15

Fokus auf Video und Audio Ministerpräsidenten beschließen Reform des Telemedienauftrags

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf eine Reform des Telemedienauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geeinigt. Danach sollen die öffentlich-rechtlichen Online-Angebote ihren Schwerpunkt in Video und Ton haben.

Stand: 14.06.2018

Auf ihrer Konferenz in Berlin haben sich die Ministerpräsidenten auf eine Reform des Telemedienauftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten geeinigt. Der Fokus der öffentlich-rechtlichen Online-Angebote soll demnach auf Video und Ton liegen, um sich von den Angeboten der Presseverlage zu unterscheiden.

Es wird zudem eine gemeinsame Schlichtungsstelle eingerichtet, um strittige Fälle zu klären. Ein weiterer zentraler Punkt der Reform ist die Abschaffung der Sieben-Tage-Regel für Inhalte in den Mediatheken. Bisher war Video- und Audio-Material nur für eine Woche abrufbar.

Wilhelm: "Möglichkeit, unser Mediatheken-Angebot zu verbessern"

Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks Ulrich Wilhelm betonte:

"Nach langem Ringen ist es gelungen, den Telemedienauftrag zu modernisieren. Unser Ziel ist, den Erwartungen der Menschen an eine zeitgemäße Mediennutzung nachzukommen. Wir haben die Möglichkeit, unser Mediatheken-Angebot zu verbessern, insbesondere durch europäische Lizenzproduktionen zu ergänzen und die Verweildauern zu verlängern. Bewegtbild und Ton sollen den Schwerpunkt unserer Angebote bilden, Text wird weiter zulässig sein. Natürlich mussten alle Beteiligten Zugeständnisse eingehen. Am Ende macht die Einigung der Länder aber den Weg frei, uns gemeinsamen Herausforderungen in einer sich rasant verändernden Medienwelt zu stellen." Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und Intendant des BR


15

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Differentiert, Freitag, 15.Juni, 11:06 Uhr

4. BR-Mediathek, gefällt mir sehr gut,

gerade beim Thema Kultur, Information über Land und Leute, kann der BR bei mir schon jetzt sehr gut punkten.
Das sehe ich als definitiv unterstützenswert an, und darauf sollte sich der BR speziell konzentrieren, der BR als Heimatsender.
Das sollten die Basics der Landesrundfunkanstalten sein.
Aber polit. Themen und Inhalte, da hapert es leider schon sehr, was ausgewogene Information angeht.
Bitte da sich vielleicht auch den ORF, oder die Schweizer Sender, als Vorbild für neutralere, objektivere Berichterstattung nehmen.
Leider empfange ich diese Sender nur über 3Sat. Besonders die Schweizer sehr angenehm, man hat weniger den Eindruck von Meinungssteuerung, der Zuseher kann sich mehr seine eigenen Sicht der Dinge bilden.
Aber ich nutze gerne die BR-Mediathek, was Kultur insgesamt angeht, bin dafür auch sehr dankbar, aber politische Themen auf dieser medialen Platform brauche ich nicht.

  • Antwort von Granny, Freitag, 15.Juni, 15:58 Uhr

    Nö, finde ich nicht. Politik gehört selbstverständlich dazu. Kucken sie halt mal Kontrovers. Die sind immer kritisch und investigativ. Eine ideale Ergänzung zu anderen Politmagazinen.

    Im Gegenteil, mir fehlen oftmals Stimmen und Berichte über das EU-Ausland. Ausserdem finde ich das politische Angebot sehr ausgewogen.
    Für mich ist die Kirche zu oft im Vordergrund.

    Gut war auch die Russen-Reportage von Markus Lanz (ZDF). Was denkt das russische Volk über Deutschland. Das ist aussagekräftiger als jede Putin Propaganda.
    Nur den "Pussy-Terror" könnten sie sich sparen. Die ist nicht sehr lustig, eher gewöhnlich. Aber mei, ist halt Geschmacksache.

    BR, weiter so oder sogar noch mehr.

thorie, Freitag, 15.Juni, 08:19 Uhr

3. Wenn die CSU zugestimmt hat...

(...Bewegtbild und Ton sollen den Schwerpunkt unserer Angebote bilden, ....)
...schließt sie weite Teile Bayerns , dank "turbo-"langsamen Internet von dem Geplanten aus.

Zurückweisung von Informationen!
Will man SEIN Bayern dumm sterben lassen? Zuviele Infos kosten CSU--Wählerstimmen?

Jochen N., Donnerstag, 14.Juni, 21:33 Uhr

2. Qualitätsmedien haben einen umfassenden Informationsauftrag

Und den haben sie gemeinsam mit den Qualitätsverlegern. Also nehmt diese Aufgabe in Zeiten von fake-news, gekauften Berlusconi-Sendern oder Fox-News Einflüssen wichtiger denn je. Wenn selbst ein angeblicher demokratischer Präsident Medien zu manipulieren versucht, dann ist es schon 5 nach 12h.

Sputnik und RussiaToday sehe ich nicht als besondere Bedrohung, denn für den Konsum dieser Sender muss man schon politisch vorbelastet sein. Jeder weiß, dass Putin dadurch und seinen Trollheerscharen die öffentliche Meinung beeinflussen möchte. Einige sehr durchschaubare Kommentare liest man immer wieder in den BR-Kommentarspalten. Gut, dass sie leicht zu erkennen sind.

Deshalb wünsche ich mir vom ÖR noch bessere Verknüpfungen und Vernetzungen auch mit den Verlagen, die eben auf andere Einnahmequellen angewiesen sind. Warum nicht die Leute freiwillig einen Videoclip ansehen lassen? Bei Chip mache ich das regelmässig, um diese Finanzierungsmöglichkeit zu unterstützen.
Spiegel und Co.?

T-3fan, Donnerstag, 14.Juni, 18:18 Uhr

1. Information im Ausland

Nach Abschaltung der LW und MW Sender in Deutschland beziehe ich meine Informationen über Ereignisse daheim vor allem über br24.de und tagesschau.de. Gerade in Gegenden mit langsamer Datenverbindung hilft hier die Textform. Ich finde die Entscheidung also bedauernswert!

  • Antwort von Rhena, Donnerstag, 14.Juni, 23:04 Uhr

    Die Textform finde ich eindeutig besser, da einprägsamer. Der WDR z. B. arbeitet viel mit Audio und auch Video. Dadurch müssen die Beiträge im Grunde umgehend "abgearbeitet" werden. Dazu hat man nicht immer Zeit und Lust. Und Kopfhörer trage ich auch nicht so gern, sollte man dann aber, um seine Umgebung nicht unnötig zu stören.