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B5 Börse Wall Street schließt uneinheitlich

Stand: 19.10.2018 22:28 Uhr

22:15 Wall Street schließt uneinheitlich

Die Brexitverhandlungen, die Schulden Italiens und deren Folgen, der Handelsstreit, das schwächere Wirtschaftswachstum in China, Zinsspekulationen und der Fall des verschwundenen saudiarabischen Journalisten Dschamal Chaschoggi, den nun auch die US-Notenbank Fed beobachtet wegen möglicher Auswirkungen auf den Ölmarkt durch Sanktionen. – Das alles sind einige der Ereignisse auf der Welt, die die Investoren umtreiben. Dass einige Quartalsbilanzen von US-Firmen recht stark ausgefallen sind, stand fast nicht mehr im Zentrum des Geschehens. Die Wall Street fand keine klare Richtung. Der Dow Jones schloss 0,3 Prozent im Plus bei 25.444 Punkten. Der Nasdaq-Index verlor 0,5 Prozent. An den internationalen Börsen schwanken die Kurse stark. Einige Fachleute meinen, dass wir uns daran vielleicht gewöhnen müssen, denn die Risiken für die Märkte bleiben. Am deutschen Aktienmarkt enttäuschte vor allem Daimler mit einer überraschenden Gewinnwarnung die Anleger. Die Aktien des Konzerns fielen um 2 Prozent. Lufthansa-Papiere büßten 6 Prozent ein, nachdem das Investmenthaus Mainfirst die Kaufempfehlung für Lufthansa gestrichen hat. Der DAX schloss 0,3 Prozent im Minus bei 11.554 Punkten. Über die Handelswoche hinweg schaffte der DAX ein Plus von 0,2 Prozent. Seit Jahresanfang verlor der Index rund 10 Prozent. Und der Euro ist 1,15 12 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

21:15 Fed beobachtet den Fall um den Journalisten Chaschoggi

Es könnte die Gefahr bestehen, dass die Schuldenprobleme Italiens größer werden, denn das Land hat nicht vor, sich beim Schuldenmachen einzuschränken. Das beunruhigt die Anleger an den internationalen Börsen und es ist nicht das einzige Ereignis auf der Welt, das für Nervosität sorgt. Die US-Notenbank Fed beobachtet die Entwicklung im Fall des verschwundenen saudiarabischen Journalisten Dschamal Chaschoggi und mögliche Auswirkungen auf den Ölmarkt durch Sanktionen. Es ist das erste Mal, dass sich ein US-Notenbanker zum Verschwinden von Chaschoggi äußert. Wenn sich ein Notenbanker damit beschäftigt, könnte die Sache und deren Entwicklung möglicherweise die Finanzmärkte beeinflussen. Der Präsident des Fed-Ablegers von Atlanta, Raphael Bostic sagte heute wörtlich: „Wir wissen nicht, was passiert, aber wir verfolgen die Lage". Nachdem der Ölpreis diese Woche wegen unerwartet großer Rohöllagerbestände in den USA schon gefallen ist, steigt er nun. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent kostet rund 79,90 Dollar. Die Wall Street notiert uneinheitlich. Der Dow Jones steigt um 0,2 Prozent. Der DAX schloss 0,3 Prozent im Minus. Und der Euro ist gut 1,15 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

20:15 Große Kursschwankungen könnte es häufiger geben

Es war eine ziemlich volatile Handelswoche an den Börsen. Die Kursschwankungen sind recht groß – auch an der Wall Street. Möglicherweise muss man sich an Schwankungsbreiten gewöhnen, weil nicht absehbar ist, wann die Risiken für die Märkte kleiner werden. Da sind die Krisen weltweit, der Leitzins in den USA könnte im Dezember vielleicht weiter steigen. Damit würde sich die Fed weiter von den extrem niedrigen Zinsen verabschieden, die bislang ja die Aktienmärkte befeuert haben, was durchaus auch zu künstlichen Kurssteigerungen geführt hat, die damit nicht ausschließ und unmittelbar an der Wirtschaftsleistung gemessen werden konnten. Insgesamt versucht der Dow Jones, seine Gewinne zu halten. Zeitweise dreht er minimal ins Minus. Zeitweise legte er heute schon um 0,8 Prozent zu. Der Technologie-Index Nasdaq fällt um 0,2 Prozent. Neben Technologie-Titeln sind u.a. Industrie- und Immobilienwerte unter Druck. Am deutschen Aktienmarkt schloss der DAX 0,3 Prozent schwächer bei 11.554 Punkten. Und der Euro ist 1,15 11 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

