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20:15 Allianz mit Gewinnsprung

Geringere Schäden und gute Geschäfte in allen Bereichen haben dem Versicherer Allianz einen überraschend kräftigen Gewinnsprung beschert. Das operative Ergebnis legte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent zu auf gut 3,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Morgen in München mitteilte. Analysten hatten deutlich geringere Steigerungen erwartet. Vorstandschef Oliver Bäte zeigte sich zuversichtlich, im laufenden Jahr wie geplant ein operatives Ergebnis zwischen 11 und 13 Milliarden Euro zu erreichen. Das kam an der Börse gut an. Die Allianz-Aktie verteuerte sich um 1,2 Prozent. Quartalszahlen kamen heute auch von Bayer und der Telekom. In beiden Fällen reagierten die Investoren positiv. Die Telekom-Aktie legte um 2,2 Prozent zu. Und Bayer-Papiere verteuerten sich sogar um mehr als 7 Prozent. Insgesamt lag der DAX 0,2 Prozent im Plus bei 15.150 Punkten. Die US-Börsen geben dagegen nach. Der Dow Jones fällt um 1,4 Prozent zurück. Und der Euro notiert bei 1 Dollar 20 75. Stephan Lina, B 5 Börse.

18:15 DAX mit kleinem Plus

Zur Wochenmitte haben die deutschen Börsen ihren jüngsten Kursrutsch gestoppt. Der DAX schloss knapp im Plus bei 15.150 Punkten. Im Mittelpunkt standen erneut Quartalszahlen von DAX und MDAX-Konzernen. Für eine dicke Überraschung sorgte dabei die Commerzbank. Während Analysten einen weiteren Verlust erwartet hatten, schafften die Frankfurter die Rückkehr in die Gewinnzone. Das sorgte am Aktienmarkt für eine fast schon euphorische Reaktion. Die im MDAX notierte Commerzbank-Aktie verteuerte sich um mehr als 8 Prozent. Bei den Standardwerten im DAX setzten sich die Aktien von Bayer mit Kursgewinnen von mehr als 7 Prozent an die Spitze der Gewinnerliste. Der Chemie- und Pharmakonzern übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Prognosen des Finanzmarktes deutlich. Auf der anderen Seite fielen Delivery Hero um 6 Prozent. Die US-Börsen geben nach unerwartet hohen Inflationsdaten nach. Der Dow Jones fällt um 1,3 Prozent. Der Euro notiert bei 1 Dollar 20 70. Stephan Lina, B 5 Börse.

17:15 TUI hofft auf starken Sommer

Verreisen wird leichter. Die Regierung hat heute die neue Einreiseverordnung gebilligt. Gegen Corona Geimpfte und von der Krankheit Genesene brauchen in vielen Fällen keinen Test mehr, um zurück nach Deutschland zu kommen. Und sie müssen meist auch nicht mehr in Quarantäne. Die Reisebranche freut sich darüber. Der größte Reiseveranstalter TUI geht jetzt davon aus, dass viele Menschen in den kommenden Monaten ihren Urlaub antreten werden. Die Buchungen würden bereits mehr werden, sagt der Konzern. Und die Leute geben demnach gut 20 Prozent mehr Geld aus. Sie gönnen sich mehr Luxus. TUI hofft auf einen Neuanfang. Denn der Veranstalter ist von der Corona-Krise – wie alle Touristikfirmen – hart getroffen. Der Staat ist ihm zu Hilfe geeilt mit einer Milliardensumme. Und bislang verbrennt TUI nur Geld: 1,5 Milliarden Euro Verlust meldet der Konzern von Oktober bis März. Die Aktien geben 1 Prozent nach. Der DAX hält sich weiter wacker in der Gewinnzone: Er kommt knapp ein halbes Prozent voran auf 15.181 Punkte. In New York geht es abwärts: der Dow Jones verliert 1 Prozent, der Nasdaq sogar 2 Prozent.

