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22:15 US-Börsen wartet auf US-Notenbank

Im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank haben sich die Investoren an der Wall Street zurückgehalten. Mitten in der Corona-Pandemie kommen die Notenbanker zusammen und beraten über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Es wird nicht damit gerechnet, dass der Leitzins geändert wird oder es größere Entscheidungen der Notenbank in Bezug auf bestehende Hilfsprogramme zum Ankauf von Wertpapieren gibt. Aber die Anleger warten eben bei solchen Treffen immer mit großer Spannung auf konjunkturelle Einschätzungen der Notenbanker. Der Dow Jones schloss am Abend leicht im Minus, der Nasdaq Index leicht im Plus. Der Deutsche Aktienindex kam nach dem schwachen Wochenauftakt gar um 1,7 Prozent voran. Für weiteren Gesprächsstoff sorgen wird hier voraussichtlich Siemens Healthineers. Die Gesundheitssparte von Siemens hat mit ihren Quartalsergebnissen die Markterwartungen deutlich übertroffen und die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Euro steht bei 1,21 67 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

21:15 Siemens Healthineers mit Gewinnsprung

Das Geschäft mit Corona-Tests hat die Medizintechnik-Tochter von Siemens beflügelt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von Siemens Healthineers stieg im abgelaufenen Quartal um mehr als 50 Prozent auf 738 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Abend in Erlangen mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro, die Ergebnisse liegen über den Schätzungen von Analysten. Im Vorfeld der Veröffentlichung legten die Aktien von Siemens Healthineers 1,9 Prozent zu und gehörten damit schon zu den größeren Gewinnern im MDAX, der um 0,5 Prozent vorankam. Der DAX konnte nach seinem schwachen Wochenauftakt wieder deutlich Boden gutmachen, er zog um 1,7 Prozent an und stieg auf 13.870. An der Wall Street halten sich Investoren am Tag vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank dagegen mit Engagements weitgehend zurück. Dow Jones und Nasdaq Index tendieren gut behauptet. Der Euro steht bei 1,21 63 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

20:15 US-Verbraucher wieder etwas zuversichticher

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich zu Jahresbeginn aufgehellt. Das Barometer für die Konsumlaune stieg im von 87,1 Punkte im Vormonat auf jetzt 89,3 Zähler, wie das Forschungsinstitut Conference Board nach seiner Umfrage mitteilte. Trotz des Anstiegs tendiert das Barometer damit immer noch weit unter dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Zum Vergleich: Im Februar 2020 notierte das Barometer bei 132,6 Punkte. Und so hält sich auch die Begeisterung an den Börsen in Grenzen. Dow Jones und Nasdaq Index können sich immerhin gut behaupten. Die Anleger warten Marktteilnehmern zufolge auf die US-Notenbank. Die Notenbanker werden morgen voraussichtlich mitteilen, dass sie an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten. An den deutschen Börsen kann der DAX nach dem schwachen Wochenauftakt wieder Boden gutmachen, er steigt um 1,7 Prozent. Der Euro steht bei 1,21 63 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

19:15 Symrise verfehlt Umsatzziel

Der Hacker-Angriff im Dezember bei Symrise hat den Hersteller von Aromen- und Duftstoffen ausgebremst. Zeitweise sei es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Geschäftsablauf gekommen, weshalb das Umsatzziel für das vergangene Jahr verfehlt worden sei, teilte das Unternehmen am Abend nach Börsenschluss mit. Ohne den Hackerangriff wären die Ziele erreicht worden, hieß es weiter. Inzwischen seien die Auswirkungen des Angriffs weitestgehend behoben und die Produktionsabläufe wieder hergestellt. Das Management bekräftigte sein Gewinnziel für das vergangene Jahr. Im Vorfeld dieser Nachricht kamen die Anteile von Symrise um 0,6 Prozent voran. Insgesamt haben die Kursbarometer nach den jüngsten Rücksetzern wieder Boden gutmachen können. Der DAX stieg um 1,6 Prozent. An den New Yorker Börsen treten dagegen Dow Jones und Nasdaq Index auf der Stelle. Womöglich warten hier die Anleger auf die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank, die morgen veröffentlicht werden. Der Euro steht bei 1,21 59 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