19:15 DAX dürfte in der nächsten Woche unter Druck sein

Der deutsche Aktienmarkt hat eine schwache Woche mit nervösem Handel hinter sich. Kein Wunder – es gab viele Ereignisse zu verarbeiten – von Brexitverhandlungen, über die Haushaltslage in Italien bis hin zu Gewinnwarnungen. Und so schloss der DAX 0,3 Prozent tiefer bei 11.554 Punkten. Im Wochenvergleich hat der deutsche Leitindex immerhin einen kleinen Gewinn von 0,2 Prozent geschafft. Die Sorgen über die Krisen weltweit werden in nächster Zeit nicht plötzlich verschwinden. Kommende Woche dürfte der DAX wohl weiteren Belastungen ausgesetzt sein. „Stillstand“, titelte die Landesbank Helaba in ihrer Wochenvorschau mit Blick auf die Aktienmärkte und die politische Lage. Nichts gehe voran - weder in den Verhandlungen um den Brexit noch um den italienischen Staatshaushalt, so eine Volkswirtin der Bank. Ihrer Einschätzung nach dürften die Probleme hierzulande auch die neue Woche prägen. Die Wall Street notiert uneinheitlich. Der Dow Jones steigt um 0,2 Prozent. Und der Euro ist 1,15 16 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

18:45 Märkte notieren uneinheitlich

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt blickten skeptisch auf einige Quartalsbilanzen von Firmen und die Sorge um ein ausuferndes Schuldenproblem Italiens bleibt. So schloss der deutsche Aktienmarkt im Minus und folgte nicht den Vorgaben aus Übersee. Die Wall Street notierte im Plus. Nun dreht der Nasdaq-Index leicht ins Minus. Der Dow Jones legte anfangs um 0,8 Prozent zu und machte einen Teil der Verluste von gestern wieder wett. Nun hält sich der Index gerade so in der Gewinnzone. Zur positiveren Stimmung als am deutschen Markt tragen Quartalsergebnisse von US-Unternehmen bei, die bei den Anlegern gut ankommen; manche erhöhen ihre Jahresprognose – so zum Beispiel Procter & Gamble, American Express und Paypal stützen den Handel in New York. Die Aktien von Daimler verloren nach der Gewinnwarnung 2 Prozent. Am meisten verloren die Papiere der Lufthansa mit minus 6 Prozent. Der DAX schloss 0,3 Prozent im Minus. Und der Euro ist 1,15 14 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

18:15 Autobranche unter Druck

Die Gewinnwarnung von Daimler kam überraschend und ließ die Papiere des Stuttgarter Autokonzerns vor dem Wochenende mit einem Minus von 2 Prozent aus dem Handel gehen. Das Unternehmen schraubte unter anderem wegen der teuren Aufarbeitung der Dieselkrise ein weiteres Mal seine Ziele herunter und rechnet für das Gesamtjahr mit einem operativen Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau. Erst im Juni hatte Daimler eine Gewinnwarnung herausgegeben. An der Börse heißt, das Meiste sehe erstmal nach hausgemachten Gründen aus. Fachleute vom Analysehaus EvercoreISI schrieben, zu der Gewinnwarnung hätten vor allem Einmaleffekte rund um den Dieselskandal und den Kältemittel-Streit geführt. Die Meldung von Daimler zog die Aktien anderer Auto-Hersteller mit nach unten. Der Branchenindex fiel um knapp drei Prozent. Die größten Verlierer im DAX waren aber die Papiere der Lufthansa mit minus 6 Prozent. In einer aktuellen Branchenstudie zu europäischen Fluggesellschaften hat das Investmenthaus Mainfirst seine Kaufempfehlung für Lufthansa gestrichen. Am meisten legten im Index die Papiere von RWE zu mit einem Plus von 2,1 Prozent. Der DAX schloss 0,3 Prozent schwächer bei 11.554 Punkten. Die Wall Street notiert im Plus. Und der Euro ist 1,15 13 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

