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Amtsgericht Aichach Haft für "Reichsbürger"

Das Amtsgericht Aichach hat einen so genannten Reichsbürger wegen Bedrohung, Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt. Von Barbara Leinfelder

Stand: 31.01.2018

Justitia Symbolbild | Bild: picture-alliance/dpa/David Ebener

Das Gericht unter dem Vorsitz vor Richter Walter Hell sah es als erwiesen an, dass der 51-Jährige Staatsbeamte als Nazis betitelt und mit dem Tod bedroht und bei seiner Verhaftung in Donauwörth sich in seiner Wohnung verschanzt und massiv widersetzt hat.

Was war geschehen?

Donauwörth im November vergangenen Jahres: Die Polizei rückt mit sechs Streifenbeamten an und klingelt an der Haustüre des Mannes. Der wurde wegen verschiedener Vorfälle von den Behörden als "gefährlich" eingestuft. Die Behörden vermuten in ihm einen so genannten "Reichsbürger".

Massive Gegenwehr

Bei der Festnahme setzte sich der 51-Jährige dann massiv zur Wehr. Der Mann drohte zudem, dass er die Beamten "umgelegt" hätte, wenn er nur eine Waffe gehabt hätte. Festgenommen werden sollte er, weil er zu einem Gerichtstermin einfach nicht erschienen war.

Mit "Hinrichtung" gedroht

Zuvor hatte er laut Anklage von seinem damaligen Wohnort Mering aus Mitarbeitern der Generalstaatsanwaltschaft München mit der "Hinrichtung" gedroht und Mitarbeiter der Führerscheinstelle des Landratsamts in Aichach als "kriminelle Nazis" beschimpft. Der Mann war deshalb wegen Bedrohung, Beleidung und wegen Widerstands gegen Polizeibeamte angeklagt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Mann muss dennoch in U-Haft bleiben.


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