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B5 Börse Zuversicht ein wenig gestiegen

Stand: 19.09.2019 21:20 Uhr

21:15 Ölkrise noch nicht überwunden

An den Ölmärkten sind die Angriffe auf saudiarabische Ölförder-Anlagen vom Wochenende wohl noch nicht ganz überwunden. Heute geht es wieder nach oben mit den Barrelpreisen, um gut ein Prozent im Moment auf 64 Dollar 40 bei der Nordseesorte Brent. Das sind zwar nicht mehr die rund 70 Dollar auf die der Ölpreis am Montag nach oben geschnellt war, das sind aber auch nicht wieder die 60 Dollar, bei denen das Barrel Ende letzter Woche stand – also vor den Angriffen. Ein Marktexperte sagte zur nach wie vor angespannten Lage an den Ölmärkten, Saudi-Arabien habe mindestens für die nächsten zweieinhalb Monate keine Reserve-Kapazitäten, um weitere Angebotsausfälle auszugleichen. Und auch an den Aktienmärkten bleibt man vorsichtig. Dow Jones und Nasdaq-Index kommen an den US-Börsen kaum vom Fleck. Hierzulande schaffte der DAX immerhin 0,6 Prozent Plus heute. Zu den Spitzenreitern zählten Merck, Heidelbergcement und Deutsche Bank mit Gewinnen zwischen 2 und 3 Prozent. Und der Euro steht bei einem Dollar 10 45. Christian Sachsinger, B5 Börse.

20:15 Microsoft führt Dow Jones an

An der Wall Street schaut man heute insbesondere auf die Aktie von Microsoft. Der Softwarekonzern will eigene Aktien für 40 Milliarden Dollar zurückkaufen. Damit verknappt sich das Angebot der Papiere auf dem Markt und das schiebt automatisch den Kurs an. Und der Technologieriese tut den Anlegern noch einen Gefallen: er will die Quartalsdividende um elf Prozent steigern auf 51 Cent je Aktie. Beides zusammen beschert dem Kurs jetzt fast zwei Prozent Plus, damit ist die Microsoft-Aktie der Favorit im Dow Jones. Die Aktien von US Steel knicken dagegen um 10 Prozent ein. Das ist der größte Kursrutsch seit etwa eineinhalb Jahren. Der Stahlkonzern äußerte sich enttäuscht über die Geschäftsaussichten für das laufende Quartal. Insgesamt sieht es eher mau aus an den US-Börsen. Keine große Begeisterung über die Zinssenkung durch die US-Notenbank am Tag danach. Dow Jones und Nasdaq-Index zeigen nur ganz leicht in die Gewinnzone. Hierzulande schaffte der DAX heute immerhin noch 0,6 Prozent Plus. Und der Euro steht aktuell bei einem Dollar 10 55. Christian Sachsinger, B5 Börse.

18:15 DAX schließt 0,5 Prozent höher

An den deutschen Aktienmärkten gab es heute keine große Feier nach der gestrigen Zinssenkung durch die US-Notenbank, zumal Fed-Chef Powell auch nicht durchblicken ließ, ob es bald noch ein paar ähnliche Schritte geben könnten. Trotzdem war die Stimmung heute nicht schlecht. Der DAX kam mit einem Plus von einem halben Prozent aus dem Handel. Genauso der M-DAX. Im DAX gab es dabei heute zwei große Verlierer. Zum einen Wirecard. Die Wochenzeitung Zeit berichtete, dass es im Zusammenhang mit einer Anleihemission neue Fragen zur Geschäftspraxis gebe. Wirecard-Aktien knickten am Ende 5 Prozent ein. Zum anderen standen Lufthansa-Aktien unter Druck. Nachdem nun mit Morgan Stanley ein weiteres Analystenhaus seine bislang positive Haltung aufgab, schwinden nun die Optimisten, die der Aktie viel zutrauen. Lufthansa-Papiere verbilligten sich heute um 3 Prozent. Noch zum Euro: der steht bei einem Dollar 10 40. Christian Sachsinger, B5 Börse.

