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Gesamtmetallchef Zander fordert Autokaufprämie für alle Autos

Berlin: Mit einem Milliardenpaket will die große Koalition die durch die Corona-Pandemie am Boden liegenden Wirtschaftszweige ankurbeln. Am Nachmittag treffen sich die Spitzen von Union und SPD im Kanzleramt, um darüber zu beraten. Unter anderem geht es um Altschulden von den Kommunen, auch über einen Familienbonus wird diskutiert. Uneinig sind sich Union und SPD in Sachen Autokaufprämie. Die SPD plädiert dafür, nur alternative Antriebe zu unterstützen. CDU und CSU wollen dagegen mehrheitlich auch für Diesel- und Benziner eine Kaufprämie einführen. Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, sagte im BR, die Branche brauche die Kaufprämie für alle Autos. Die Zahl der Elektroautos sei zu gering, um etwas zu erreichen. Viele Betriebe seien abhängig von den Autoherstellern, so Zander, und nun sei die Frage, wie man sie am schnellsten aus der Krise führe.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 11:00

IFO: 7,3 Millionen in Kurzarbeit - weniger als angemeldet

München: In Deutschland waren im Mai laut Berechnungen des Ifo-Instituts 7,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Ifo-Arbeitsmarktexperte Link sagte, die Zahl sei noch nie so hoch gewesen. In der Finanzkrise habe der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen gelegen. Zur Kurzarbeit angemeldet hatten die Unternehmen im März und April dieses Jahres 10,1 Millionen Beschäftigte - aber nur rund drei Viertel von ihnen wurden dann auch tatsächlich in Kurzarbeit geschickt.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 11:00

Trump droht mit Einsatz des Militärs gegen Demonstranten

Washington: US-Präsident Trump wird für seine neuesten Auftritte und Gewaltandrohungen heftig kritisiert. Trump hatte angekündigt, er werde gegen die Demonstrationen im Land das Militär einsetzen. Mehrere Gouverneur stellten sich gegen den Präsidenten und unterstützen die Demonstranten. Generalsstaatsanwältin James kündigte an, notfalls gegen Trump vor Gericht zu ziehen. Ex- US-Präsident Obama verurteilte die Gewalt. Er lobte die friedlichen Demonstranten, die Veränderungen anstrebten. In der vergangenen Nacht haben wieder tausende von Menschen in vielen US-Metropolen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit protestiert. Die meisten Aktionen verliefen ruhig, es gab aber auch wieder vereinzelt Plünderungen. In einem Vorort von Chicago kamen bei einer Polizeiaktion im Rahmen eine Demo wieder zwei Menschen zu Tode. Wer sie sind und wie sie genau gestorben ist, ist bisher nicht bekannt.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 12:00

Ufo kritisiert EU-Auflagen für Lufthansa-Rettung

Berlin: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo sieht das geplante Rettungspaket für die Lufthansa skeptisch. Ufo stört sich an einer Auflage der EU-Kommission, wonach die Airline in Frankfurt und München Start- und Landerechte abtreten muss. Ufo-Geschäftsführer Baublies sprach gegenüber den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" von einer "sehr zweischneidigen Geschichte". Die Gewerkschaft befürchtet, dass sich vor allem Billiganbieter die freiwerdenden Slots an den beiden Lufthansa-Drehkreuzen sichern werden. Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft hat die Auflagen für das Hilfspaket bereits akzeptiert. Die Aktionäre sollen in gut drei Wochen bei einer virtuellen Hauptversammlung zustimmen.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 09:00

Frankreich führt Corona-Warn-App ein

Paris: Frankreich lockert heute seine Corona-Auflagen weiter. Zum ersten Mal seit Monaten können Bürger im ganzen Land wieder reisen. Bisher waren in der Regel nur Fahrten in einem Radius von 100 Kilometern um den Wohnort erlaubt. Auch Restaurants und Bars dürfen wieder öffnen. Im Pariser Großraum sind seit heute außerdem Parks und öffentliche Gärten frei zugänglich. Begleitet werden die neuen Lockerungen in Frankreich mit einer Warn-App: Diese ist freiwillig und funktioniert über Bluetooth. Die Daten sollen zentral auf einem Server gespeichert werden. Frankreich gehört zu den am stärksten von Corona betroffenen Ländern Europas.

B5 aktuell-Nachrichten 02.06.2020 09:15

Bildungsgewerkschaft GEW warnt vor "Lehrerbashing"

Osnabrück: Die Bildungsgewerkschaft GEW hat davor gewarnt, Lehrer in der Corona-Krise pauschal zu kritisieren. Die Vorsitzende Tepe sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das Verhalten einzelner Kolleginnen und Kollegen, die angeblich zu wenig für die Kinder gemacht hätten, werde stellvertretend für alle herangezogen. Dieses - so wörtlich - "Lehrer-Bashing" sei nicht fair. Viele Lehrer seien in der Corona-Krise am Limit. Sie organisierten Präsenz- und Fernunterricht. Außerdem müssten sie nebenbei Hygienepläne, Kontrollen und versetzte Pausenzeiten umsetzen und versuchen, zu allen Schülerinnen und Schülern den Kontakt zu halten, sagte Tepe. Dazu kämen Technikprobleme und der Lehrkräftemangel.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 11:00

Krankenkassen beklagen hohe Kosten durch Corona-Massentests

Berlin: Die geplanten Corona-Massentests könnten die Krankenkassen in diesem Jahr offenbar bis zu 7,6 Milliarden Euro kosten. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich auf eine Stellungnahme des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen. Für die Versicherten könnte das eine Beitragserhöhung um 0,8 Punkte nötig machen, heißt es. Die Kassen verlangen, dass die vollständigen Kosten durch den Bund übernommen werden und die Labore eine niedrigere Vergütung erhalten. Die von Gesundheitsminister Spahn festgelegten 52 Euro 50 Euro pro Test halten die Kassen für zu hoch. Nach den Plänen von Spahn soll künftig in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen systematisch auf Corona getestet werden. Bezahlen sollen das die Krankenkassen.

B5 aktuell-Nachrichten 02.06.2020 09:45

Brand einer Halle im Allgäu verursacht Millionenschaden

Günzach: Beim Brand einer landwirtschaftlichen Lagerhalle im Landkreis Ostallgäu ist in der Nacht ein Schaden von etwa 1,2 Millionen Euro entstanden. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist bisher unbekannt. Laut Polizei gibt es aber erste Hinweise auf einen technischen Defekt. Durch die Löscharbeiten wurde das angrenzende Wohnhaus stark beschädigt. 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz. In der Halle in Günzach wurden Strohballen und landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte aufbewahrt.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 09:00

Das Wetter: Viel Sonne, Höchstwerte 21 bis 27 Grad

Das Wetter in Bayern: Viel Sonne, tagsüber lebhafte Windböen. Höchstwerte bis 27 Grad. In der Nacht klar oder leicht bewölkt bei Werten um 10 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen freundlich bei maximal 27 Grad. Im Bergland ab dem Nachmittag leichte Gewitterneigung. Ab Donnerstag unbeständig mit Regen und einzelnen Gewittern. Am Freitag nur noch maximal 16 Grad.

BAYERN 2-Nachrichten 02.06.2020 10:00

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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