18:15 Erholung an den deutschen Börsen

Nach dem schwachen Wochenstart haben die Kurse heute wieder Boden gutmachen können. Der DAX schloss bei 13.870, das war ein Plus von 1,6 Prozent. Die Nachrichtenlage gebe die Erholung eigentlich nicht her, meinte ein Marktteilnehmer. Denn die Sorgen anlässlich der Corona-Pandemie sind geblieben. Zuversichtliche Käufer nutzen offenbar Kurskorrekturen aus, um einzusteigen. Der Optimismus scheine grenzenlos, der Glaube an eine Fortsetzung der Rally lasse immer mehr Anleger auf den fahrenden Zug aufspringen, heißt es bei CMC Markets. Zudem gibt es kaum Alternativen. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen steht bei Minus 0,53 Prozent. Womöglich sorgt auch für Unterstützung, dass sich in den USA die Wall Street gut behaupten kann und der US-Technologie-Index Nasdaq den vierten Handelstag in Folge ein Rekordhoch markiert. Bei den DAX-Werten mit ganz oben standen die Aktien von Linde, die um 3,5 Prozent anzogen. Die Investoren freuten sich über eine Anhebung der Dividenden und eines geplanten weiteren großen Aktienrückkaufs. An den Devisenmärkten kostet ein Euro 1,21 59 Dollar.  

17:15 Dow Jones dreht ins Minus

In den USA hat sich die Stimmung unter den Konsumenten zum Jahresbeginn offenbar aufgehellt. Wie das Institut Conference Board heute zu seiner Umfrage mitteilte, stieg der entsprechende Index von 87,1 Punkten im Dezember auf 89,3 im Januar. Während der Corona-Pandemie sind die Menschen wohl nicht mehr so bereit, Geld auszugeben. Dabei dürften auch Sorgen um den Arbeitsplatz eine Rolle spielen, die während der Pandemie bei vielen größer werden. Im Februar 2020 notierte der Index bei 132,6 Punkten. Die Menschen waren demzufolge eher bereit, Geld auszugeben. Die US-Notenbank Fed plant, morgen über den Leitzins in den USA zu entscheiden. An den Aktienmärkten wird wohl damit gerechnet, dass die Zentralbank erstmal noch bei ihrer Politik des extrem lockeren Geldes bleibt. Von billigem Notenbankengeld profitieren üblicherweise auch die Aktienmärkte. Der Dow Jones dreht 0,1 Prozent ins Minus. Der DAX legt um 1,8 Prozent zu auf nahezu 13.885 Punkte. Und der Euro ist 1,21 63 Dollar wert.

16:15 Johnson&Johnson: bald Details zu Corona-Impfstoff-Kandidaten

Die Anleger haben recht unterschiedliche Unternehmensmeldungen zu verarbeiten. So hat American Express nach eigenen Angaben im vierten Quartal 15 Prozent weniger Gewinn gemacht. Beim US-Pharmakonzern Johnson&Johnson stiegen im vierten Quartal nach Unternehmensangaben die Erlöse um mehr als 8 Prozent auf rund 22einhalb Milliarden Dollar. Der Vorstand kündigte an, bald Einzelheiten über seinen COVID-Impfstoff-Kandidaten zu veröffentlichen. In New York steigt der Dow Jones um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Index notiert zeitweise leicht im Minus. Am deutschen Aktienmarkt steigt der DAX um 1,8 Prozent auf 13.892 Punkte. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, meint, die 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt könnten ihre Beschäftigten selbst impfen. In einer virtuellen Diskussionsrunde des Weltwirtschaftsforums Davos sagte er, dass die Post aktuell aber keine Impfstoffe für ihre mehr als 500.000 Beschäftigten kaufen wolle. Sie wolle dies den Regierungen überlassen. Und der Euro bewegt sich so langsam auf den Wert von 1,22 Dollar zu.

