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Evangelische Kirche Landessynode: Streit um Segnungsgottesdienste für Homosexuelle

Bei der Tagung der evangelischen Landessynode in Schwabach bei Nürnberg geht es um ein heftig umstrittenes Thema: Die evangelische Kirche will Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare einführen.

Von: Tilmann Kleinjung

Stand: 16.04.2018

Die Frage, ob es auch Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare geben soll, erhitzt weiter die Gemüter. Der konservative Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern wehrt sich gegen den Vorschlag, gleichgeschlechtliche Paare in der Kirche zu segnen. Die Bibel schließe einen solchen Segen aus, sagt Pfarrerin Ingrid Braun vom Arbeitskreis. Außerdem gefährde der Vorschlag den innerkirchlichen Frieden.

"In meiner Gemeinde gibt es Menschen, die damit nicht einverstanden wären. Andere finden das gut. Da ist der Streit schon vorprogrammiert. Ich sehe den Streit im Kollegenkreis und ich halte das für hochproblematisch."

Pfarrerin Ingrid Braun

Bedford-Strohm befürwortet Segnungsgottesdienste für Homosexuelle

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er Segnungsgottesdienste für Homosexuelle Paare befürwortet.

"Wichtig ist aber auch, dass es einen Gewissensschutz gibt. Dass niemand gezwungen werden kann, das zu machen. Und dass dann die Möglichkeit besteht, dass bei einem anderen Pfarrer diese Segnung gemacht wird."

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Voraussichtlich am Donnerstag wird die Landessynode in Schwabach über den Vorschlag abstimmen.

Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich.


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