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Nawalnys Witwe befürchtet Festnahmen bei Beerdigung

Straßburg: Bei ihrer Rede im Europaparlament hat die Witwe des Oppositionspolitikers Nawalny mit deutlichen Worten Russlands Präsident Putin verurteilt. Julia Nawalnaja sagte, der Fall ihres Mannes habe gezeigt, dass Putin zu allem fähig sei und dass man nicht mit ihm verhandeln könne. Er sei kein gewöhnlicher Politiker, sondern Chef eines kriminellen Netzwerks. Nawalnaja machte den russischen Präsidenten erneut für den Tod ihres Mannes verantwortlich. Sie äußerte die Befürchtung, dass es bei der Beerdigung von Nawalny Festnahmen gibt. Am Vormittag hatte eine Sprecherin des verstorbenen Kreml-Kritikers mitgeteilt, dass am Freitag in Moskau eine Trauerfeier und die Beisetzung Nawalnys geplant sind. Was zu seinem Tod geführt hat, ist nach wie vor unklar.

BAYERN 2-Nachrichten 28.02.2024 14:00

Handwerkspräsident spricht von schlechter Stimmung in der Branche

München: Bei der Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse hat die Branche die Politik dazu aufgefordert, mehr gegen die schwache Konjunktur zu tun. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Dittrich, sprach in seiner Rede in München von einer schlechten Stimmung. In vielen Betrieben leerten sich die Auftragsbücher, Investitionen würden ausgebremst. Dittrich plädierte für eine bessere Anerkennung der Handwerksausbildung- und Berufe. Bundeswirtschaftsminister Habeck ging auf den Fachkräftemangel in Deutschland ein und sprach von zu großen Hürden bei der Ausbildung. Nach seinen Worten könnten zum Beispiel Wohnmöglichkeiten an den Berufsschulen geschaffen werden.

BAYERN 2-Nachrichten 28.02.2024 13:00

EU-Lieferkettengesetz ist auch im zweiten Anlauf gescheitert

Brüssel: Das geplante europäische Lieferkettengesetz ist auch bei der zweiten Abstimmung im EU-Rat gescheitert. Die belgische Ratspräsidentschaft hatte versucht, trotz der deutschen Enthaltung eine Mehrheit zu erreichen, doch dies gelang nicht. Damit kann das Gesetz voraussichtlich nicht mehr vor den Europawahlen Anfang Juni verabschiedet werden. Die Bundesregierung musste sich enthalten, weil die FDP die deutsche Zustimmung blockiert. Auch Italien und mehrere kleinere Mitgliedsländer hatten zuletzt signalisiert, dass sie sich bei dem Votum enthalten würden. Die geplante Richtlinie soll Unternehmen für Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltverschmutzung in ihren Lieferketten in die Pflicht nehmen. Die Deutsche Umwelthilfe kritisierte die Haltung der FDP scharf. Sie sei der Sargnagel für ein zentrales Projekt für mehr Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Umweltauflagen in den Lieferketten, sagte DUH-Geschäftsführer Müller-Kraenner.

BAYERN 2-Nachrichten 28.02.2024 15:00

2023 wurden in der EU 1,1 Millionen Asylanträge gestellt

Valletta: In der Europäischen Union haben im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Migranten Asyl beantragt als im Jahr zuvor. Nach Angaben der zuständigen EU-Behörde mit Sitz auf Malta stieg die Zahl der Asylanträge insgesamt auf 1,1 Millionen. Das sind etwa 100.000 mehr als beim Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015. Wegen der rund 4,4 Millionen Vertriebenen aus der Ukraine ist nach Einschätzung der EU-Behörde die Herausforderung für die Mitgliedsstaaten nun aber eine größere als damals. Wichtigstes Zielland blieb demnach auch im vergangenen Jahr Deutschland. Auf die Bundesrepublik entfiel fast ein Drittel aller Anträge, die in der EU gestellt wurden. Die meisten Asylsuchenden kamen demnach aus Syrien, gefolgt von Afghanistan.

BR24 Radio-Nachrichten 28.02.2024 12:45

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßliche NSU-Unterstützerin

Karlsruhe: Gegen die mutmaßliche Unterstützerin der Terrorgruppe NSU, Susann E., ist Anklage erhoben worden. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, hat sich der Tatverdacht gegen die Ehefrau des bereits verurteilten André E nach neuen Erkenntnissen erhärtet. Ihr wird die Unterstützung des "Nationalsozialistischen Untergrunds", kurz NSU, sowie Beihilfe zu schwerer räuberischer Erpressung mit Waffen vorgeworfen. Susann E. soll spätestens seit 2007 gewusst haben, dass das NSU-Trio Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos im Untergrund lebte. Außerdem soll sie in der Folge Zschäpe ihre Krankenkassenkarte zur Verfügung gestellt haben, damit diese zum Arzt gehen konnte. Ihr Ehemann André E wurde wegen Unterstützung des NSU bereits zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die einzig Überlebende, Zschäpe, bekam wegen der zehn Morde des Terrortrios eine lebenslange Freiheitsstrafe.

