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Nachrichtenarchiv - 15.10.2020 14:00 Uhr

Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona sind umstritten

Berlin: Die Bund-Länder-Beschlüsse zu schärferen Corona-Maßnahmen stoßen auf ein unterschiedliches Echo: Der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die den Bund berät, gehen sie nicht weit genug. Die vereinbarten Regelungen seien "nicht ausreichend, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und einzudämmen". Viele Infektionsketten in Hotspots seien schon jetzt nicht mehr nachzuverfolgen, so die Akademie. Geht es nach dem SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach sollten in Regionen mit einem Inzidenz-Wert über 50 komplette Ein- und Ausreiseverbote gelten. Dass sich Reisewillige durch einen Negativ-Test davon befreien können, hält er auch für falsch. Wichtige Corona-Testkapazitäten würden so weggenommen, argumentiert der SPD-Politiker. FDP und Linke wiederum kritisieren, dass der Bundestag beziehungsweise die Länderparlamente nicht in die Entscheidungen einbezogen werden. FDP-Chef Lindner verweist darauf, dass es schließlich um Eingriffe in Grundrechte gehe. Die Grünen fordern ein einheitliches Vorgehen bei den Beherbergungsverboten. Und die AfD bezeichnet die Verschärfungen insgesamt als willkürlich und schädlich für die Wirtschaft.

Quelle: Bayern 2 Nachrichten, 15.10.2020 14:00 Uhr

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