17:45 DAX schließt 0,3 Prozent im Minus

Die Aktien von Daimler haben 2 Prozent verloren. An der Börse heißt es in Bezug auf die Gewinnwarnung und das offenbar schwache Quartalsergebnis, das Meiste sehe erstmal nach hausgemachten Gründen aus. Fachleute vom Analysehaus EvercoreISI schrieben, zu der Gewinnwarnung hätten vor allem Einmaleffekte rund um den Dieselskandal und den Kältemittel-Streit geführt. Daimler-Aktien sind aber lange nicht die größten Verlierer im DAX. Allen voran verlieren die Papiere der Lufthansa 6 Prozent. In einer aktuellen Branchenstudie zu europäischen Fluggesellschaften hat das Investmenthaus Mainfirst seine Kaufempfehlung für Lufthansa gestrichen. Ein vorsichtigerer Marktausblick von Michelin belastete die Aktien des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental. Die Papiere verloren über 4,5 Prozent. Am meisten legten im Index die Papiere von RWE zu mit einem Plus von 2,1 Prozent. Der DAX schloss 0,3 Prozent schwächer bei 11.554 Punkten. Die Wall Street in notiert im Plus. Und der Euro ist knapp 1,15 Dollar wert. Yvonne Unger, B5 Börse

17:15 Die große Trockenheit macht Unternehmen zu schaffen

Der goldene Herbst hat auch seine negativen Seiten. Es ist trocken und damit sinkt der Wasserspiegel der Flüsse. Auf dem Rhein ist die Schifffahrt eingeschränkt und Unternehmen, die per Schiff ihre Rohstoffe geliefert bekommen haben jetzt ein Problem. Sowohl Thyssen Krupp als auch BASF mussten die Produktion zurückfahren. Das macht dann auch den Anlegern Sorgen, vor allem die ThyssenKrupp-Aktie verliert deutlich an Wert, 3,4 Prozent sind es im Moment. Bei Daimler beruhigen sich die Anleger wieder etwas, die Gewinnwarnung wird relativ schnell verdaut, der Daimlerkurs liegt nur noch mit 1,3 Prozent im Minus. Insgesamt bremsen diese Entwicklungen den DAX am Nachmittag aus. Er steht bei 11.576 Punkten, das sind 0,1 Prozent weniger als gestern. Dabei liefert die Wall Street heute gute Vorgaben. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,7 Prozent. Und noch zum Euro, er notiert bei 1 Dollar 14 90. Christine Bergmann B5 Börse

16:12 Gewinn von Daimler schrumpft

Am Nachmittag sorgte eine Mitteilung von Daimler für Aufregung. Aufgrund der Dieselaffäre musste der Konzern zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Gewinnwarnung herausgeben. Zuerst hieß es das Ergebnis vor Zinsen und Steuern werde deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Jetzt hat eine Sprecherin es etwas konkretisiert: Deutlich heißt mehr als 10 Prozent. Daimler rechnet mit höheren Kosten für etwaige Bußgelder, Umrüstungs- und Rückkaufaktionen. Außerdem gibt es noch Probleme beim Absatz der Vans. Der Aktienkurs gibt natürlich nach, im Moment sind es 2,4 Prozent Minus. Das hindert auch den DAX etwas sich weiter zu erholen. Er steht bei 11.582 Punkten, das sind 4 Punkte weniger als gestern. Und das bei guten Vorgaben aus Übersee. An der Wall Street kann sich der Dow-Jones-Index um 0,8 Prozent verbessern. Am Devisenmarkt zieht der Eurokurs etwas an auf jetzt 1 Dollar 14 88. Christine Bergmann B5 Börse

