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B5 Börse Dow schließt nach Trump-Rede kaum verändert

Stand: 12.11.2019 22:11 Uhr

22:15 Dow schließt nach Trump-Rede kaum verändert

An den deutschen Aktienmärkten war die Stimmung gut. An den US-Börsen waren die Anleger weniger in Kauflaune. Von Donald Trump hätten sie von seiner mit Spannung erwarteten Rede im New Yorker Wirtschaftsclub wohl mehr erwartet. Der US-Präsident deutete – wie schon so oft - an, dass eine Unterzeichnung eines Teilabkommens mit China kurz bevorstehe. Er werde aber nur einem Vertrag zustimmen, der gut für die USA sei, schränkte Trump ein. Von einer Verschiebung der angedrohten Sonderzölle auf Autos aus Europa sprach er nicht. Im Gegenteil. Trump sagte, die EU habe „schreckliche Handelsbarrieren aufgebaut. In vielerlei Hinsicht schlimmer als China.“ Es sieht also nicht unmittelbar nach einer Beruhigung bei den Handelskonflikten aus. So blieb der Dow Jones kaum verändert stehen. Der Deutsche Aktienindex kam dagegen 0,7 Prozent voran auf 13.284 Punkte. Nach guten Quartalszahlen verteuerten sich die Aktien der Post um knapp 4 Prozent, die von Infineon um gut 6 Prozent. Der Euro steht am Abend bei 1,10 Dollar.

21:15 Trump: Handelsbarrieren der EU: «schlimmer» als China

Keine große Überraschung von Donald Trump. Bei einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Präsidenten im New Yorker Wirtschaftsclub deutete er zum wiederholten Male an, dass eine Unterzeichnung eines Teilabkommens mit China kurz bevorstehe. Er werde aber nur einem Vertrag zustimmen, der gut für die USA sei, schränkte Trump ein. Von einer Verschiebung der angedrohten Sonderzölle auf Autos aus Europa sprach er nicht. Im Gegenteil. Trump sagte, die EU habe „schreckliche Handelsbarrieren aufgebaut. In vielerlei Hinsicht schlimmer als China.“ Es sieht also nicht unmittelbar nach einer Beruhigung in den Handelskonflikten aus. Die Aktienmärkte in New York haben ihre Gewinne eingebüßt. Der Dow Jones rangiert nun leicht im Minus. An den deutschen Aktienmärkten war die Stimmung gut. Der DAX kam 0,7 Prozent voran auf 13.284 Punkte. Der Euro steht bei 1,10 Dollar.

20:15 Paketflut soll Post zu Jahreszielen bringen

Die Deutsche Post konnte heute mit ihrem Quartalsgewinn überzeugen. Zum einen hat die Post die Preise erhöht für Briefe und auch für den Paketversand. Zum anderen ist der Konzern auf die Kostenbremse gestiegen. Gerade bei der Paketsparte waren die Kosten aus dem Ruder gelaufen. Da hat der Vorstand jetzt gegengesteuert. Die Pakete lassen bei der Post nun die Kassen klingeln. Weihnachten wird das Geschäft richtig brummen, glaubt man bei dem Bonner Konzern. Deshalb bezeichnet er die bisherigen Gewinnprognosen für dieses Jahr als „konservativ. Zwar bereitet die lahmende Weltkonjunktur etwas Sorgen, was die künftigen Geschäfte angeht. Doch die Anleger haben zugegriffen bei den Post-Aktien: der Kurs kletterte um knapp 4 Prozent. Insgesamt war die Stimmung gut an den deutschen Aktienmärkten. Der DAX kam 0,7 Prozent voran auf 13.284 Punkte. In New York überwiegen leicht die Gewinne. Der Dow Jones ist wenige Punkte im Plus. Der Nasdaq verbessert sich um knapp ein halbes Prozent. Der Euro steht bei gut 1,10 Dollar.

