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Nachrichtenarchiv - 08.04.2021 18:15 Uhr

Deutschland will Gespräche mit Russland über Sputnik

Berlin: Nach Bayern will sich nun auch die Bundesregierung darum bemühen, Lieferungen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik zu bekommen. Gesundheitsminister Spahn kündigte in einem Interview direkte Gespräche mit Moskau an. Zur Begründung verwies Spahn darauf, dass die EU-Kommission bislang das russische Präparat nicht einkaufen will. Bisher hatte Brüssel immer zentral Impfstoff bei den Pharmakonzernen bestellt, um eine faire Verteilung an die Mitgliedsstaaten zu gewährleisten. Damit Sputnik in Deutschland verimpft werden kann, bedarf es laut Spahn aber noch einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Unklar ist auch, wie viel Impfstoff Russland kurzfristig liefern könnte. Die EU-Staaten Ungarn und Slowakei haben Sputnik bereits auf eigene Faust angeschafft. Eine slowakische Kontrollbehörde kritisierte aber jetzt, dass der gelieferte Impfstoff aus Russland nicht in allen Details identisch mit dem bisher beschriebenen Sputnik-Präparat sei.

Quelle: B5 aktuell Nachrichten, 08.04.2021 18:15 Uhr

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