Nachrichtenarchiv - 23.09.2022 03:00 Uhr

Politiker von Koalition und Opposition fordern Aufnahme russischer Kriegsdienstverweigerer

Berlin: Nach der Teilmobilmachung in Russland fordern Politiker aus Koalition und Opposition, dass russische Kriegsdienstverweigerer und Deserteure zügig in Deutschland aufgenommen werden können. Wer sich als Soldat nicht an Putins Krieg beteiligen wolle, dem müsse Asyl gewährt werden, sagte etwa die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Mihalic, der "Rheinischen Post". Ähnlich äußerte sich SPD-Fraktionsvize Wiese. Unionsfraktionsvize Wadephul sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, humanitäre Visa müssten in solchen Fällen großzügig und umfassend ausgelegt werden. - Der ukrainische Präsident Selenskyj rief unterdessen die Menschen in Russland zum Protest auf. In einer Videobotschaft wandte er sich auf Russisch an die Angehörigen der Einberufenen: Die Entscheidungsträger in Russland würden ihre eigenen Kinder schützen, sagte er - und fügte wörtlich hinzu: "Eure werden nicht einmal beerdigt." Selenskyjs Angaben nach sind bereits 55.000 russische Soldaten in der Ukraine ums Leben gekommen.

Sendung: BR24 Nachrichten, 23.09.2022 03:00 Uhr