15:12 Daimler gibt Gewinnwarnung heraus

Daimler bekommt zunehmend die Dieselaffäre zu spüren. Der Konzern hat von einer knappen halben Stunde eine Gewinnwarnung herausgegeben, eine „Anpassung der Ergebniserwartung“, wie sie es schreiben. Das vorläufige Konzernergebnis für das dritte Quartal liege deutlich unter den Erwartungen und auch für das Gesamtjahr werde es unter dem des Vorjahres liegen, teilt das Unternehmen mit. Die Begründung: Die erwarteten Kosten im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren seien gestiegen. Außerdem wurden weniger Vans abgesetzt, weil es Auslieferungsverzögerungen gegeben habe. Diese Meldung kommt heute überraschend, dass Daimler aber Rücklagen bildet für etwaige Bußgelder und andere Mehrkosten im Zuge der Dieselaffäre überrascht dagegen nicht. Dennoch die Aktie gerät natürlich sofort unter Druck, sie verliert gut 3 Prozent an Wert. Auch der DAX wird damit wieder in die Verlustzone gezogen. Er steht bei 11.538 Punkten, das sind 0,4 Prozent weniger als gestern. Noch zum Euro, er notiert bei 1 Dollar 14 70. Christine Bergmann B5 Börse

14:15 DAX holt wieder auf

Die Stimmung am Markt bessert sich jetzt etwas. Die Verluste vom Vormittag hat der DAX aufgeholt. Im Moment steht er bei 11.583 Punkten, das sind nur noch 6 Punkte weniger als gestern. Einen Auslöser dafür gibt es nicht, vielleicht stimmt die Anleger die Prognose für die Wall Street etwas freundlicher, die US-Futures liegen leicht im Plus. Oder es steigen einfach wieder Schnäppchenjäger ein. Es kann aber auch am kleinen Verfallstermin an der Terminbörse liegen. Da kommt es manchmal zu ungewöhnlichen Kursbewegungen. Auch am Rentenmarkt hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. Italienische Anleihen standen hier im Fokus. Sie können sich leicht erholen, die Rendite der 10-jährigen ist auf 3,71 Prozent gefallen. Damit ist sie aber immer noch sehr hoch und der Risikoaufschlag erreicht ein Niveau wie zur Euroschuldenkrise 2012. Am Devisenmarkt ist es dagegen eher ruhig. Der Eurokurs notiert bei 1 Dollar 14 65. Christine Bergmann B5 Börse

13:15 Italien: Selbsterfüllende Prophezeiung

Es ist wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, was da gerade mit Italien passiert. Das Land will mehr Schulden machen als die Regeln im Euroraum vorsehen. Und das Land ist schon hoch verschuldet. Einige Anleger und Analysten befürchten, dass Italien die Zinsen irgendwann nicht mehr stemmen kann, vor allem wenn die mal wieder steigen. Gleichzeitig tun die genau das: Am Rentenmarkt verkaufen viele ihre italienischen Anleihen, dementsprechend steigen die Renditen. Für 10-jährige liegt sie bei 3,73 Prozent. Zum Vergleich, die der 10-jährigen Bundesanleihen liegt bei 0,41 Prozent. Und diese Differenz könnte noch größer werden, wenn die großen Ratingagenturen tatsächlich die Bonitätsnoten für Italien senken. In diesem Monat noch steht die Überprüfung an. Italien ist aber nur ein Problem, das die Anleger nervös macht, dazu kommen noch der Brexit und der Handelsstreit mit den USA. Und so fallen die Kurse auch heute, der DAX steht bei 11.562 Punkten, das sind 0,2 Prozent weniger als gestern. Und der Euro, er notiert bei 1 Dollar 14 65. Christine Bergmann B5 Börse

12:15 Anleger bleiben nervös

Zu viele Unsicherheiten gibt es derzeit, als dass die Anleger wirklich in Kauflaune kämen. Vor allem die großen politischen Themen sind es, die sie nervös machen. Der Brexit, die italienischen Schulden und die Zinspolitik. In den USA wird ja spekuliert, dass die Zinsen schneller steigen könnten als bislang gedacht, das sorgt in der Regel für fallende Aktienkurse, weil andere Anlageformen wieder attraktiver werden. Bei uns rechnen einige Analysten mittlerweile damit, dass die EZB noch länger wartet mit Zinserhöhungen, als bisher angenommen. Grund ist Italien. Sollte es tatsächlich zu einem Streit um den Haushalt kommen, dürfte die EZB den Krisenmodus verlängern. Die Anleger selbst ziehen sich seit Tagen schon aus italienischen Staatsanleihen zurück, auch heute steigen die Renditen der 10-jährigen deutlich an auf 3,76 Prozent. Der DAX fällt jetzt auf 11.505 Punkte zurück, das sind 0,7 Prozent weniger als gestern. Und der Euro notiert bei 1 Dollar 14 60. Christine Bergmann B5 Börse

