffen sind laut DB Regio derzeit folgende Verbindungen:

KBS 910: Augsburg - Treuchtlingen - Nürnberg
KBS 805: Nürnberg - Würzburg
KBS 820: Nürnberg - Bamberg - Lichtenfels - Sonneberg
KBS 860: Nürnberg - Bayreuth - Hof/ - Marktredwitz - Hof/Cheb
KBS 870: Nürnberg - Neukirchen b. Sulzbach - Schwandorf/Weiden - Neustadt/Waldnaab
KBS 880: Nürnberg - Regensburg - Passau
KBS 891: Nürnberg - Neunkirchen am Sand - Simmelsdorf-Hüttenbach
KBS 900: Nürnberg - Ingolstadt - München
S4: Nürnberg - Ansbach


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