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Rückrufaktion Lidl ruft Gemüsemix wegen gefährlicher Listerien zurück

Lidl ruft zwei Sorten Tiefkühl-Gemüsemix zurück: "Freshona Gemüsemix" und "Green Grocer's Gemüsemix" Das Gemüse steht in Verdacht, Listerien zu enthalten. Das sind gefährliche Erreger, die bei Schwangeren, immungeschwächten und älteren Menschen tödlich verlaufende Infektionen auslösen können.

Stand: 12.07.2018

Der belgische Hersteller Greenyard Frozen Belgium N.V. erweitert den Warenrückruf des Produktes "Freshona Gemüsemix" vom 05.07.2018 und ruft zusätzlich das Produkt "Green Grocer's Gemüsemix" zurück. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/58227 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/LIDL/Lidl" Foto: Lidl/LIDL/obs | Bild: dpa-Bildfunk/Lidl

Der belgische Hersteller Greenyard Frozen Belgium N.V. informierte am 05.07.2018 über einen Warenrückruf des Produktes "Freshona Gemüsemix" unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum aufgrund einer möglichen Kontamination mit Listerien.

Betroffen: "Green Grocer's Gemüsemix" und "Freshona Gemüsemix"

Bei dem Produkt "Gemüsemix" des Herstellers Greenyard Frozen Belgium N.V. kam es in der Vergangenheit zu einer Umstellung der Eigenmarken von "Green Grocer's" auf "Freshona", ohne dass das Produkt dabei verändert wurde. Daher ist auch das Produkt "Green Grocer's Gemüsemix" unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum von dem Rückruf betroffen.

Betroffene Produkte auf keinen Fall essen

Aufgrund des Gesundheitsrisikos sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und die betroffenen Produkte nicht verzehren. Die betroffenen Produkte "Freshona Gemüsemix" und "Green Grocer's Gemüsemix" wurden bei Lidl Deutschland verkauft.

Der Discounter Lidl hat die Produkte aus dem Verkehr gezogen

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat Lidl Deutschland sofort reagiert und die betroffenen Produkte aus dem Verkauf genommen. Die Produkte können in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Rückruf betrifft ausschließlich den Gemüsemix des belgischen Herstellers

Von dem Rückruf sind ausschließlich die Produkte "Freshona Gemüsemix" und "Green Grocer's Gemüsemix" des Herstellers Greenyard Frozen Belgium N.V. betroffen. Andere bei Lidl Deutschland verkaufte Tiefkühl-Produkte insbesondere weitere Tiefkühl-Produkte der Marken "Freshona" und "Green Grocer's" anderer Hersteller sind von dem Rückruf nicht betroffen. Die Hersteller Greenyard Frozen Belgium N.V. entschuldigt sich bei allen Betroffenen für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Listerien - für geschwächte Menschen gefährlich

Immer wieder kommt es zu Rückrufaktionen in Supermärkten, bei denen Lebensmittel aus dem Handel gezogen werden. Der Grund: Sie enthielten Listerien - gefährliche Erreger - die bei Schwangeren, immungeschwächten und älteren Menschen tödlich verlaufende Infektionen auslösen können.

Listerien überleben auch das Einfrieren

Listerien sind Bakterien, die beim Menschen schwere Infektionen auslösen können. Die Bakterien sind in der Umwelt, vor allem in der Landwirtschaft, weit verbreitet. Normalerweise werden sie durch Pasteurisierung vernichtet - aber nicht immer. Denn Listerien sind sehr anspruchslos. Sie überleben es auch, wenn sie mit befallenen Lebensmittel eingefroren werden. Menschen können sich durch Rohmilchkäse, Fertigsalate, gekühlte Fertiggerichte oder ungenügend gegartes Fleisch mit den Bakterien infizieren.

Eine Infektion kann tödlich sein

Die Spezies Listeria Monocytogenes löst bei 200 bis 300 Menschen jährlich die sogenannte Listeriose aus, die bei bis zu 30 Prozent aller Fälle tödlich verläuft. Bei gesunden Menschen ist eine Infektion meist harmlos und wird oft nicht einmal bemerkt. Für Schwangere, Babys, ältere und immungeschwächte Menschen kann ein Listeriose jedoch lebensgefährlich werden. Die Erkrankung äußert sich mit Fieber, Hals- und Bindehautentzündungen, Durchfall und Bauchschmerzen und kann zu Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen führen.

Listerien: Schwere Folgen für das ungeborene Kind

Wenn sich eine Schwangere mit Listerien infiziert, kann das für das ungeborene Kind fatale Folgen haben. Es kann zu schweren Schädigungen, Frühgeburten oder zum Abgang des Fötus führen. Die Schwangere merkt von der Infektion in der Regel nichts. Deswegen sollten angehende Mütter auf potenziell infizierte Produkte wie Rohmilchkäse oder halbgare Steaks verzichten.

Listerieninfektion - zum Teil lange Inkubationszeit

Die Inkubationszeit nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel kann 3 bis 70 Tage dauern. Diagnostiziert wird eine Infektion mit Hilfe von Blut- und Urintests. Eine Therapie erfolgt vor allem mit Antibiotika. Bei frühzeitiger Erkennung ist die Krankheit normalerweise heilbar.


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