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Nachrichtenarchiv - 20.05.2020 12:00 Uhr

Kabinett beschließt schärfere Regeln für Fleischbranche

Berlin: In der Fleischindustrie sollen künftig schärfere Arbeitsschutzvorschriften gelten. Das hat das Kabinett am Vormittag beschlossen. Arbeitszeiten müssen digital erfasst und Fleischbetriebe häufiger kontrolliert werden. Bei Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz sollen höhere Bußgelder fällig werden, bis zu 30.000 Euro statt wie bisher maximal 15.000 Euro. Außerdem sollen Werkverträge und Leiharbeit in der Fleischindustrie ab dem kommendem Jahr weitgehend verboten werden. Nur noch Beschäftigte des eigenen Betriebes dürfen dann schlachten und das Fleisch verarbeiten. Bei einem Werkvertrag vergeben Unternehmen bestimmte Aufträge und Tätigkeiten an andere Firmen. In vielen Schlachtbetrieben treten gehäuft Corona-Infektionen auf. Im Fokus der Kritik stehen vor allem die schlechten Arbeitsbedingungen vieler Subunternehmer und die Sammelunterkünfte für die Beschäftigten, die meist aus Osteuropa kommen. Die Gewerkschaften befürworten das Verbot von Werkverträgen, die Fleischwirtschaft reagiert mit scharfer Kritik.

Quelle: Bayern 2 Nachrichten, 20.05.2020 12:00 Uhr

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