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Neue Regierung soll es richten Luftfahrt fordert weniger Abgaben und bessere Infrastruktur

Schon während der Koalitionsverhandlungen haben zahlreiche Lobby-Gruppen versucht, Einfluss auf die künftige Politik zu nehmen. Auch die Luftfahrt-Industrie erhofft sich von der neuen Regierung Impulse. Unter anderem fordert sie, dass Abgaben gestrichen oder gesenkt werden.

Von: Stephan Lina

Stand: 14.03.2018

Airbus A320-200 der Fluggesellschaft Lufthansa | Bild: picture-alliance/dpa

Als im vergangenen Sommer Air Berlin in die Insolvenz rutschte, kam aus dem Bundeswirtschaftsministerium schnell die Anregung, die umstrittene Luftverkehrsabgabe abzuschaffen. Sie spült Jahr für Jahr hunderte von Millionen Euro in die Staatskasse. Die hiesigen Fluggesellschaften bezeichnen sie allerdings als dramatischen Wettbewerbsnachteil.

Neue Regierung, neue Hoffnung

Zum Antritt der neuen Bundesregierung wiederholt nun der Luftfahrt-Verband BARIG die Forderung, diese Steuer endlich abzuschaffen. Auch anderweitig sieht sich die Luftfahrt benachteiligt. So tragen weitestgehend Passagiere und Airlines die Kosten für die Luftsicherheit, also vor allem die Kontrollen der Passagiere, während etwa bei Fußballspielen die Allgemeinheit die teuren Polizeieinsätze bezahle, klagen Branchenvertreter immer wieder.

Und nicht zuletzt wünscht sich die Industrie mehr Investitionen in die hiesige Infrastruktur, insbesondere an den Flughäfen. Sonst drohe man im internationalen Vergleich weiter zurückzufallen, etwa gegenüber den Wettbewerbern aus der Türkei oder vom Persischen Golf, wo nahezu ungebremst in Flotten und Flughäfen investiert wird.


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