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Wie aus dem Neuen Museum in Nürnberg Schmuck wird | BR24

© BR / Matthias Rüd

Nadja Soloviev - "In situ"-Ausstellung im Neuen Museum in Bürnberg

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    Wie aus dem Neuen Museum in Nürnberg Schmuck wird

    Absolventen der Akademie der Bildenden Künste haben Schmuck und Alltagsgegenstände entworfen und ließen sich dabei vom Neuen Museum in Nürnberg inspirieren. Zu sehen die Schmuckstücke in der Ausstellung "In Situ" im Neuen Museum. Von Matthias Rüd

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    Hinter einer episch langen Glasfassade des Neuen Museums erscheinen die Besucher fast schon mickrig klein. Nadja Soloviev hat sich von der in Quader aufgeteilten Glasfassade inspirieren lassen, diese maßstabsgetreu auf ein Stück blassgelben Gummi gestanzt.

    "Das ist anfangs nicht als Schmuckstück zu erkennen. Das hat Einschnitte, das kann man aufreißen und wenn man es aufreißt, dann kann man es sich umhängen und als Halsschmuck tragen." Nadja Soloviev

    Museumsleiterin Eva Krauß trägt eine andere Kette bei der Ausstellungseröffnung von "In Situ": Ein dickes Seil aus Beton, das gebrochen werden kann und so zur Kette wird. Dafür hat sich der Absolvent René Martin von den massiven Waschbeton-Wänden inspirieren lassen, sehr zur Freude der Museums-Chefin.

    "Ich find das ein en wunderbar reflektierten Umgang mit unserer Architektur, es macht Spaß, das Gebaute in den Schmuckstücken wiederzufinden." Eva Krauß, Museumsleiterin

    Fünf Akademie-Studenten ließen sich vom Neuen Museum inspirieren. Einer formte etwa dunkle Blumenvasen aus gebogenen und verformten Stahlträgern. Susanne Schwarz verteilt helle pastellgrüne Streifen, die ebenfalls zur Kette werden – und verweist damit auf ein Kunstwerk, dass im Neuen Museum als solches gar nicht zu erkennen ist. Gleich nach dem Eingang zieht sich eine massive Wand in genau dieser Farbe quer durchs Museum.

    "Also meine Arbeit beschäftigt sich mit einem Kunstwerk, das in das Museum integriert ist – von Rémy Zaugg und die Farbe ist so gut gewählt, dass sie im Museum gar nicht auffällt und ich wollte gerne diese Farbe zum Material machen." Susanne Schwarz