15:15 Blackrock verlangt von Firmen mehr Einsatz für den Klimaschutz

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock verpflichtet sich, Kunden zu helfen, ihre Portfolios auf eine klimaneutrale Welt vorzubereiten. In seinem jährlichen Brief an die Konzerne, an denen seine Gesellschaft beteiligt ist, schreibt Blackrock-Chef Larry Fink wörtlich: "Wir rufen Unternehmen dazu auf, einen Plan vorzulegen, aus dem hervorgeht, wie sie ihr Geschäftsmodell an eine klimaneutrale Wirtschaft anpassen wollen." Zudem müssten die Konzernchefs darlegen, wie sie diesen Plan langfristig in ihre Strategie einbauten und wie die Aufsichtsräte die Einhaltung überprüften. Kurz vor Handelsbeginn an der Wall Street steigen die Aktien des Videospiele-Händlers Gamestop um 17 Prozent. Gestern waren sie zeitweise um rund 150 Prozent nach oben gesprungen. Über die vergangenen zwei Wochen hinweg summiert sich das Kursplus auf rund 350 Prozent. An der Börse heiß es, dass Investoren in großem Stil Wetten auf den Verfall der Papiere auflösten. Der DAX steigt um fast 2 Prozent. Und der Euro ist 1,21 62 Dollar wert.

14:15 Osram rechnet mit mehr Wachstum als bisher

Osram hat seine Jahresprognose erhöht. Bei den Erlösen werde nun für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum zwischen 10 und 14 Prozent erwartet - statt bislang maximal 10 Prozent. Das teilte der Münchner Lichttechnik-Konzern heute mit. Er begründete das unter anderem mit einer schnelleren Erholung seiner Absatzmärkte und mit dem Sparen. Osram ist ja inzwischen eine Tochter der österreichischen Firma AMS. Deren Papiere gewinnen an der Börse in der Schweiz mehr als 7 Prozent. Die neue Prognose steht Osram zufolge unter der Annahme, dass es zu keinen weiteren Covid-19-Lockdowns oder signifikanten Störungen in der Lieferkette komme. Die im MDAX gelisteten Aktien von Osram steigen um rund 1 Prozent. Mit zu den größten Gewinnern unter den sogenannten Nebenwerten gehören die Papiere von Evotec, Thyssenkrupp und Hugo Boss mit bis zu plus 6,6 Prozent. MDAX und TecDAX steigen um bis zu gut 1 Prozent. Der DAX gewinn rund 2 Prozent auf 13.913 Punkte. Und der Euro ist 1,21 43 Dollar wert.

13:15 Insider: Internetbank N26 als Finanzholding eingestuft

In Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal ist die Finanzaufsichtsbehörde BaFin immer wieder kritisiert worden. Bei der Internetbank N26 geht die BaFin Insidern zufolge anders vor. Die Bank werde künftig als Finanzholding eingestuft und damit vollständig von der Bonner Behörde beaufsichtigt. Das will die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Sache vertrauten Personen erfahren haben. Bislang hatte die BaFin bei N26 wie beim zusammengebrochenen Wirecard-Konzern nur die Kontrolle über die Banktochter und nicht über das ganze Unternehmen, das mittlerweile mit 3,6 Milliarden Dollar bewertet wird. Die BaFin lehnte laut Reuters einen Kommentar ab. N26 erklärte, sich in "engem und kooperativen Austausch" mit Regulierungs- und Aufsichtsbehörden zu befinden, diese Gespräche aber nicht weiter zu kommentieren. Praktisch macht die Einstufung als Finanzholding bisher kaum einen Unterschied, da N26 bislang vor allem in Europa aktiv ist und das komplette Europageschäft Insidern zufolge von der N26 Bank abgedeckt wird. Der DAX steigt um fast 2 Prozent auf rund 13.900 Punkte. Und der Euro ist 1,21 45 Dollar wert.