16:15 Zuversicht ein wenig gestiegen

Der neue BMW-Chef Oliver Zipse plant einem Magazinbericht zufolge, mehrerer tausend Arbeitsplätze zu streichen. Bis zum Jahr 2022 wolle der Autobauer in Deutschland 5.000 bis 6.000 Stellen streichen, davon die meisten in der Konzernzentrale in München, berichtet das "manager magazin". Ein Konzernsprecher wollte sich dazu nicht äußern. Bisher hat BMW angekündigt, die Zahl der insgesamt rund 135.000 Beschäftigten im Konzern im laufenden Jahr unter dem Strich stabil zu halten. Die Aktien von BMW können heute Nachmittag leicht zulegen, sie verteuern sich um 0,6 Prozent. Damit folgen sie dem allgemeinen Trend. Der DAX steigt um 0,4 Prozent, der MDAX um 0,5 Prozent. Dabei können sich die Aktien von Airbus gut behaupten, trotz des Verdachts auf Wirtschaftsspionage gegen Mitarbeiter des Unternehmens. Die Vorgaben von der Wall Street sind verhalten positiv. Der Dow Jones steigt um 0,2 Prozent und der Euro steht bei 1,10 58 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

15:15 Ryanair will Hunderte Stellen abbauen

Ryanair will 500 bis 700 Arbeitsplätze streichen. Die Gesellschaft habe rund 500 Piloten zuviel an Bord, sagte Vorstandschef Michael O'Leary auf der Hauptversammlung in Dublin. Einige könnten für zwölf Monate ohne Bezahlung freigestellt werden, doch es werde auch Entlassungen geben. Ryanair beschäftigt insgesamt rund 17.000 Mitarbeiter. Im Juli war noch von einem Überhang von 900 Stellen die Rede. Ryanair begründet den Stellenabbau auch damit, dass sich die Auslieferung der gesperrten Boeing-Flugzeuge des Typs 737 Max nach zwei Abstürzen weiter verzögert. Die Anleger machen Kasse, die Aktien von Ryanair verbilligen sich um 1,6 Prozent. Ansonsten zeigen sich die Anleger wieder etwas mutiger. Der EuroStoxx gewinnt 0,5 Prozent, der DAX kann 0,4 Prozent zulegen und steigt auf 12.439. Der Euro tritt auf der Stelle bei 1,10 64 Dollar.

14:15 Lage an den Ölmärkten

Die Berg- und Talfahrt an den Ölmärkten geht weiter. Aktuell steigen die Preise wieder etwas, sie sind damit aber noch weit von den Höchstständen Anfang der Woche entfernt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent hat sich um 1,4 Dollar verteuert auf 65 Dollar. Marktteilnehmern zufolge sorgt die Nachricht für Schwung, dass Saudi-Arabien einem Pressebericht zufolge Öl im Irak kaufen will. Das Land ist dem "Wall Street Journal" zufolge an bis zu 20 Millionen Barrel Rohöl aus dem Irak für seine heimischen Raffinerien interessiert. An den Börsen scheinen die Anleger wieder etwas zuversichtlicher zu werden, nachdem sich die Lage an den Ölmärkten entspannt, zudem scheint es im festgefahrenen Brexit-Streit zwischen Großbritannien und der EU Bewegung zu geben. Großbritannien hat der EU neue Vorschläge unterbreitet, wie eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte. Der DAX steigt um 0,3 Prozent und steigt auf 12.421. Der Euro steht bei 1,10 69 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