19:15 Linde erhöht zum dritten Mal Prognose

Die Fusion von Linde und Praxair zahlt sich für den daraus entstandenen amerikanisch-deutschen Industriegasekonzern aus. Das jetzt nur noch Linde genannte Unternehmen hat seine Gewinnprognose nach oben geschraubt – bereits zum dritten Mal seit dem Zusammenschluss. In Europa und Asien waren Gase wie Sauerstoff und Wasserstoff zuletzt weniger gefragt, dafür lief es in Amerika umso besser. Auch Preissteigerungen konnte Linde durchsetzen. Gleichzeitig wurden die Kosten gesenkt. Allein in Deutschland will nach Angaben der IG Metall der jetzt aus den USA geleitete Konzern weitere 850 Arbeitsplätze streichen, um die versprochenen Fusionssynergien zu heben. Die Aktien von Linde kamen 1,5 Prozent voran und markierten den höchsten Stand seit dem Zusammenschluss vor rund einem Jahr. Insgesamt war die Stimmung gut an den deutschen Aktienmärkten. Der DAX kam 0,7 Prozent voran auf 13.284 Punkte. In New York überwiegen leicht die Gewinne. Der Dow Jones ist wenige Punkte im Plus. Der Nasdaq verbessert sich um ein halbes Prozent. Der Euro steht bei gut 1,10 Dollar.

18:15 DAX kurzzeitig wieder über 13.300 Punkten

Überzeugende Unternehmensbilanzen haben den deutschen Aktienmarkt heute angetrieben. Der DAX hat kurzzeitig sogar noch ein neues Jahreshoch markiert. Am Schluss ist der Deutsche Aktienindex dann mit einem Plus von 0,7 Prozent aus dem Handel gegangen bei 13.284 Punkten. Der bayerische Chipkonzern Infineon hat beim Umsatz und Gewinn besser abgeschnitten als erwartet. Das hat die Infineon-Aktien gut 6 Prozent vorangebracht. Der boomende Online-Handel und das höhere Porto haben außerdem bei der Deutschen Post die Kassen klingeln lassen. Die Anteile der Post haben sich um knapp 4 Prozent verteuert. Auch der Industriegasekonzern Linde hat die Anleger erfreut mit einer höheren Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Die Linde-Papiere haben sich um 1,5 Prozent verbessert. Enttäuschend waren dagegen die Zahlen von Continental. Der Autozulieferer ist tief in die Verlustzone gerutscht. Das hat auch die Aktien von Continental mehr als 3 Prozent nach unten gedrückt. Kleine Zugewinne in New York: der Dow Jones kommt wenige Punkte voran. Der Nasdaq steigt um knapp ein halbes Prozent. Der Euro ist schwach bei etwas über 1,10 Dollar.

17:15 Linde auf Rekordkurs

Der Industriegasekonzern Linde hat seine Prognose zum dritten Mal erhöht. Das Ergebnis pro Aktie soll im ersten Fusionsjahr bis zu 7,30 Dollar betragen. Das wären bis zu 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus Sicht der Börsen hat sich damit der Zusammenschluss mit Praxair gelohnt. Die Linde-Aktie verteuert sich um 1,6 Prozent auf den neuen Rekordkurs von fast 187 Euro. Der Konzern sagt über sich selbst, er habe ein widerstandsfähiges Geschäftsmodell, denn vor allem der europäische Markt ist noch bis in den Oktober schwach geblieben. Die Hälfte seines Gewinns macht Linde in den USA und Kanada. Der DAX gewinnt 100 Punkte auf 13 299. Der TecDAX steigt um 0,8 Prozent. Infineon zeigt sich in der Krise der Automobilindustrie robust und stabil. Die Aktie verteuert sich um 6 Prozent. Von Continental kann man das nicht sagen. Die Aktie verbilligt sich um 3,3 Prozent. Der Euro kostet 1, 10 10 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