11:15 Nervosität an den deutschen Aktienmärkten

Wachstumssorgen in China, der Haushaltsstreit mit Italien und auf Unternehmensseite der holprige Start in die Berichtssaison: das alles macht die Anleger an den deutschen Aktienmärkten nervös. Der DAX verbucht nach den beiden schwachen Vortagen auch heute Verluste und büßt zur Stunde 0,4 Prozent ein auf 11.542 Punkte. Für Enttäuschung hatten zuletzt die Zwischenberichte von Fresenius, Fresenius Medical Care, HeidelbergCement und des Softwarekonzerns SAP gesorgt und daraufhin auch für sinkende Kurse bei den Aktien. Allerdings greifen die Anleger bei einigen Papieren auf dem günstigeren Kursniveau nun wieder zu. Das beschert den Aktien von Fresenius Medical Care gegen den schwachen Trend ein Plus von 1,6 Prozent. Sie sind größte DAX-Gewinner. Dagegen geht es beim Papier der Lufthansa und des Autozulieferers Continental jeweils um rund 5 Prozent nach unten. Der französische Reifenhersteller und Conti-Rivale Michelin hatte zuvor wegen der sinkenden Nachfrage und neuer Abgasvorschriften in Europa ein düsteres Bild vom Reifenmarkt gemalt. Die Michelin-Aktien sind an der Pariser Börse um 7,5 Prozent abgestürzt. Der Euro steht bei 1 Dollar 14 50.

10:15 China im Fokus

Die Augen der Börsianer sind auf China gerichtet. Die Wirtschaft in der Volksrepublik wuchs im dritten Quartal so schwach wie zuletzt vor fast 10 Jahren während der globalen Finanzkrise. Vor dem Hintergrund des US-Handelsstreits legte das Bruttoinlandsprodukt zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent zu, Analysten hatten etwas mehr erwartet. Der Aktienindex in Shanghai fiel zunächst auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren, erholte sich dann aber wieder deutlich. Derzeit steht ein Plus von 2,6 Prozent zu Buche. Grund dafür ist die Reaktion der chinesischen Aufsichtsbehörden. Die Regulatoren stellten unter anderem in Aussicht, dass es Vermögensverwaltern von großen Banken künftig erlaubt sein soll, direkt in Aktien zu investieren. Außerdem sollen sich private Firmen künftig einfacher durch die Ausgabe von Anleihen refinanzieren können. Analysten warnten dennoch vor zu viel Optimismus und auch hierzulande herrscht Zurückhaltung. Der DAX ist mit 0,2 Prozent ins Minus gerutscht auf 11.563 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 14 54.

09:15 Linde-Fusion in trockenen Tüchern?

Die Fusion des Münchner Gasekonzerns Linde mit dem US-Rivalen Praxair ist so gut wie durch. Wie der Bayerische Rundfunk aus unternehmensnahen Kreisen erfahren hat, erwartet Linde in Kürze das noch notwendige offizielle OK von der US- Kartellbehörde. Damit hätte Linde-Aufsichtsrats-Chef Reitzle sein Ziel erreicht und der Aufstieg zum weltgrößten Gasehersteller wäre in trockenen Tüchern. Die Anleger reagieren zu Börsenstart verhalten. Die Aktie verliert aktuell 0,1 Prozent. Allerdings war sie gestern als die Gerüchte aufkamen bereits deutlich gestiegen. Insgesamt sieht man am deutschen Aktienmarkt eine Gegenbewegung bei den Kursen. Aktien, die zuletzt Federn lassen mussten, teilweise auch nach reduzierten Geschäftsprognosen, gehören zu den Gewinnern wie Fresenius und Fresenius Medical Care mit jeweils rund 0,8 Prozent Plus, SAP mit plus 1,4 Prozent und Wirecard mit plus 1,7 Prozent. Offenbar nutzen einige Anleger die gesunkenen Kurse zum Wiedereinstieg. Der DAX zeigt sich 10 Minuten nach Handelsbeginn 0,1 Prozent höher bei 11.600 Punkten. Der Euro steht bei 1 Dollar 14 42.