16:15 BMW will CO2 sparen

BMW-Chef Oliver Zipse will den CO2-Ausstoß seines Unternehmens deutlich verringern. Bis 2030 wolle man im Vergleich zu den Werten des Jahres 2019 mehr als 200 Millionen Tonnen einsparen. Von Aktionärsvertretern hat er allerdings zu hören bekommen, dass BMW zu langsam auf Elektromobilität umsteige. Die Aktionäre von BMW können aber insgesamt zufrieden sein. Der Kurs hat sich seit dem Absturz in den Corona-Turbulenzen vor einem Jahr mehr als verdoppelt. Die Dividende kann sich ebenfalls sehen lassen: gemessen am aktuellen Aktienkurs beträgt die Rendite mehr als 2 Prozent. Aktuell hält sich der Kurs minimal im Plus. Insgesamt können sich die Aktienindizes nach den gestrigen Verlusten stabilisieren. Der DAX kommt ein halbes Prozent voran auf 15.189 Punkte. An den Aktienmärkten in New York ist die Stimmung getrübt. Der Dow Jones gibt mehr als ein halbes Prozent nach. Der Nasdaq büßt 1,5 Prozent ein. Der Euro pendelt um 1,2080 Dollar.

15:15 US-Inflationsrate zieht deutlich an

Die Sorge, dass die Zinsen in den USA wieder klettern, hat neue Nahrung bekommen. Denn die Preise in den USA sind noch deutlich stärker gestiegen als allgemein erwartet worden war: 4,2 Prozent beträgt die Inflationsrate auf Jahressicht. Die Analysten hatten mit 3,6 Prozent gerechnet. Jetzt ist die große Frage: Wie wird sich die US-Notenbank verhalten? Sie hat ja bislang davon gesprochen, dass die Verbraucherpreise nur zeitweise stärker steigen werden und sie deshalb auch an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten will. Aber natürlich möchte eine Zentralbank grundsätzlich die Inflation im Zaum halten. Nur so ist ein planbares Wirtschaften wirklich möglich. Zuletzt sind an den Börsen Befürchtungen aufgeflammt, dass die Notenbank nun doch die Zinsschrauben anziehen wird. Und diese Befürchtungen werden nun genährt. An den Aktienmärkten in New York sagen Berechnungen für den Handelsstart in einer Viertelstunde deutliche Verluste voraus. Auch der Deutsche Aktienindex ist kurz nach Bekanntwerden der Inflationsrate ins Minus gerutscht. Mittlerweile hat er sich aber wieder 0,3 Prozent ins Plus vorgearbeitet auf 15.165 Punkte. Der Euro ist nach einem kleinen Schwächeanfall jetzt wieder bei 1,2140 Dollar.

14:15 Autozulieferer Schaeffler stellt sich auf anziehende Geschäfte ein

Der Industrie- und Autozulieferer Schaeffler blickt zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Denn die Aussichten für den weltweiten Automarkt haben sich verbessert. Und so rechnet der fränkische Konzern nun mit mehr Umsatz und Gewinn. Schaeffler steckt nach wie vor in einem drastischen Konzernumbau. Zu dem gehört auch, dass 4.400 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen – und das fast ausschließlich in Deutschland. Einzelne Standorte sollen verkauft, verlagert oder sogar geschlossen werden. Da sei man in den letzten Zügen, die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern abzuschließen, heißt es in Herzogenaurach. Die Aktien von Schaeffler halten sich ganz leicht im Plus. Insgesamt können sich die Aktienkurse nach den gestrigen Verlusten stabilisieren. Der DAX kommt knapp ein halbes Prozent voran auf 15.187 Punkte. MDAX und TecDAX verbessern sich jeweils um 0,2 Prozent. Der Euro steht bei 1,2120 Dollar.

13:15 Allianz legt zum Jahresstart überraschend stark zu

Die Allianz kann aufatmen. Zuletzt sind große Schäden ausgeblieben. An den Kapitalmärkten sind die Kurse nach oben geklettert. Und so hat der Münchner Versicherungskonzern im zurückliegenden Quartal den Gewinn deutlich steigern können. 3,3 Milliarden Euro hat die Allianz operativ verdient - 45 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Corona-Pandemie war Europas größten Versicherer teuer zu stehen gekommen, weil er für ausgefallene Veranstaltungen und geschlossene Betriebe zahlen musste. Mittlerweile seien die Corona-Schäden aber "vernachlässigbar", heißt es in der Zentrale. So profitiert die Allianz davon, dass die Menschen aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht mehr so viel unterwegs sind. Denn das bedeutet auch weniger Autounfälle. Der Konzern zeigt sich zuversichtlich, die Prognosen für das Gesamtjahr nun zu erreichen. Die Aktien der Allianz kommen aber kaum vom Fleck. Insgesamt überwiegen leicht die Pluszeichen an den deutschen Aktienmärkten. DAX, MDAX und TecDAX kommen jeweils 0,2 Prozent voran.