16:15 RWE und E.ON gesucht

RWE beliefert E.ON in Großbritannien mit Ökostrom. An diesem Beispiel zeigt sich, wie die beiden Energieriesen ihre neuen Rollen am Strommarkt einnehmen. Nach der gemeinsamen Zerschlagung von Innogy konzentriert sich E.ON auf das Vertriebs- und Netzgeschäft. RWE will zum größten Erzeuger von Erneuerbaren Energien werden. Auf der Insel liefert nun RWE den Strom aus Windkraft an E.ON, das wiederum seinen Kunden versprochen hat, komplett auf alternative Energien zu setzen. Beide Aktien legen heute je 1,5 Prozent zu. Wobei eines festzustellen ist: Die Börse hat das neue Geschäftsmodell von RWE in den vergangenen Monaten viel positiver aufgenommen. Die Aktie kostet wieder gut 26 Euro, während E.ON noch immer bei schwachen 9 Euro verharrt. Der DAX gewinnt 0,6 Prozent auf 13 282 Punkte. Die New Yorker Börsen tendieren leicht im Plus. Der Euro kostet 1, 10 15 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

15:15 Gute Unternehmenszahlen in EU und USA

Aus den USA und auch aus Europa kommen zum Teil sehr gute Unternehmenszahlen. Das heißt: Die Berichtssaison für das 3. Quartal läuft bei vielen Unternehmen besser als erwartet. In den USA steht die Aktie des Roboterbauers Rockwell vor dem größten Tagesgewinn seit 10 Jahren. Umsatz und Ergebnis lagen über den Erwartungen. Das bringt bereits ein vorbörsliches Plus von rund 10 Prozent. Infineon veröffentlichte gute Zahlen mit einem soliden Ausblick, auch wenn das erste Halbjahr schwierig werden könnte. Vor allem Chips für Elektroautos treiben das Wachstum des Münchner Konzerns. Das macht die Aktie zum DAX-Gewinner mit plus 5,8 Prozent. Der DAX gewinnt ein halbes Prozent auf 13 270 Punkte. Der Euro kostet 1, 10 20 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

14:15 EZB setzt auf Anleihekäufe

Seit Monatsanfang kauft die EZB wieder Anleihen – und zwar im Wert von rund 20 Milliarden Euro pro Monat. Notenbankdirektor Coeure erklärte heute unmissverständlich, dass die Käufe, die vor allem in Deutschland umstritten sind, so lange wie nötig fortgesetzt werden. Erst kurz vor einer möglichen Zinserhöhung werde das Programm gestoppt. Das ist eine klare Ansage, die bedeutet: Die Niedrigzinspolitik werde noch lange andauern. Eine schlechte Nachricht für die Sparer, eine gute Nachricht für die Aktienmärkte, die seit Jahren durch die Niedrigzinsen befeuert werden. Der DAX gewinnt 68 auf 13 266 Punkte. Erfreulich ist, dass es endlich mal wieder eine gute Konjunkturnachricht gibt. Der ZEW-Index fällt im November erheblich besser aus als erwartet. Es sei ein erstes Signal für eine Trendwende für die im Moment noch schwache Konjunktur in Deutschland. Der Euro kostet 1, 10 20 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

13:15 „Kuh noch nicht vom Eis“

„Die Kuh ist noch nicht vom Eis“, sagt der Chef des Mannheimer ZEW-Instituts, Achim Wambach. Er gibt sich aber optimistisch, dass sich das konjunkturelle Umfeld in absehbarer Zukunft wieder deutlich verbessert. Der ZEW-Index fiel im November jedenfalls überraschend gut aus. Wambach erwartet, dass es zu einem geregelten Austritt der Briten aus der EU kommen wird. Auch wenn das politische Hick Hack in den letzten Monaten unübersehbar war, so hätten doch beide Seiten ein großes Interesse an einem geregelten Brexit. Gut sei weiterhin, dass eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China näher rückt. Und, dass möglicherweise die USA auf Strafzölle auf EU-Autos verzichten werden. In diesem Umfeld kann der DAX 71 auf 13 270 Punkte zulegen. Der Euro kostet 1, 10 10 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

