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12:15 Warnung vor Einbruch der Wirtschaft

Der Präsident des Kieler IfW-Instituts wählt klare Worte. Gabriel Felbermayr erwartet, dass der bevorstehende Teil-Lockdown zu deutlichen Einbußen für die deutsche Wirtschaft führt. Die Schäden werden aber kleiner ausfallen als im Frühjahr. Die Wirtschaft in der EU hat sich in den letzten Monaten erholen können. Doch neueste Daten belegen, der Aufschwung läuft langsam aus. Vor diesem Hintergrund darf man gespannt sein, wie sich die EZB zur aktuellen Lage äußert und ob sie weitere Maßnahmen ankündigt. Der DAX erholt sich von seinem gestrigen Einbruch. Er legt aber nur 10 auf 11 571 Punkte zu. Erneut ist der Kochboxenhersteller Delivery Hero der bisherige Tagessieger mit plus 3,7 Prozent. Mit Kursen um 100 Euro steht er knapp unter neuen Rekorden. Ansonsten erholen sich die meisten Werte von den jüngsten Verlusten, zum Beispiel VW und Adidas mit bis zu 2,3 Prozent. Der Euro kostet 1 17 10 Dollar.

11:15 Nemetschek-Aktie schießt nach oben

Der Spezialist für Bau- und Planungs-Software Nemetschek, steht am Ende des Jahres voraussichtlich besser da als vor der Coronakrise. Der Umsatz werde in diesem Jahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen, teilte das Unternehmen mit. Bisher hatte Nemetschek allenfalls mit einem leichten Zuwachs gerechnet. Die Umsatzrendite werde trotz des unsicheren Umfeldes mit 28 bis 29 Prozent an das Vorjahresniveau heranreichen. Das ist mehr als erwartet. Und das finden die Anleger gut. Die Aktie, die sowohl im M- als auch im TecDAX notiert, ist um 11 ½ Prozent nach oben geschossen und damit Favorit in beiden Börsensegmenten. Insgesamt können sich die Indizes von den zuletzt kräftigen Einbrüchen etwas erholen. der Dax gewinnt 0,6 Prozent auf 11.631 Punkte, der MDAX 0,7 Prozent und der TecDAX ein Prozent. Das Geschäftsklima in der Euro-Zone ist im Oktober überraschend mit 90,9 Punkten etwas höher als von Experten geschätzt. Der Euro zeigt sich aber nur wenig verändert mit 1 Dollar 17 25.

10:15 Fresenius und VW nach Zahlen gefragt

Auch heute haben die Börsianer eine Flut von Quartalszahlen zu verdauen. Der DAX-Konzern Volkswagen hat im dritten Quartal wieder Gewinn gemacht und auch beim Gesundheitskonzern Fresenius geht es aufwärts. Das beschert den Aktien Kursgewinne. Die von Fresenius und der Dialyse-Tochter FMC steigen um jeweils 2,1 Prozent. Die VW-Aktie gewinnt 1,6 Prozent. Dank des robusten Geschäfts in China und der Erholung der Pkw-Nachfrage hat der Wolfsburger Autobauer im dritten Quartal ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Fresenius, Deutschlands größter Klinikbetreiber, profitiert davon, dass viele aufgeschobene Operationen aus dem Frühjahr jetzt nachgeholt werden. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um fünf Prozent, der Konzerngewinn lag mit 427 Millionen Euro zwar um vier Prozent unter dem Vorjahr, Analysten hatten jedoch einen stärkeren Rückgang befürchtet. Die Dialysetochter FMC steigerte den Betriebsgewinn um sechs Prozent auf 632 Millionen Euro. Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 11.646 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 17 36.

09:15 Freundlicher Handelsauftakt an den deutschen Aktienmärkten

Nach den Einbrüchen der vergangenen Tage greifen die Anleger vorsichtig wieder zu. Das beschert dem DAX rund 10 Minuten nach Börsenbeginn ein Plus von 0,5 Prozent auf 11.618 Punkte. Etwas Unterstützung gibt die Hoffnung auf mögliche weitere Geldspritzen durch die Europäische Zentralbank vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Corona-Lage und den bevorstehenden Lockdowns in europäischen Ländern, auch in Deutschland. Heute tagen die Notenbanker in Frankfurt und viele Marktexperten gehen davon aus, dass eine geldpolitische Lockerung im Dezember angedeutet werden könnte. Der Autoriese Volkswagen hat seinen Quartalsbericht vorgelegt und im dritten Vierteljahr wieder schwarze Zahlen geschrieben, vor allem auch dank der anziehenden Nachfrage im wichtigen chinesischen Markt. Die Volkswagen-Aktie verbucht ein Plus von 1,1 Prozent. Größter DAX-Gewinner aber ist das Papier von Delivery Hero nach den guten Zahlen gestern mit plus 3,1 Prozent. Der Euro steht bei 1 Dollar 17 30.

