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B5 Börse Aus für Lufthansa-Tochter Germanwings?

Stand: 06.04.2020 17:12 Uhr

17:15 Gewerkschafter fürchten Aus für Lufthansa-Tochter Germanwings

Die Fluglinien sind von der Coronakrise schwer getroffen. Doch Arbeitnehmervertreter werfen jetzt der Lufthansa vor, diese Krise für einen rabiaten Konzernumbau nutzen zu wollen. Ziel sei es demnach, die Lufthansa-Tochter Germanwings zu schließen. Die Lufthansa hat ja in der vergangenen Woche selbst die Zukunft von Germanwings in Frage gestellt. Bislang gibt es für die rund 1400 Beschäftigten von Germanwings keine Vereinbarung beim Kurzarbeitergeld – im Gegensatz zur Lufthansa-Mutter. Und das könnte eben darauf hindeuten, dass es Germanwings möglicherweise in der jetzigen Form künftig nicht mehr geben wird. Die Lufthansa bezeichnet die angeblichen Schließungspläne als «Spekulationen», zu denen es keine Beschlussvorlage des Vorstands gebe. Derzeit würden die Optionen für Germanwings überprüft. Das klingt nicht nach Dementi. Die Aktien der Lufthansa können sich von dem jüngsten Absturz erholen. Sie klettern um gut 8 Prozent. Insgesamt ist die Stimmung hervorragend an den Aktienmärkten. Der DAX hält sich 5,5 Prozent im Plus bei 10.056 Punkten. Dow Jones und Nasdaq kommen jeweils gut 4,5 Prozent voran. Der Euro steht bei 1,08 Dollar.

16:15 DAX erobert 10.000 Punkte zurück

Die Anleger setzen heute auf das Prinzip Hoffnung. So wie BMW in China bereits einen Lichtblick sieht, so könnte es vielleicht bald auch in Europa wieder aufwärtsgehen. Zumindest sind die jüngsten Daten zur Entwicklung der Corona-Pandemie etwas besser ausgefallen als zuletzt. Gerade die Aktien der Autobranche sind heute gefragt. BMW, Continental, Daimler und VW klettern um bis zu 11 Prozent. Der DAX kann seine Gewinne jetzt noch ausbauen. Aktuell kommt der deutsche Leitindex fast 6 Prozent voran. Er kann damit wieder die Marke von 10.000 Punkten überwinden. Der aktuelle Punktestand: 10.090 Zähler. Denn auch an den Aktienmärkten in New York läuft es hervorragend. Gut eine halbe Stunde nach Handelsstart dort legt der Dow Jones 5 Prozent zu, der Nasdaq 4,5 Prozent. Aber auch Gold verteuert sich: die Feinunze wird für 1.647 Dollar gehandelt. Der Euro steht bei 1,08 Dollar.

15:15 BMW verlängert Produktionsstopp

Die Coronakrise trifft BMW härter als erwartet. Der Münchner Autobauer wird seine Werke jetzt noch zwei Wochen länger geschlossen lassen als geplant. In vielen Ländern haben die Autohändler zu, dürfen also keine Fahrzeuge verkaufen. In Europa sind es 80 Prozent der Händler, die geschlossen haben. In den USA 70 Prozent. Allein im ersten Quartal hat BMW bereits 20 Prozent weniger Autos losschlagen können. Und im Moment geht eben sehr wenig. Deshalb sollen die Werke in Europa und den USA nun bis Ende April dicht bleiben, teilte der Konzern mit. Allein in Deutschland sind davon 35.000 Mitarbeiter betroffen. Einen Lichtblick macht BMW allerdings in China aus. Dort ist die Produktion Mitte Februar wieder hochgefahren worden. An den Aktienmärkten sieht man heute angesichts der neuen Corona-Meldungen einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die Aktienkurse schnellen nach oben. Gerade die Anteile der Autobranche sind ganz vorne mit dabei: BMW, Continental, Daimler und VW klettern um bis zu 10 Prozent. Der DAX hält sich insgesamt 4,8 Prozent im Plus bei 9.980 Punkten. Der Euro steht bei knapp 1,08 Dollar.

14:15 Öl wieder billiger

Die Ölpreise sind heute unter Druck. Hintergrund ist da, dass das Opec-Kartell und Russland nicht wie geplant heute darüber beraten wollen, weniger Öl aus der Erde zu pumpen. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Videokonferenz der Beteiligten auf Donnerstag verschoben worden ist. Warum es zu dieser Verschiebung gekommen ist, ist unklar geblieben. Vielleicht sind die Meinungsverschiedenheiten zwischen Russland und Saudi-Arabien doch noch zu groß. Der Streit zwischen den Beteiligten hatte den Ölpreis drastisch abrutschen lassen. In der vergangenen Woche sind die Notierungen nach oben geschnellt – eben im Hinblick auf diese – jetzt verschobene – Konferenz. Heute nun verbilligt sich ein Barrel der Nordseesorte Brent um 2,5 Prozent auf gut 33 Dollar. Die Aktienmärkte sind deutlich auf Erholungskurs – angesichts der zurückgehenden Corona-Neuinfektionen. Der DAX schnellt um 4,5 Prozent nach oben auf 9.965 Punkte. Der Euro pendelt um 1,08 Dollar.

