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Ziel Kulturhauptstadt: Nürnbergs Bewerbung trotz Corona | BR24

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Die Kunst- und Kulturszene ist durch die Corona-Pandemie auch in Nürnberg lahmgelegt. Und das in dem Jahr, in dem Nürnberg in der Endrunde um den Titel "Kulturhauptstadt Europas" steht

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Ziel Kulturhauptstadt: Nürnbergs Bewerbung trotz Corona

Die  Kunst- und Kulturszene ist durch die Corona-Pandemie auch in Nürnberg lahmgelegt. Und das in dem Jahr, in dem Nürnberg  in der Endrunde um den Titel  Kulturhauptstadt Europas  steht. Jetzt heißt es neue Wege gehen.

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Normalerweise gestaltet Sebastian Lohmaier unter anderem Auftragsarbeiten für Firmen, präsentiert sich auch als Live-Künstler bei Messen. Wichtige Einnahmequellen, die dem Graffiti-Künstler momentan verlorengehen. Jetzt nutzt er die Zeit, um anders kreativ zu werden. Lohmaier hat sein Atelier in ein kleines Film-Studio verwandelt. Er will sich beim Sprayen filmen. Später soll das Video auf den Youtube-Kanal "STREAM FORWARD" gestellt werden. 

Die Szene im Spiel halten

"STREAM FORWARD" ist ein Projekt des Nürnberger Bewerbungsbüros für die europäische  Kulturhauptstadt. Mit dem Kanal reagiert die Stadt auf die Einschränkungen der Kunst- und Kulturszene durch die Corona-Pandemie. Laut Kulturreferentin Julia Lehner geht es darum, "die Szene im Spiel zu halten". Täglich werden auf dem Youtube-Kanal "N2025" fünf bis sechs Videos hochgeladen. Je nach Länge des Auftritts erhalten die Künstlerinnen und Künstler von der Stadt 200 bis 300 Euro.  

Nürnberg in der Endrunde

Nürnberg hatte es im Dezember 2019 in die Endrunde um den Titel europäische Kulturhauptstadt 2025 geschafft. Auch Magdeburg, Chemnitz, Hildesheim und Hannover sind für Deutschland noch im Rennen. Nürnbergs Bewerbung steht unter dem Titel "past forward" und will damit eine Brücke schlagen zwischen ihrem geschichtlichen Erbe und der Suche nach Antworten für das Leben in der Stadt.

Menschlichkeit und Miteinander

Die Bewerbung folgt dabei den Leitsätzen "Menschlichkeit als Maß", "Welt als Aufgabe", "Miteinander als Ziel". Gemeinsam mit der Metropolregion Nürnberg, die weite Teile Oberfrankens, Unterfrankens und sogar einen Teil von Thüringen umfasst, sieht die Stadt Nürnberg eine große Chance, mit dem Titel wichtige Impulse für Stadt- und Landentwicklung, Kultur und das Image der Region zu setzen.

Ideen gesucht

Die Arbeiten am zweiten Bewerbungsbuch laufen, bis Juli muss es fertig sein. Schon jetzt wird der Bewerbungsprozess von zahlreichen Projekten begleitet, darunter zum Beispiel auch der "Call for Ideas". Rund 350 Kultur- und Kunstschaffende folgten Anfang März dem Aufruf der Stadt zu einem Ideen-Wettbewerb. 

Sie machten Vorschläge zu den Themen Stadtentwicklung, Spiel, Erinnerungskultur und sie skizzierten ihre Projekte auf den Gebieten Tanz, Theater und Bildende Kunst. 18 Ideen sind in die engere Wahl gekommen. Bis Mitte Mai entscheidet eine vierköpfige Jury, in der unter anderem der Leiter des Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner, sitzt, welche Projekte sich durchsetzen konnten.