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Zentrum für politische Schönheit errichtet Mahnmal in Berlin | BR24

© Patryk Witt Zentrum für politische Schönheit

Widerstandssäule aus der Asche der Ermordeten - die neue Aktion des Zentrums für politische Schönheit

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    Zentrum für politische Schönheit errichtet Mahnmal in Berlin

    Asche von NS-Opfern für eine Denkmal: Das Zentrum für politische Schönheit will direkt gegenüber des Reichstags in Berlin eine "Gedenksäule" aus Asche von Opfern des deutschen Faschismus errichten – und verknüpft damit eine Warnung an die CDU.

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    Das Zentrum für politische Schönheit errichtet mitten im Berliner Regierungsviertel eine "Widerstandssäule" aus Asche von Opfern des Nationalsozialismus. Mit dieser "Sucht nach uns" genannten Aktion wollen die Aktionskünstler*innen die Politik davor warnen, eine Koalition mit der AfD einzugehen. Ort des Mahnmals ist das Gelände der ehemaligen Krolloper gegenüber dem Reichstag. Dort hätten die Konservativen – so die Aktivisten – die deutsche Demokratie 1933 in die Hände der NSDAP gelegt. "Die Toten erinnern den deutschen Konservatismus an seine historische Schuld, sich mit den Faschisten eingelassen zu haben: Es nicht mit ihnen zu versuchen, nicht mit ihnen zu paktieren – das ist das Gebot der Stunde", heißt es in der Presseerklärung des Zentrums für politische Schönheit.

    Asche aus den Konzentrationslagern

    Zwei Jahre lang haben die Aktivisten nach eigener Aussage nach Überresten von Opfern des Faschismus geforscht, in Deutschland, Polen und der Ukraine – und wurden fündig: "Knochenkohle, sedimentierte Asche und menschliche Fragmente in den Flussläufen der Weichsel, Zähne direkt auf Feldern, Knochenreste in allen erdenklichen Körnungsgrößen," zählen sie in der Pressemitteilung auf. Diese Überreste überführten sie ins Berliner Regierungsviertel, wo sie bis Samstag, 7. Dezember die Genehmigung für ein Mahnmal eingeholt haben.

    Auf Youtube fordern die Aktivisten die Zivilgesellschaft allerdings derzeit dazu auf, für ein Betonfundament für die "Widerstandssäule" zu spenden, das am Samstag gegossen werden soll – als "zivilgesellschaftlicher Zapfenstreich gegen die AfD". Mit Blumen und Zement solle der Schwur "Nie wieder Auschwitz" erneuert werden.