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Zentrum für politische Schönheit eröffnet Liminale in Nürnberg | BR24

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Die Liminale, das Theaterfestival freier Gruppe, hat mit einem Highlight eröffnet: mit einer Performance des Zentrums für politische Schönheit, das dür seine provokanten Aktionen bekannt ist. Eleonore Birkenstock war dabei.

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Zentrum für politische Schönheit eröffnet Liminale in Nürnberg

Das Nürnberger Theaterfestival Liminale wird in diesem Jahr durch eine Performance des Zentrums für politische Schönheit eröffnet. Die politisch motivierte Künstlergruppe fällt immer wieder durch provokante und umstrittene Aktionen auf.

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Was macht ein Festival für freies Theater, wenn die Medien es nicht recht wahrnehmen? Es beschafft sich ein mediales Zugpferd: "Das Zentrum für politische Schönheit, die Sturmtruppe politischer Kunst in Deutschland" hat für den Eröffnungsabend der Liminale am Mittwochabend in Nürnberg zugesagt.

Da haben die gesagt: Kommt her, ihr dürft machen, was ihr wollt. Die haben nicht einmal gefragt, o Gott, werdet ihr das und das machen, die hatten keine Angst vor dem Zentrum und das ist wirklich ganz toll und sehr, sehr selten. Cesy Leonard, Mitglied des Zentrums für politische Bildung, über die Anfrage aus Nürnberg

Cesy Leonard ist eins der zwölf Mitglieder des Zentrums für politische Bildung, von dem man in Nürnberg, auf historisch vermintem Gelände, Unerhörtes, Provokantes, Grenzüberschreitendes erwartet. Zum ersten Mal probt das Zentrum für Politische Schönheit dabei die politische Aktivierung im Theatersaal, statt eine unangekündigte Aktion zu starten, und will mit einer noch geheimen aktivierenden Bedienungsanleitung den Nürnbergern klar machen, dass sie mehr können als kleine braune Würstchen. Es sei "absolut ein Appell zu mehr Unangepasstheit", so Mitglied Cesy Leonard.

Mitmachen und Mitdenken statt nur Konsumieren

Die drei Festivaltage der Liminale bis zum 6. April handeln jeweils ein Motto ab: Rausch, Jetzt und Recht. Dabei stehen sich jeweils eine regionale Produktion und eine Produktion von außerhalb gegenüber. So treffen zum Thema "Jetzt" die Nürnberger Akademieschüler der Performance-Klasse von Peter Wendl auf den Gießener Schauspieler Arthur Romanowski, der die Grenzen seiner Freiheit auslotet. Rein konsumierendes Sitzen soll bei der Liminale dem Mitdenken und sogar Mitmachen weichen – auch ein Merkmal des aktuellen freien Theaters, das gerne weiter, unangepasster, verrückter denken möchte als das etablierte Bühnentheater.

Wir erhoffen uns, dass es einfach eine gegenseitige Inspiration gibt, also der freien Szene Nürnberg mit der freien Szene außerhalb. Claudia Schulz, Festivalleiterin der Liminale

Für das Theaterfestival Liminale hatten sich über 40 Theatergruppen aus ganz Deutschland beworben, davon 15 aus Nürnberg und der Region. Die Liminale findet zwischen dem 3. und 6. April im Z-Bau statt und ist deutlich größer als die Jahre zuvor. Das Festival der Freien Theater steht unter der Schirmherrschaft des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly und wird unter anderem vom Bewerbungsbüro zur Kulturhauptstadt Europas 2025 unterstützt.

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Das Nürnberger Theaterfestival Liminale wird in diesem Jahr durch eine Performance vom Zentrum für politische Schönheit eröffnet. Bis 6. April präsentieren freie Theatergruppen ihre Arbeiten.