12:15 Sorge um mögliche Verzögerung beim US-Konjunkturpaket

An den Aktienmärkten heißt es, die Corona-Lage sei alles andere als ermutigend. Die Anleger sind offenbar darauf aus, dass Staaten und Notenbanken weiterhin die Wirtschaft und die Finanzmärkte mit Geld unterstützen werden. Von Händlern heißt es, die Investoren sorgten sich derzeit etwas wegen möglicher Verzögerungen beim geplanten US-Konjunkturpaket – sie hofften außerdem auf gute Geschäftszahlen der großen US-Technologiekonzerne. Vor diesem Hintergrund steigen die Kurse am deutschen Aktienmarkt. Der DAX gewinnt 1,5 Prozent auf 13.847 Punkte. MDAX und TecDAX legen um bis zu 0,7 Prozent zu. Auch die europäischen Börsen notieren im Plus. Und am Devisenmarkt ist der Euro 1,21 30 Dollar wert.

11:15 Astrazeneca-Aktie im Plus

Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte zurückgewiesen, wonach der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca bei älteren Menschen kaum wirksam sein soll. Entsprechende Darstellungen könnten nicht bestätigt werden, teilte das Ressort von Jens Spahn am Morgen mit. Auch das Unternehmen selbst hatte die Berichte vehement zurückgewiesen, wonach der Impfstoff bei Älteren nur eine Wirksamkeit von weniger als zehn Prozent aufweise. Das sei völlig falsch, so hieß es aus dem Unternehmen. Die nachlassenden Zweifel an der Wirksamkeit des Vakzins von Astrazeneca geben der Aktie der Pharmafirma Auftrieb. Sie gewinnt in London 1,2 Prozent und gehört zu den Gewinnern auch im europäischen Stoxx50-Index. Der verbucht zur Stunde ein Plus von 0,8 Prozent. Zu den Favoriten gehört auch das Papier der schweizer Großbank UBS mit plus 1,9 Prozent nach unerwartet guten Zahlen. Die UBS konnte im vergangenen Jahr den Gewinn um 54 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar steigern. Hierzulande gewinnt der DAX 1,4 Prozent auf 13.835 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 21 28.

10:15 Maschinenbau spürt Konjunkturerholung

Die Zahlen aus dem Maschinenbau schüren Konjunkturoptimismus. Der Branche, die auch als Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet wird, hat die konjunkturelle Belebung im vierten Quartal durch die Pandemie geholfen. Der Anteil der Firmen ohne Umsatzverluste in der Corona-Krise, sei seit Ende September von 13 auf 21 Prozent gestiegen, heißt es aus dem Branchenverband VDMA. Grundlage ist eine Blitzumfrage unter den 575 Mitgliedsunternehmen. Auch die Auftragslage habe sich verbessert. Zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer seien zudem mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Das stimme viele Firmen zuversichtlich. Etwa drei von vier Unternehmen rechneten 2021 mit einem Umsatzwachstum. Allerdings sei speziell im ersten Quartal mit Rückschlägen zu rechnen. Auch an den Aktienmärkten herrscht heute gute Stimmung. Nach den Verlusten gestern nutzen die Anleger die gesunkenen Kurse um günstig wieder in den Markt einzusteigen. Der DAX gewinnt 1,3 Prozent auf 13.816 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 21 30.

09:15 Linde erhöht Dividende und kauft Aktien zurück

Die Linde-Aktie ist gefragt bei den DAX-Anlegern. Sie gewinnt rund 10 Minuten nach Start des Xetra-Handels 2,6 Prozent und ist damit größter Gewinner im deutschen Leitindex. Der weltgrößte Industriegase-Konzern will seine Dividende für die Aktionäre erhöhen und hat ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Papiere im Volumen von bis zu fünf Milliarden Dollar sollen zurückgekauft werden. Die Quartalsdividende werde um zehn Prozent auf 1 Dollar 06 je Anteilsschein angehoben. Insgesamt ist die Stimmung freundlich. Nach den kräftigen Verlusten gestern ist der DAX mit kleinen Gewinnen in den Handelstag gestartet und hat die mittlerweile deutlich ausgeweitet. Er gewinnt 0,6 Prozent auf 13.717 Punkte. Am Ölmarkt fallen die Notierungen. Das Barrel Nordseeöl hat sich um rund ein halbes Prozent verbilligt auf 55 Dollar 60 im Moment. Marktbeobachter erklären den Rückgang mit den jüngsten Entwicklungen in der Pandemie. In China sind zuletzt die Neuinfektionen wieder gestiegen. Außerdem zeigen sich Anleger besorgt über den schleppenden Verlauf der Corona-Impfungen und den Lieferengpässen in führenden Industriestaaten. Der Euro steht bei 1 Dollar 21 24.