13:15 DAX tritt auf der Stelle

Die britische Regierung hat eigenen Angaben zufolge der EU formelle Lösungsvorschläge zum Brexit vorgelegt. Eine Sprecherin der EU-Kommission hat bestätigt, dass die Kommission Dokumente von Großbritannien erhalten hat. Es soll um gewünschte Änderungen am umstrittenen Ausstiegsvertrag gehen. Die Gespräche würden auf dieser Basis in den nächsten Tagen fortgesetzt. Das scheint zumindest an der Börse in London für etwas mehr Zuversicht zu sorgen. Der Leitindex dort kann nach diesen Meldungen weitere Punkte zulegen und ist jetzt mit 0,6 Prozent im Plus. Der DAX dagegen tritt weiter auf der Stelle und pendelt damit weiter um die Marke von 12.400, bei aktuell 12.399. Kasse gemacht wird unter anderem bei den Aktien der Lufthansa, die 1,7 Prozent einbüßen. Morgan Stanley hat die Titel herabgestuft, auf Untergewichten. Die gesamte europäische Luftfahrtbranche habe mit einem harten Wettbewerb, mauer Konjunktur, Arbeitskämpfen und steigenden Umweltkosten zu tun, heißt es zur Begründung. Der Euro steht bei 1,10 63 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

12:15 Bewegung im Brexit-Streit

Wie Reuters meldet, hat Großbritannien schriftliche Vorschläge bei der EU vorgelegt, um die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen voranzubringen. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf nicht näher genannte Insider. Die der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD sieht ein großes Risiko in der Entwicklung. Ein Brexit ohne Einigung könnte Großbritannien im kommenden Jahr in eine Rezession stürzen. Dies würde das Wachstum in ganz Europa merklich reduzieren, so die Warnung der OECD. Die Organisation erwartet im laufenden Jahr das niedrigste Wachstum der Weltwirtschaft seit der globalen Finanzkrise. «Die Aussichten würden zunehmend fragil und unsicher, heißt es in dem in Paris veröffentlichten Konjunkturausblick. Die Anleger an den Börsen bleiben auf der Hut. Der DAX pendelt um die Marke von 12.400, aktuell ist er mit 0,2 Prozent im Plus bei 12.416. Der Euro steht bei 1,10 63 Dollar. Gabriel Wirth B5 Börse

11:15 OECD: Wirtschaft schwach wie vor 10 Jahren

Das Urteil der OECD über die Weltwirtschaft ist ernüchternd. Das Wachstum betrage in diesem Jahr nur noch 2,9 Prozent, im kommenden Jahr nur noch 3 Prozent, steht in der neuesten Konjunkturanalyse. Das sind die schwächsten Raten seit 10 Jahren, also seit Ausbruch der Finanzkrise. Die Organisation der Industriestaaten begründet das mit den vielen Handelskonflikten und politischen Spannungen in der Welt. Für Deutschland werden die Prognosen auf ein halbes Prozent gesenkt. Die Exportnation leide unter anderem unter der weltweit sinkenden Nachfrage nach Investitionsgütern wie Fahrzeuge. Überraschend kommt das alles nicht. Die Börsen werden heute vom weiteren Zinsschritt in den USA gestützt. Der DAX gewinnt 46 auf 12 436 Punkte. Der Euro wird für Kurse um 1, 10 60 Dollar gehandelt. Rigobert Kaiser B 5 Börse

10:15 Deutsche Bank steigt bei Fintech ein

Die Deutsche Bank steigt zum ersten Mal bei einem größeren deutschen Fintech ein. Die Frankfurter halten knapp 5 Prozent an der Hamburger Deposit Solutions. Das Startup betreibt die Tagesgeld-Portale Zinspilot und Savedo. Die Investitionssumme wird offiziell nicht bekanntgegeben, aber das Startup dürfte mit über einer Milliarde Euro bewertet werden. An der Börse wird offenbar begrüßt, dass das angeschlagene Geldhaus seine Online-Strategie mit dieser Übernahme ausbaut. Die Aktie der Deutschen verteuert sich um 1,3 Prozent auf 7,30 Euro. Der DAX gewinnt 30 auf 12 419 Punkte. Airbus gewinnen 0,4 Prozent. Die Ermittlungen gegen 20 Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Spionage wirken sich nicht negativ aus. Der Euro kostet 1, 10 60 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

9:15 Spionagefall bei Airbus?