08:15 Nikkei schließt im Minus - China-Börsen drehen ins Plus

Der japanische Aktienmarkt hat die dritte Woche infolge mit Verlusten beendet. Er schloss vor wenigen Minuten 0,6 Prozent schwächer auf dem Endstand von 22.532 Yen. Börsianern zufolge haben der weiter ungelöste Handelsstreit, das Ringen um den italienischen Haushalt, die Aussicht auf steigende US-Zinsen und Konjunktursorgen in China die Kurse belastet. Denn der chinesische Wachstumsmotor stockt, zeigen aktuelle Daten. Belastet vom Handelsstreit hat die Wirtschaft der Volksrepublik im dritten Quartal nur noch um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt, nach 6,7 Prozent im Vorquartal. Das hatte zunächst auch die Kurse an den chinesischen Börsen belastet. Doch mittlerweile hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt. Der Shanghai-Composite hat mit 2 Prozent ins Plus gedreht, der Hang Seng in Hong Kong um 0,9 Prozent. Der DAX wird in sehr frühen vorbörslichen Prognosen knapp 0,3 Prozent im Plus gesehen. Der Euro steht bei 1 Dollar 14 68.

07:15 Wirtschaftswachstum in China verlangsamt

Chinas Wachstumsmotor stockt. Belastet vom Handelsstreit legte die Wirtschaft der Volksrepublik im dritten Quartal nur noch um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, so die aktuellen Daten. Im vorangegangenen Quartal waren es noch 6,7 Prozent. Zwar hatten Experten mit einer Abkühlung der Konjunktur gerechnet. Der Rückgang war aber etwas stärker als erwartet. An den Börsen befürchtet man, dass sich der Handelskrieg in den nächsten Monaten noch deutlich stärker auswirken wird. Denn der Großteil der US-Sonderzölle auf Importe aus China ist ja erst seit vergangenem Monat in Kraft. Dennoch fällt die Reaktion an den chinesischen Börsen bislang moderat aus. Der Shanghai-Composite notiert nur ganz leicht im Minus, der Hang Seng in Hong Kong ist um 0,3 Prozent gesunken. Die Börse in Tokio hingegen nimmt Kurs auf dritte Verlust-Woche in Folge. Der Nikkei-Index verliert ein Prozent. Die Anleger folgen den schwachen Vorgaben aus New York. Viele Investoren in den USA gehen von einer weiteren Zinserhöhung bereits im Dezember aus, nachdem die aktuellen Konjunkturdaten erneut gut ausgefallen waren. Das drückte den Dow Jones gestern um 1,3 Prozent. Der Euro steht am Morgen bei 1 Dollar 14 60.

06:15 Chinas Wachstumsmotor stockt

Der Handelskrieg mit den USA zeigt Spuren in Chinas Wirtschaft. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ist zurückgegangen und wächst so langsam wie seit Anfang 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise nicht mehr. Das Plus betrug im dritten Quartal nur 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, meldet das Statistikamt in Peking. Experten hatten mit etwas mehr gerechnet. Der Außenhandel hatte sich im dritten Quartal noch als durchaus robust erwiesen, unter anderem weil Exporteure den Sonderzöllen der USA zuvorkommen wollten. Experten rechnen daher damit, dass sich der Handelskrieg in den nächsten Monaten deutlich stärker auswirken wird. An den chinesischen Börsen reagieren die Anleger verhalten. Der Shanghai-Composite verbucht ganz kleine Verluste, in Hong Kong sind es ein Minus von 0,3 Prozent. Der Nikkei-Index in Tokio steuert auf die dritte Verlustwoche in Folge zu und verliert 1,2 Prozent. Der Dow Jones hatte gestern in New York 1,3 Prozent eingebüßt. Der Euro steht bei 1 Dollar 14 58. Monika Stiehl, B5 Börse


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