08:15 VW wieder auf Erfolgsspur

Volkswagen hat es nach dem Einbruch im Frühjahr wegen der Coronakrise zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. Dank des robusten Geschäfts in China und der Erholung der Pkw-Nachfrage hat der Wolfsburger Autobauer im dritten Quartal ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr hatten in diesem Zeitraum allerdings 1,6 Milliarden Euro mehr zu Buche gestanden. Der Umsatz schrumpfte um 3,4 Prozent auf 59,4 Milliarden Euro. Damit hat Volkswagen das Krisen-Frühjahr mit weitgehend stillstehender Produktion offenbar verdaut. Den Ausblick für das laufende Jahr hat VW bestätigt. Demnach werden bei Auslieferungen und Umsatz Werte deutlich unter dem Vorjahr erwartet. Auch beim Betriebsgewinn geht Volkswagen von einem deutlich rückläufigen, aber insgesamt positiven Ergebnis aus. Die Anleger sind damit offenbar zufrieden. Die Aktien von Volkswagen notieren im vorbörslichen Handel über 2 ½ Prozent im Plus. Der DAX wird vorbörslich ganz leicht im Plus gesehen bei 11. 570 Punkten. Der Euro steht bei 1 Dollar 17 43.

07:15 EZB-Zinssitzung im Fokus an den Börsen

Mitten in der zweiten Corona-Welle im Euro-Raum berät die Europäische Zentralbank heute über den geldpolitischen Kurs. Die meisten Experten erwarten, dass die Währungshüter um EZB-Chefin Lagarde zwar noch die Füße stillhalten werden. Doch die steigenden Infektionszahlen in Europa und die verschärften Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Spanien, Frankreich und nun auch bald wieder in Deutschland lasten auf der Wirtschaft. Und möglicherweise könnte die EZB deshalb weitere geldpolitische Maßnahmen für notwendig halten, um die Konjunktur zu stützen. Da erhoffen sich die Börsianer Hinweise nach der Zinssitzung heute. Die sich wieder zuspitzende Corona-Krise sorgt an den Finanzmärkten zunehmend für Nervosität. An der Wall Street hatte der Dow Jones Index gestern 3,4 Prozent verloren. In Tokio sind die Anleger dem negativen Trend gefolgt. Der Nikkei-Index schloss vor wenigen Minuten mit einem Minus von 0,4 Prozent. Zuvor hatte die Bank von Japan beschlossen, wegen den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise an ihrem lockeren geldpolitischen Kurs festzuhalten. Der Euro steht bei 1 Dollar 17 50.

06:15 BoJ hält an lockerer Geldpolitik in Japan fest

Japans Wirtschaft wird wegen der Corona-Pandemie stärker schrumpfen als erwartet, so die Einschätzung der japanischen Zentralbank. Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt im noch bis zum 31. März laufenden Fiskaljahr um 5,5 Prozent sinken. Zuvor hatten die Prognosen bei minus 4,7 Prozent gelegen. Angesichts der ernsten wirtschaftlichen Situation hält die Bank von Japan, BoJ, an ihrer extrem gelockerten Geldpolitik fest. Japanische Geschäftsbanken können sich damit weiter fast kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Denn Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte im Zuge der Corona-Krise einen Rekordeinbruch erlitten. Zwar rappelt sie sich langsam wieder auf. Experten rechnen jedoch damit, dass es noch Jahre dauert, bis sie sich vollständig erholen wird. An der Börse in Tokio verliert der Nikkei-Index zur Stunde 0,3 Prozent. An der Wall Street war der Dow Jones gestern um 3,4 Prozent abgestürzt. Der Euro steht bei 1 Dollar 17 52. Monika Stiehl, B5 Börse.

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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