12:15 Erfreuliche Quartalsbilanzen - DAX stablisiert sich

Die Geschäfte vieler Konzerne laufen besser als erwartet. Das zeigen auch heute vorgelegte Quartalsbilanzen. Dennoch halten sich die Anleger weitgehend zurück. Sie warten auf neue Inflationsdaten aus den USA. Zuletzt sind die Sorgen größer geworden, dass die Preise weit stärker steigen als bislang gedacht und deshalb die Notenbanken gezwungen sein könnten, doch früher an der Zinsschraube zu drehen, um einer starken Inflation entgegenzuwirken. In Deutschland sind die Verbraucherpreise im April im Jahresvergleich um 2 Prozent gestiegen. Das ist in etwa der Wert, den die Europäische Zentralbank grundsätzlich anstrebt. In den USA könnte die Inflation sogar deutlich über 3 Prozent liegen, erwarten Analysten. Die Zahlen werden in gut zwei Stunden veröffentlicht. Der DAX kann sich nach den starken Verlusten gestern heute stabilisieren: er klettert um 0,3 Prozent auf 15.162 Punkte. Die DAX-Konzerne Allianz, Telekom, Bayer und Merck haben teils überraschend gute Quartalsbilanzen präsentiert. Insbesondere die Aktien der Telekom und von Bayer sind gesucht mit Aufschlägen von knapp 3 bzw. 4,5 Prozent. Der Euro hält sich bei 1,2130 Dollar.

11:15 Fränkischer Autozulieferer Schaffler hoffnungsvoll

Der fränkische Industrie- und Autozulieferer Schaeffler wird zuversichtlicher. Das Geschäftsumfeld verbessere sich, nicht nur in China, sondern auch in anderen wichtigen Regionen, heißt es. Mit den besseren Aussichten hat Schaeffler seine Prognose angehoben. Wobei Experten zufolge die höhere Prognose am Markt erwartet worden ist. Aktien von Schaeffler springen zwischen Plus und Minus hin und her. Chipmangel übrigens beeinträchtigt die Geschäfte von Schaeffler indirekt. Man sei weniger betroffen als andere, aber müsse beobachten, wie viel Produktion wegfällt. Da hören vielleicht auch Aktionäre bei der heutigen Hauptversammlung des Autobauers BMW hin. Während da zu hören ist BMW wolle verstärkt Recyclingmaterial einsetzen und sich so gegen zunehmenden Rohstoffmangel rüsten. Die Situation auf den weltweiten Rohstoffmärkten sei sehr angespannt und werde es bleiben, so die Einschätzung. Aktien von BMW verbilligen sich um 0,5 Prozent. Hingegen notiert der Dax kaum verändert bei 15141 Punkten. Jan Plate, B5 Börse.

10:15 Bayerischer Autovermieter Sixt zuversichtlich

Beim bayerischen Autovermieter Sixt haben die Geschäfte im März und April angezogen und das läßt Sixt optimistisch in den Sommer gehen. Die Münchner sind hoffnungsvoll für das wichtige zweite und dritte Quartal. Das Management hofft darauf das die Corona-Maßnahmen gelockert werden, denn es zeige sich, dass, sobald Covid-19-Restriktionen gelockert werden, die Menschen einen ungebremsten Drang haben, individuell mobil zu sein und zu reisen. Davon sollte Sixt dann «in hohem Maße» profitieren, heißt es. Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr gibt Sixt allerdings weiterhin nicht. Für eine Entwarnung sei es noch zu früh. Anteilsscheine von Sixt steigen um fast 1 Prozent. Auch der Dax schlägt sich recht wacker und kann sich etwas von den gestrigen Verlusten erholen. Der Dax steigt um ein viertel Prozent auf 15158 Punkte. Da stützen positive Geschäftszahlen der Deutschen Telekom, der Allianz, des Energieversorgers RWE oder vom Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer. Der Euro steht bei einem Dollar 21 31. Jan Plate, B5 Börse.

