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Kultur

Würzburg: Landtagsabgeordnete fordern Staatshilfen für Posthalle | BR24

© Wolfram Hanke/BR-Mainfranken

Die Posthalle in Würzburg

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    Würzburg: Landtagsabgeordnete fordern Staatshilfen für Posthalle

    Die Landtagsabgeordneten Patrick Friedl und Volkmar Halbleib fordern vom Freistaat gezielte staatliche Hilfen für die Posthalle in Würzburg. Diese ist als kulturelle Einrichtung stark von der coronabedingten Schließungen betroffen.

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    Wie viele andere kulturelle Einrichtungen spürt auch die Posthalle in Würzburg die Folgen der Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie. Daher fordern die Landtagsabgeordneten aus dem Raum Würzburg, Patrick Friedl (Bündnis 90/Die Grünen) und Volkmar Halbleib (SPD), vom Freistaat Bayern gezielte staatliche Hilfen für die Posthalle.

    Noch keine Termine für Öffnung

    Das Programm in der Posthalle wurde vorerst bis Ende Mai 2020 eingestellt – laut den Landtagsabgeordneten sei ein Neubeginn derzeit nicht absehbar. Die Einnahmeverluste aufgrund der Corona-Pandemie setzen Betreiber Jojo Schulz zu. Die Posthalle ist privatwirtschaftlich aufgestellt und wird nicht subventioniert. Bisher angekündigte staatliche Hilfen seien nicht ausreichend, um Kultureinrichtungen wie der Posthalle wirksam zu helfen. Die Landtagsabgeordneten Friedl und Halbleib wenden sich mit ihren Forderungen nach konkreten Hilfen an das Bayerische Wissenschafts- und an das Wirtschaftsministerium.

    Finanzhilfe sollte unabhängig vom Fassungsvermögen sein

    Das Kunstministerium konnte laut den Abgeordneten aktuell noch keine abschließende Auskunft erteilen, da "die Kriterien zum Spielstätten-Programm derzeit noch ausgearbeitet werden". Die Würzburger Posthalle ist eine Spielstätte für Veranstaltungen von bis zu 3.000 Personen. Meistens liege die Zahl der Gäste jedoch bei weniger als 1.000 Personen. Das Fassungsvermögen von 3.000 Personen solle daher für Fördergelder kein Ausschlusskriterium sein, so Friedl und Halbleib.

    Crowdfunding-Aktion zur Rettung der Posthalle angelaufen

    Der Förderverein der Posthalle hat bereits eine Crowdfunding-Aktion zur Rettung der Posthalle gestartet. Unterstützer können online einen beliebigen Betrag spenden. Die beiden Landtagsabgeordneten möchten ihre Forderungen außerdem mit einer "zukunftsfähigen Lösung für die Posthalle als zentralen Kulturort der Region" verbinden. Aktuell ist noch unsicher, ob der Pachtvertrag zur Posthalle, der im März 2023 ausläuft, verlängert wird.

    Zukunft ungewiss

    Schon vor der Corona-Krise stand die Zukunft der Posthalle auf der Kippe. Das Gelände des ehemaligen Briefverteilerzentrums ist von einer Würzburger Investorengruppe gekauft worden. Das Gebäude soll abgerissen und durch einen Neubau mit Wohnungen, Büros und Geschäften ersetzt werden.

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