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Airbus-Mitarbeiter wegen Spionageverdachts. Eine Sprecherin der Behörde bestätigt, dass das Unternehmen selbst die Strafverfolger eingeschalte habe. An den Börsen löste diese Nachricht keine größeren Verluste aus. Die Airbus-Aktie gibt nur leicht nach auf 122, 60 Euro. Ungeachtet dessen ist der Flugzeugbauer überzeugt, dass die Nachfrage nach Flugzeugen in den kommenden 20 Jahren größer sein wird als bislang gedacht. Bis 2038 läge der weltweite Bedarf bei über 39 000 Maschinen – 1800 mehr als prognostiziert. Der DAX gewinnt 11 auf 12 400 Punkte. Die Anleger reagieren kaum auf die erneute Zinssenkung in den USA. Der Schritt um einen Viertelpunkt war erwartet worden. Am Ölmarkt gibt der Preis für die Nordseesorte Brent etwas nach auf 63, 50 Dollar. Der Euro kostet 1, 10 40 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

8:15 Ölpreis gibt wieder nach

Die Zinssenkung durch die US-Notenbank hat schon gestern die Märkte kaum bewegt. Und das dürfte auch heute in Deutschland der Fall sein. Der DAX wird wenig verändert bei seinem gestrigen Endstand 12 393 erwartet. In Tokio schloss der Nikkei-Index nur 0,4 Prozent höher bei 22 045. Neben den Zinsen ist seit dem Wochenende der Ölpreis ein gewichtiges Thema. Hier scheint sich die Lage wieder etwas zu beruhigen, denn die Nordseesorte Brent verbilligt sich auf unter 64 Dollar. Am Montag war sie nach den Anschlägen  in Saudi-Arabien noch auf 72 Dollar geschossen. Weiteres Thema ist die Deutsche Bank, die Anfang Juli die Einrichtung einer hausinternen Bad Bank beschlossen hat. Insider berichten, dass die Bank problematische Papiere in Milliardenhöhe in die Bad Bank auslagern will. Ein Sprecher der Bank hat die Meldung zurückgewiesen. Der Euro kostet 1, 10 40 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

7:15 Trump kritisiert US-Notenbank

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge gesenkt, erneut um einen Viertelpunkt. US-Präsident Trump ist das viel zu wenig. Seit Monaten schießt er scharf gegen die FED und fordert eine Nullzinspolitik nach dem Muster der EZB. Davon ist die FED noch weit entfernt. Ihr Zins liegt bei 1,75 bis 2 Prozent. Bis Jahresende sind noch weitere Schritte denkbar, erklären Analysten. Notenbank-Chef Powell kämpft um die politische Unabhängigkeit, obwohl er selbst von Donald Trump zum FED-Chef ernannt worden war. Zwischen der US-Regierung und der Notenbank gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Auseinandersetzungen. Doch der aktuelle Streit erreicht eine bis heute nie gekannte Dimension. Die internationalen Börsen reagieren kaum. Die New Yorker Börsen schlossen uneinheitlich. In Tokio gewinnt der Nikkei-Index ein halbes Prozent. Der DAX wird wenig verändert erwartet. Der Euro kostet 1, 10 30 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse

6:15 US-Notenbank senkt Leitzins

Die amerikanische Notenbank hat es erneut getan. Zum zweiten Mal in Folge senkt sie ihren Leitzins – und zwar erneut um einen Viertelpunkt auf eine Spanne von 1,75 auf 2 Prozent. Die Entscheidung war umstritten, denn es gab drei Gegenstimmen. Analysten rechnen mit weiteren Reduzierungen in diesem Jahr. Die Notenbank tagt noch zweimal. In Washington reagierte US-Präsident Trump mit heftiger Kritik. Er hätte am liebsten eine Nullzinspolitik nach dem Muster der EZB und fordert eine solche vehement ein. Die Börsen reagieren sehr verhalten auf den Zinsentscheid. In New York gewinnt der Dow Jones 36 auf 27 147 Punkte, der NASDAQ schloss einige wenige Punkte im Minus. In Tokio notiert der Nikkei-Index 0,2 Prozent höher. Der Euro kostet 1, 10 30 Dollar. Rigobert Kaiser B 5 Börse


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