09:15 Gewinne der Telekom oder Allianz stützen den Dax

Die Inflation in Deutschland ist im April auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Das Statistische Bundesamt hat für April eine jährliche Teuerungsrate von 2 Prozent errechnet. Angetrieben wurde die Inflation vor allem von den Energiepreisen. Unter anderem hat da die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe durchgeschlagen. Ansonsten beschäftigen Anleger heute Geschäftszahlen von verschiedenen Dax Unternehmen. Neben der Allianz sieht es auch bei den Pharma- und Chemiekonzernen Merck und Bayer, bei der Deutschen Telekom oder dem Energieversorger RWE soweit ganz gut aus. Da wurden jeweils die Prognosen bestätigt oder leicht angehoben. Kursgewinne bei den Aktien der Allianz, von Bayer, Merck, der Deutschen Telekom oder RWE stützen den Dax. Der Dax notiert kaum verändert bei 15122 Punkten. In der zweiten Börsenliga, im MDax mit den mittelgroßen Unternehmen überrascht die teilverstaatlichte Commerzbank positiv, im ersten Quartal mit schwarzen Zahlen statt Verlusten. Commerzbank Aktien verteuern sich um mehr als 5,5 Prozent. Der Euro steht bei einem Dollar 21 32. Jan Plate, B5 Börse.

08:15 Geschäftszahlen zeigen Optimismus

Die bayerische Laborkette Synlab profitiert im Moment besonders von Corona Tests und hat letztens den Börsengang gewagt. Nun wurden Geschäftszahlen vorgelegt. Synlab hat im ersten Quartal dank der Corona-Pandemie fast doppelt so viel Umsatz erwirtschaftet wie vor Jahresfrist. Synlab zeigt sich sehr zuversichtlich die Umsatzmarke von drei Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2021 komfortabel übertreffen zu können. Optimistisch ist auch der bayerische Medienkonzern ProSiebenSat.1. Die Münchner haben nach einem besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöht. Positive Stimmung herrscht auch bei verschiedenen Daxkonzernen die heute Geschäftszahlen präsentiert haben. Da wären die Pharma- und Chemiekonzerne Merck und Bayer, die Deutsche Telekom oder der Energieversorger RWE. Dennoch dürfte der Dax wohl mit einem Minus von gut 0,5 Prozent starten. Anleger fürchten anziehende Inflation und möglicherweise höhere Zinsen der Notenbanken. Jan Plate, B5 Börse.

07:15 Deutsche Telekom und RWE Zahlen

In Deutschland und den USA werden heute Preis, Inflationsdaten veröffentlicht. Darauf werden Anleger sehr genau schauen. Anleger sind aktuell nervös, ob die Notenbanken wegen möglicherweise zu starker Inflation die Zinsen erhöhen. Das würde unter anderem Kredite teurer machen und Unternehmen belasten. In Japan büßt der Aktienindex Nikkei heute gut 2 Prozent ein. In den USA hat der Dow Jones gestern fast 1,5 Prozent verloren. Der Dax dürfte Händlern zufolge heute mit einem Minus von mehr als 0,5 Prozent starten. Zumal Anleger heute auch wieder viele Geschäftszahlen zu verarbeiten haben. Da wird spannend wie die Geschäfte so laufen und wie die Unternehmen die nächsten Monate einschätzen. Schon gemeldet hat sich die Deutsche Telekom. Die hebt den Ausblick für dieses Jahr etwas an. Der Energieversorger RWE bestätigt die Prognose für dieses Jahr. Außerdem finden heute verschiedene Hauptversammlungen statt, zum Beispiel bei den Daxkonzernen SAP oder BMW. Da wird interessant was Aktionäre so fragen und sie beschäftigt. Jan Plate, B5 Börse.

06:15 Was will Amazon Gründer Jeff Bezos?

Will er mit seiner Firma Blue Origin weiter das Weltall erobern? Oder will er ein bißchen Spielgeld für eine große Yacht? Wenn der Amazon Gründer Jeff Bezos und reichste Mensch der Welt bisher im Mai Aktien im Wert von fast 7 Milliarden Dollar verkauft hat stellen sich viele Fragen. Immerhin scheint Bezos mit dem milliardenschweren Verkauf von Amazon Aktien einen ganz guten Zeitpunkt erwischt zu haben bevor Technologieaktien nun stärker unter Druck geraten sind. So wie sich die Wirtschaft vom Corona Schock erholt sorgen sich Anleger die US Notenbank könnte Konjunkturhilfen zurückschrauben, die Zinsen erhöhen. In Asien sind Anleger heute zurückhaltend. Der amerikanische Aktienindex Dow Jones hat gestern fast 1,5 Prozent eingebüßt. Der Dax hatte gestern fast 2 Prozent nachgegeben. Der eigentlich für heute geplante Börsengang des bayerischen Online-Neuwagenhändlers MeinAuto wurde gestern überraschend abgesagt, wegen der derzeit ungünstigen Marktbedingungen für wachstumsstarke Unternehmen. Jan Plate, B5 Börse.

Quelle: BR-Nachrichtenredaktion

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