Linke bewertet Bayerns Klage gegen Erbschaftssteuer als Wahlkampf

München: Die Linke hat Bayerns Klage gegen die Erbschaftssteuer als Wahlkampfmanöver kritisiert. Ihr Finanzpolitiker Görke sagte, Ministerpräsident Söder ziehe nicht für die Mittelschicht vor Gericht, sondern für die Superreichen. Nur eine Minderheit erbe so viel, dass überhaupt eine Steuer anfalle. Ähnlich argumentiert die Organisation "Finanzwende". Sie sieht als Leidtragende die Steuerzahler, die die Privilegien der Reichen mittragen müssten. Das Netzwerk Steuergerechtigkeit verweist darauf, dass ein selbst bewohntes Familienheim von der Erbschaftssteuer ausgenommen ist. Wie heute bekannt wurde, hat der Freistaat die Klage am Freitag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Bayern will bei der Erbschaftssteuer höhere Freibeträge erreichen.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 18.06.2023 18:00 Uhr

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