12:15 Überraschend guter ZEW-Index

Unter die vielen schlechten Konjunkturnachrichten mischt sich eine überraschend gute. Der ZEW-Index, das ist eine Befragung unter Börsenexperten, fiel deutlich besser aus als erwartet. Auch die meisten Unternehmen überraschen im dritten Quartal positiv mit ihren Zahlen. Dazu kommt die Meldung, dass US-Präsident Trump vorerst keine Strafzölle auf EU-Autos erheben werde. Er wolle die Entscheidung darüber erneut um weitere 6 Monate verschieben. All das kommt an den Börsen gut an. Der DAX gewinnt 80 Punkte auf 13 279. Infineon verteuern sich um 7,5 Prozent. Der Münchner Chiphersteller, der seine Hauptkundschaft in der Autoindustrie hat, veröffentlichte gute Quartalszahlen und will seine Dividende stabil halten. Damit schlägt sich Infineon in einem schwierigen Marktumfeld besser als gedacht. Der Reifenhersteller Continental schreibt gleichzeitig tiefrote Zahlen. Seine Aktie gibt 1,3 Prozent nach. Der Euro kostet 1, 10 20 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

11:15 Conti nach Zahlen Schlusslicht im DAX

Der Autozulieferer Continental erwartet nach dem verhagelten Ergebnis in diesem Jahr auch 2020 keine Erholung der Autokonjunktur. Im besten Fall sehe man weltweit eine Seitwärtsentwicklung der Automobilproduktion, aber auch ein Rückgang sei möglich, sagte Finanzvorstand Schäfer heute in Hannover bei der Vorlage der aktuellen Zahlen zum dritten Quartal. Da ist der weltweit drittgrößte Zulieferer wegen hoher Abschreibungen auf Firmenwerte mit fast zwei Milliarden Euro vor Steuern und Zinsen tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Conti-Aktie ist heute größter Verlierer im DAX mit einem Minus von 1,5 Prozent. Gut aufgenommen wurden die Zahlen des Münchner Chipherstellers Infineon. Die Aktie ist um 6,8 Prozent nach oben geschossen. Im TecDAX gewinnt Dialog Semiconductor 6,2 Prozent. Der Chipentwickler rechnet im kommenden Jahr mit stärker steigenden Gewinnen als bislang angenommen. Der DAX hat 0,5 Prozent zugelegt auf 13.263 Punkte, der TecDAX hat sich um 0,9 Prozent verbessert. Der Euro steht bei 1 Dollar 10 25.

10:15 Optimismus bei AMS

Der um den Lichtkonzern Osram buhlende österreichische Chiphersteller AMS zeigt zuversichtlich. Er glaubt, nach der Einigung mit dem Osram-Management beim zweiten Anlauf bei einer Übernahme erfolgreich zu sein und diesmal die auf 55 Prozent gesenkte Mindestannahmeschwelle zu erreichen. AMS schätze es sehr, das sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat von Osram die Offerte zur Annahme empfehlen, sagte der Chef von AMS am Morgen. Die Annahmefrist für die Aktionäre für den gebotenen Kaufpreis von 41 Euro je Aktie läuft noch bis zum 5. Dezember. An der Wiener Börse ist das Papier von AMS heute kräftig unter Druck geraten und verliert zur Stunde rund 4 ½ Prozent. Die Osram-Aktie bewegt sich nur wenig und steht derzeit bei rund 40 Euro 20. Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 13.224 Punkte. Der TecDAX hat 0,8 Prozent zugelegt. Chipwerte sind gefragt. Infineon steigen nach den positiv aufgenommenen Quartalszahlen um 5,6 Prozent. Das Papier von Dialog Semiconductor ist nach einer angehobenen Geschäftsprognose um 7,3 Prozent nach oben geschnellt. Der Euro steht bei 1 Dollar 10 28.

09:10 DAX im Plus - Infineon schießt nach oben

Die Quartalsberichtssaison hat heute noch einmal einen Höhepunkt erreicht. Neben zahlreichen Unternehmen aus der zweiten Reihe haben auch gleich drei DAX-Konzerne haben ihre Zahlen präsentiert: die deutsche Post, Infineon und Continental. Der Autozulieferer hatte unter der schwächeren Autokonjunktur und einer Milliardenabschreibung zu leiden und ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand ein Verlust von fast zwei Milliarden Euro zu Buche. Die Anleger nehmen es gelassen. Die Aktie gewinnt kurz nach Handelsstart 0,6 Prozent. Das Papier von Infineon ist förmlich durch die Decke gegangen und mit plus 6,9 Prozent größter DAX-Gewinner. Trotz des schwierigen Marktumfeldes hat der Münchner Chiphersteller im vierten Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn besser abgeschnitten als erwartet. Die Post-Aktie hat 2,3 Prozent zugelegt. Der Logistikkonzern hat im dritten Quartal deutlich vom boomenden Paket-Markt und Express-Geschäft profitiert. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 13.248 Punkte. Der Euro steht bei 1 Dollar 10 25.

