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Nachrichtenarchiv - 10.10.2019 06:00 Uhr

Zentralrat der Juden erhebt schwere Vorwürfe gegen Polizei in Halle

Halle: Nach dem antisemitischen Angriff in der Stadt an der Saale hat der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben: Es sei skandalös, dass die Synagoge an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht geschützt gewesen sei. Die Brutalität des Angriffs übersteige alles bisher Dagewesene der letzten Jahre und sei für alle Juden in Deutschland ein Schock. Sein aufrichtiges Mitgefühl gelte den Angehörigen der Toten und den Verletzen. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle, Privorozki, sagte dem MDR, man habe in der Vergangenheit mehrmals vergeblich um Polizeischutz vor der Synagoge gebeten. Ein schwerbewaffneter Mann hatte gestern auf der Straße vor der Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen. Zuvor hatte er vergeblich versucht, in das Gotteshaus einzudringen, in dem etwa 60 Gläubige gerade das Jom-Kippur-Fest feierten. Auf seiner Flucht verletzte der mutmaßliche Täter zwei weitere Menschen bevor ihn die Polizei festnahm. Bei dem Mann soll es sich um einen 27-jährigen Deutschen aus Eisleben handeln.

Quelle: Bayern 2 Nachrichten, 10.10.2019 06:00 Uhr

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