13:15 Anleger sehen Hoffnungsschimmer

Die neuesten Berichte zur Corona-Pandemie geben etwas Hoffnung. Die Zahl der Neuinfektionen verlangsamt sich in vielen Ländern. Und das werten die Anleger als Silberstreif am dunklen Börsenhimmel. Der DAX ist gleich am Vormittag mit guten Gewinnen in die Woche gestartet. Aktuell legt der deutsche Leitindex knapp 4,5 Prozent zu auf 9.940 Punkte. MDAX und TecDAX kommen jeweils mehr als 3 Prozent voran. Bei den Standardwerten gibt es keinen einzigen Verlierer im Moment. Die größten Gewinner sind die Anteile der Deutschen Bank, von Continental, Lufthansa, Daimler und Volkswagen mit Aufschlägen von 7 bis 8,5 Prozent. Etwas sorgenvoll blicken Manche allerdings nach wie vor in die USA, wo noch nicht absehbar ist, wie sich die Pandemie entwickeln wird. Sie setzen deshalb ein Fragezeichen hinter die Kursgewinne. Russland und die Opec haben die für heute geplante Krisensitzung verschoben. Das bringt den Ölpreis unter Druck. Ein Barrel der Sorte Brent verbilligt sich rund 3 Prozent auf 33 Dollar. Der Euro steht bei 1,08 Dollar.

11:05 Ölpreise unter Druck

Der Ölpreis ist wieder abgerutscht. Das Barrel Nordseeöl hat sich um rund 3 Prozent verbilligt auf jetzt 33 Dollar 10. Die Lage am Ölmarkt spitzt sich zu. Eine Krisenkonferenz zwischen der Opec und Russland wurde von heute auf Donnerstag verschoben. An den Märkten hatte man da auf Lösungen im Preiskrieg gehofft, der derzeit zwischen Russland und Saudi-Arabien tobt und auf Maßnahmen, um den Verfall der Ölpreise zu stoppen. Die Ölnachfrage ist wegen der Coronakrise eingebrochen und bislang konnte sich die Opec mit Russland nicht auf weitere Förderbegrenzungen einigen. Auch US-Ölfirmen haben unter dem Preisrutsch zu leiden. Daher hat US-Präsident Trump am Wochenende mit möglichen Zöllen auf Ölimporte gedroht. An den Aktienmärkten hingegen geht es nach oben. Die rückläufige Zahl der Todesfälle in mehreren Ländern im Zuge der Corona-Pandemie hat für etwas Zuversicht gesorgt. Der DAX gewinnt 3,6 Prozent auf 9.872 Punkte. Der Euro notiert knapp unter 1 Dollar 08.

10:05 Autoaktien gefragt - trotz schwacher Zahlen

Die Aussichten für das Auslandsgeschäft der deutschen Autobauer sind laut Münchner Ifo-Institut auf den tiefsten Stand seit rund elf Jahren gesunken. Das Barometer für die Exporterwartungen rutschte wegen der Corona-Krise im März auf minus 42,7 Punkte, nach minus 17,3 im Februar, das ist der schlechteste Wert seit der Finanzkrise. Der bayerische Autobauer BMW meldete im ersten Quartal einen Absatzeinbruch von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Corona-Pandemie habe im Februar die Verkäufe in China einbrechen lassen, seit März seien dann die Folgen in Europa und den USA deutlich spürbar. Doch es zeige sich ein Licht am Ende des Tunnels. So sehe man in China einen starken Auftragseingang und damit die ersten Anzeichen einer Erholung, hieß es von BMW. Die Aktie des Münchner Autoherstellers hat 4,3 Prozent zugelegt, die VW-Aktie gewinnt sogar 6,6 und Daimler 5,8 Prozent. Platz eins im DAX geht an MTU mit rund 10 Prozent Aufschlag. Der DAX selbst gewinnt 3,8 Prozent auf 9.984 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 08 20.