08:15 DAX leicht im Minus gesehen

Die Corona-Sorgen nehmen wieder zu an den Börsen rund um den Globus. Angesichts der Verzögerungen bei den Impfkampagnen in einigen Ländern und Lieferengpässen bei den Vakzinen könnte das Virus doch noch länger eine Rolle spielen als gedacht, so hört man von Händlern und Analysten. An den asiatischen Börsen wurden Gewinne mitgenommen. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von einem Prozent bei 28.546 Yen, in Shanghai geht es um 1 ½ Prozent nach unten und an der südkoreanischen Börse in Seoul um 2,1 Prozent. Auch an der Wall Street herrschte gestern Zurückhaltung. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent. All das dürfte auch am DAX nicht spurlos vorübergehen. Nach dem deutlichen Minus gestern wird er jetzt vorbörslich erneut leicht im Minus gesehen: rund 10 Punkte leichter bei 13.633 Punkten. Gute Geschäftszahlen europäischer Großkonzerne könnten die Kurse etwas unterstützen. Der schweizer Pharmariese Novartis und die größte schweizer Bank UBS haben im vergangenen Jahr ihre Gewinne deutlich steigern können. Der Euro steht bei 1 Dollar 21 25.

07:15 Janet Yellen ist US-Finanzministerin

US-Präsident Biden hat die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur Finanzministerin gemacht und der US-Senat hat sie gestern in diesem Amt bestätigt. Yellen war zwischen 2014 bis 2018 Chefin der US-Notenbank und schon da sehr darauf bedacht, der Konjunktur bloß keinen Schaden zuzufügen. Sie wiegelte bei Zinserhöhungen immer wieder ab. Im Blick hatte sie dabei die Wirtschaft des eigenen Landes, aber auch die konjunkturelle Lage der Schwellenländer und ob diese eine Zinserhöhung der USA verkraften würden. Daraus leiten die Märkte nun ihre Erwartungen an Yellen als Finanzministerin ab. Ihre Haltung werde konjunkturfreundlich sein, so die Überzeugung weiter Anlegerkreise. Damit liege sie auf einer Wellenlänge mit der US-Notenbank. Die entscheidet Morgen über den Leitzins und wird den wohl nicht verändern auch angesichts des von US-Präsident Biden angekündigten neuen Konjunkturpaket. An der Wall Street hatte der Dow Jones gestern 0,1 Prozent verloren, der Nikkei-Index in Tokio schloss vor wenigen Minuten mit einem Minus von einem Prozent. Der Euro steht bei 1 Dollar 21 30.

06:15 CureVac plant Kapitalerhöhung

Der Tübinger Impfstoff-Entwickler will erstmals seit seinem Börsengang im August die Aktionäre um frisches Geld bitten. CureVac plant fünf Millionen neue Aktien zu verkaufen. Bei entsprechender Nachfrage sei eine Aufstockung um 15 Prozent möglich, teilte das Unternehmen gestern Abend mit. Setzt man den Schlusskurs von gestern an der US-Technologiebörse Nasdaq an, der bei 104 Dollar 50 lag, könnte CureVac damit bis zu 600 Millionen Dollar einnehmen. In der Regel werden neue Aktien aber mit einem Abschlag ausgegeben, um Investoren anzulocken. Auch CureVac arbeitet an einem Corona-Impfstoff, ist aber von einer Zulassung noch einige Monate entfernt. Für dessen Vermarktung hatte sich das Unternehmen kürzlich mit dem Pharma-Riesen Bayer verbündet. An den US-Börsen zeigte sich gestern ein gemischtes Bild. Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent leichter, der Nasdaq stieg um 0,7 Prozent. An den asiatischen Börsen geht es bergab. Der Nikkei in Tokio verliert ein Prozent, der Shanghai-Composite 1,2 Prozent. Der Euro steht bei 1 Dollar 21 30. Monika Stiehl, B5 Börse

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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