BR24 Radio-Nachrichten 28.02.2024 14:00

Pistorius besucht Soldaten in der Oberpfalz

Weiden: Verteidigungsminister Pistorius hat am Vormittag in der Oberpfalz Soldaten besucht, die künftig an die Außengrenze der Nato nach Litauen verlegt werden. Pistorius sprach in Weiden mit Vertretern der Truppe und mit Kommunalpolitikern. Anschließend stand ein Besuch in Oberviechtach auf dem Programm. In der Region werden die Umstrukturierungspläne bei der Bundeswehr kritisch gesehen. Vorgesehen ist, dass das Panzergrenadierbataillon in Oberviechtach in den kommenden Jahren komplett nach Litauen verlegt wird. Zum Ausgleich soll dann das Artilleriebataillon aus Weiden nach Oberviechtach umziehen.

BR24 Radio-Nachrichten 28.02.2024 14:00

Frauen kümmern sich laut einer Studie weiter mehr um Haushalt

Wiesbaden: Frauen leisten in Deutschland weiterhin mehr unbezahlte Arbeit als Männer: Laut einer Untersuchung des Statistischen Bundeamtes waren es im Jahr 2022 wöchentlich rund neun Stunden mehr - täglich eine Stunde und 17 Minuten. Zwar habe sich der sogenannte "Gender Care Gap" seit der vorigen Erhebung vor 10 Jahren verkleinert - die Lücke sei jedoch weiterhin "beträchtlich", so die Präsidentin des zuständigen Bundesamtes, Brand, bei der Präsentation der Erhebung. Unbezahlte Arbeit setzt sich darin zusammen aus Haushaltsführung, Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen, aber auch aus freiwilligem und ehrenamtlichem Engagement.

BAYERN 2-Nachrichten 28.02.2024 13:00

Staatsakt für Alois Glück ist am 9. März in München geplant

München: Für den verstorbenen ehemaligen CSU-Politiker Alois Glück soll es nächste Woche einen Trauerstaatsakt geben. Wie Landtagspräsidentin Aigner mitteilte, ist die Feier am Samstag, den 9. März, im Münchner Liebfrauendom geplant. Zuvor wird Kardinal Marx dort mit einem Pontifikalrequiem an Alois Glück erinnern. Im Anschluss soll es einen Trauerempfang in der Residenz geben. Alois Glück ist am Montag im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war lange Fraktionschef der CSU im Bayerischen Landtag und in einer Legislaturperiode dessen Präsident.

BR24 Radio-Nachrichten 28.02.2024 14:00

Deutscher Nationalpreis geht an Pianist Igor Levit

Hamburg: Der Deutsche Nationalpreis geht heuer an den Pianisten Igor Levit. Nach Angaben der Deutschen Nationalstiftung bekommt der 36-Jährige die Auszeichnung für seinen "entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus sowie sein großes politisches und gesellschaftliches Engagement". Zugleich wolle man damit zum Ausdruck bringen, dass Jüdinnen und Juden ein geschätzter und unentbehrlicher Teil der deutschen Nation seien. Der in der Russland geborene Levit gibt weltweit Klavierkonzerte und ist Professor an der Musikhochschule Hannover. Er positionierte sich in der Vergangenheit immer wieder gegen Extremismus, für den Klimaschutz und zuletzt auch für Solidarität mit der Ukraine. Der Deutsche Nationalpreis ist mit 30.000 Euro dotiert.

BR24 Radio-Nachrichten 28.02.2024 12:45

Das Wetter in Bayern: Teils sonnig, teils trüb, örtlich Sprühregen

Das Wetter in Bayern: In Unterfranken und Teilen Oberfrankens oft sonnig. Sonst trüb mit örtlichem Sprühregen. 6 bis 11 Grad. Tiefstwerte der Nacht plus 3 bis minus 2 Grad. Morgen zunächst vielerorts bewölkt, später von Süden her zunehmend freundlich. Freitag meist grau in grau und vereinzelt Regen. Am Samstag dann teils trüb, teils freundlich und überwiegend trocken. Höchsttemperaturen zwischen 7 und 16 Grad. Nachts frostfrei.

BR24 Radio-Nachrichten 28.02.2024 14:45

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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