09:15 Gelungener Wochenauftakt an den deutschen Börsen

Die Anleger greifen heute wieder bei Aktien zu. Der DAX gewinnt kurz nach Handelsbeginn 4 Prozent auf 9.904 Punkte. Obwohl es einige negative Konjunkturdaten gegeben hat. So sind die Exportaussichten für die deutsche Autobranche laut Münchner Ifo-Institut auf den tiefsten Stand seit rund elf Jahren gesunken. Und das Bundeswirtschaftsministerium rechnet nach einem Minus bei den Auftragseingängen in der deutschen Industrie im Februar von 1,4 Prozent im März und April mit einem kräftigen Einbruch. Dennoch haben die Investoren wieder Mut gefasst. Die rückläufige Zahl der Todesfälle in mehreren Ländern im Zuge der Corona-Pandemie lässt Anleger wieder etwas zuversichtlicher werden. Wenn ihnen auch die Lage in den USA weiterhin Sorge bereitet. Und so dürfte die Nervosität und das Auf und Ab an den Märkten weiter anhalten, so hört man von Analysten. Heute aber geht es aufwärts. Zu den größten DAX-Gewinnern gehören Autowerte. BMW und Daimler legen jeweils 6 Prozent zu. Aber auch das Papier von MTU erholt sich jetzt um 7 Prozent. Der Euro steht bei 1 Dollar 08 12.

08:15 Lage am Ölmarkt spitzt sich zu

Die Krisenkonferenz zwischen der Opec und Russland wurde verschoben. Die Videoschalte war eigentlich für heute angesetzt, jetzt wird sie wohl erst am Donnerstag stattfinden. Marktteilnehmer erhofften sich endlich Lösungen im Preiskrieg, der derzeit zwischen Russland und Saudi-Arabien tobt. Der hatte zuletzt ja, neben dem Einbruch der Nachfrage wegen der Coronakrise, die Ölpreise einbrechen lassen. US-Präsident Trump hatte am Wochenende mit möglichen Zöllen auf Ölimporte gedroht, sollten sich die Preise nicht stabilisieren. Er hoffe aber, dass das nicht nötig sein werde, weil weder Russland noch Saudi-Arabien davon nicht profitieren würden, so sagte er. Der Preis für das Barrel Nordseeöl zeigt sich aktuell mit rund 34 Dollar nur noch ganz leicht im Minus. Der DAX dürfte nach guten Vorgaben aus Asien deutlich im Plus in die neue Woche starten. Vorbörsliche Prognosen sehen ihn knapp 4 Prozent höher bei 9.910 Punkten. In Tokio schloss der Nikkei-Index vor wenigen Minuten 4,2 Prozent höher. Der Euro steht bei 1 Dollar 08 20.

07:15 Freundlicher Wochenauftakt in Asien

Nach den desaströsen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt in der vergangenen Woche übt sich US-Präsident Trump wieder etwas in Zuversicht. Erstmals seit einer Woche sind am Sonntag in New York etwas weniger Menschen als am Vortag gestorben. Man beginne Licht am Ende des Tunnels zu sehen, so sagte Trump. Dennoch stehe den Amerikanern nach seinen Worten schreckliche Zeiten bevor. Die Zahl der Arbeitslosenhilfe-Erstanträge war in der vergangenen Woche auf das Rekordniveau von 6,65 Millionen geklettert. Analysten der US-Bank Morgan Stanley halten einen Einbruch der US-Wirtschaftsleistung um 38 Prozent im zweiten Quartal für möglich. Das ist so viel wie seit dem Nachkriegsjahr 1946 nicht mehr. Und so bleiben auch die Anleger an den Aktienmärkten angespannt und das Auf und Ab bei den Kursen dürfte weitergehen. Heute sieht es nach einem freundlichen Wochenstart an den deutschen Börsen aus nach guten Vorgaben aus Asien. Der Nikkei-Index in Tokio hat nach den kräftigen Verlusten der Vorwoche wieder auf Erholungskurs eingeschwenkt und gewinnt zur Stunde rund 2 ½ Prozent. Der Euro steht bei 1 Dollar 08 18.

06:15 Nikkei auf Erholungskurs

Das Auf und Ab an den Aktienmärkten setzt sich auch in der neuen Börsenwoche fort. Nach den massiven Verlusten der vergangenen Tage greifen Anleger in Tokio bei Aktien wieder zu. Der japanische Leitindex Nikkei gewinnt zur Stunde rund 2 Prozent auf 18.182 Yen. In der vergangenen Woche hatte der Index unterm Strich rund acht Prozent verloren. Einige Anleger zeigen sich offenbar etwas ermutigt von Meldungen aus New York, wo gestern erstmals seit einer Woche etwas weniger Menschen als am Vortag gestorben sind. US-Präsident Trump sagte, man beginne Licht Ende des Tunnels zu sehen. In Japan hingegen will die Regierung Medienberichten zufolge wegen der Pandemie in Kürze den Ausnahmezustand ausrufen. Das sorgt für Unsicherheit. An den chinesischen Börsen zeigt sich ein gemischtes Bild. In Hongkong steht ein Plus von einem Prozent zu Buche, in Shanghai ein Minus von einem guten halben Prozent. An der New Yorker Wall Street hatte der Dow Jones am Freitag 1,7 Prozent an Wert verloren. Der Euro steht bei 1 Dollar 08 18.


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