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Lebensgroße Elvis-Figur am legendären Original-Flügel der Micky-Bar: Auf dem Instrument hat Elvis einst sein einziges Konzert in Europa gespielt.

Bildrechte: BR/Michael Wagner
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Zum "Elvis"-Kinostart: Auf den Spuren des King in der Oberpfalz

Ein neuer Kinofilm widmet sich dem Leben und Schaffen von Elvis Presley. Austin Butler schlüpft in die Rolle der Pop-Ikone. Auch in der Oberpfalz hat der "King" seine Spuren hinterlassen. Das Militärmuseum in Grafenwöhr punktet mit Insider-Wissen.

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Michael WagnerMichael WagnerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Hochkarätig besetzt startet die nächste Musiker-Biografie in die deutschen Kinos. "Elvis" widmet sich dem Leben und Schaffen von Elvis Presley. Der "King" hat auch hier in der Oberpfalz gelebt. Auch ein Popstar war nicht vom Wehrdienst gefeit. Die Army schickte den jungen Presley zum US-Truppenstützpunkt nach Grafenwöhr. Eigentlich war Presley hier nur Soldat. Aber ganz ohne Musik ging es dann doch nicht. Das Kultur- und Militärmuseum in Grafenwöhr ist Elvis Presley auf der Spur und lockt sowohl Schulklassen wie eingefleischte Elvis-Fans aus ganz Europa.

Auf zwei Ebenen die volle Packung Elvis

Museumsleiterin Birgit Plössner steigt die Holzstufen hoch zu den Ausstellungsräumen des Kultur- und Militärmuseums in Grafenwöhr. Auf zwei Ebenen erwartet die Besucherinnen und Besucher dort die volle Packung Elvis: Die erste Station ist ein kleiner Raum, vollgestopft mit Sammlerstücken, hier Plakate, dort im Schaukasten eine stylische Jacke, wie sie Elvis in einem seiner Filme getragen hat, unzählige Plattencover mit seltenen Bootleg-Schallplatten. Alles dreht sich hier um Elvis' Karriere als Musiker und Schauspieler.

Elvis, der gescheiterte Schauspieler

Apropos: Ein Box-Office-Hit waren Elvis' Leinwand-Abenteuer nicht. Als Schauspieler war Elvis nur mäßig erfolgreich, erklärt Museumsleiterin Birgit Plössner. In andere Rollen zu schlüpfen, lag ihm nicht. "Er wusste das auch und hat das Mitte der Sechzigerjahre aufgegeben. Elvis war selber nicht so von seinen Filmen überzeugt. Also er wusste, dass er als Schauspieler nicht so das Talent hatte wie als Sänger."

Museum punktet mit Insider-Storys

Aber nicht nur mit Elvis-Reliquien kann das Kultur- und Militärmuseum in Grafenwöhr punkten. Dreimal war Elvis als Soldat der US Army in Grafenwöhr stationiert, 1958, 1959 und 1960. Das Museum wird zur Insider-Attraktion: Aus ganz Europa reisen Fanclubs an, um die Stationen ihres Idols in der Oberpfalz besser kennenzulernen. Es ist eines der weniger gut durchleuchteten Kapitel im Leben des Musikers. Heimvorteil für das Kultur- und Militärmuseum in Grafenwöhr: "Über Elvis ist eigentlich jede Sekunde bekannt, jeder Schnipsel aus seinem Leben. Aber wir konnten sogar eingefleischten Fans noch Neues erzählen", erklärt Birgit Plössner.

Vom Elvis-Konzert in der Micky-Bar

Da ist zum Beispiel die Geschichte vom einzigen Elvis-Konzert in Europa: Das fand nämlich in der Oberpfalz statt, geheim, im ganz kleinen Rahmen, erzählt Birgit Plössner: Demnach war damals Elvis' Vater zu Besuch in Grafenwöhr. Zum Schutz der Privatsphäre wurden er und Elvis in einem Lokal, der "Micky-Bar", untergebracht, "aber im hinteren Teil", so Plössner, dass es niemand mitbekam. Eine Woche lang konnten Vater und Sohn dort unbemerkt ein und aus gehen. Elvis revanchiert sich. Er lässt die Belegschaft der Micky-Bar zusammenrufen, nimmt am Flügel des Hauses Platz und spielt ein Privatkonzert.

Phänomen Elvis

Es ist nur eine von vielen Legenden, die sich um den "King" ranken. Elvis fasziniert. Und tut das bis heute, findet auch Museumsleiterin Birgit Plössner: "Die Leute können das teilweise gar nicht begründen. Es ist ein emotionales Thema. Es geht auch gar nicht tiefer, dass die Fans seine Musik analysieren. Es ist einfach ein Gefühl, Elvis geht ans Herz. Und das ist auch gut so."

Der Raum in der ersten Etage der Elvis-Ausstellung im Kultur- und Militärmuseum in Grafenwöhr ist vollgestopft mit Elvis-Reliquien.

Bildrechte: BR/Michael Wagner

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