08:15 United Internet und Uniper vorbörslich gefragt

Rabatte und gestiegene Kosten haben den Internet-Konzern United Internet gebremst. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um 1,7 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte auf 944 Millionen Euro zu. Die Nachfrage von Bestandskunden nach LTE-Mobilfunktarifen sei stark gewesen, allerdings hätten die im ersten Vertragsjahr eingeräumten Vergünstigungen die Erlöse geschmälert. Die Anleger zeigen sich dennoch zufrieden. Die Aktie ist im vorbörslichen Handel um mehr vier Prozent nach oben geklettert. Auch der Versorger Uniper hat Zahlen vorgelegt und erwägt nach einem deutlichen Gewinnplus eine Höhere Dividende. Auch das kommt gut bei den Börsianern an. Die Aktie gewinnt vorbörslich rund 3 ½ Prozent.  Die Osram-Bilanz hat bislang nicht zu größeren Kursausschlägen geführt. Der Konzern ist im Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht und empfiehlt seinen Aktionären das Übernahmeangebot von AMS aus Österreich. Der DAX wird vorbörslich ein knappes halbes Prozent im Plus gesehen. Der Euro steht bei 1 Dollar 10 34.

07:15 Osram empfiehlt Übernahme durch AMS

Der unter der Krise der Automobilindustrie leidende Licht- und Sensorik-Konzern Osram hat gerade erste Eckpunkte zu seiner Jahresbilanz vorgelegt. Das Unternehmen steht wegen der Schwäche seiner wichtigsten Kundengruppe unter Druck und hat zuletzt Umsätze verloren und deutliche Verluste geschrieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr rutschte Osram mit 343 Millionen Euro in die Verlustzone, im vergangenen Jahr war es noch ein Gewinn von 188 Millionen. Die Dividende fällt daher aus und das Umfeld bleibe weiter schwierig. Die schwache Konjunktur und der Technologiewandel machten weitere strukturelle Anpassungen nötig, so Osram. Und so werde sich das Erreichen der mittelfristigen Ziele um etwa zwei Jahre verschieben. Der Konzern empfiehlt das aktuelle Übernahmeangebot des deutlich kleineren aber profitable Sensorspezialist AMS aus Österreich. Die Mitarbeiter seien bis Ende 2022 vor fusionsbedingten Kündigungen geschützt. Die Stimmung an den Asienbörsen ist gemischt. In Shanghai steht derzeit ein kleines Minus zu Buche, in Tokio ein Plus von 0,8 Prozent. Der Euro kostet 1 Dollar 10 34.

06:15 Osram legt Jahreszahlen vor

Osram legt in stürmischen Zeiten in einer guten Stunde die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die Autoindustrie als wichtigste Kundengruppe schwächelt und inzwischen liegt das dritte Übernahmeangebot im laufenden Jahr für den Licht- und Sensorik-Konzern vor. Der deutlich kleinere aber profitable Sensorspezialist AMS aus Österreich war zuletzt mit einem Angebot gescheitert, hat aber einen neuen Versuch gewagt. Der gebotene Kaufpreis von 41 Euro wurde bei der bis 5. Dezember laufenden Offerte zwar nicht verändert, die Annahmeschwelle aber auf 55 Prozent gesenkt und die Rolle des Standort Münchens in einem möglichen Gesamtkonzern gestärkt. AMS hält bereits knapp 20 Prozent an Osram. Die Börsianer erwarten, dass Osram sich heute auch zur neuen Offerte positionieren könnte. An den asiatischen Börsen werden heute keine großen Sprünge gemacht. Der Shanghai-Composite notiert mit 0,4 Prozent leicht im Minus, der Nikkei in Tokio mit 0,3 Prozent im Plus. Auch die US-Börsen schlossen gestern kaum verändert. Der Euro steht aktuell bei 1 Dollar 10 34. Monika Stiehl, B5 Börse


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