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"Wettleuchten": Advent, Advent, 57.000 Lichter brennen... | BR24

© BR/Daniela Burkhard

Das "Lichterhaus" in Pöcking am Starnberger See zieht viele Besucher an

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    "Wettleuchten": Advent, Advent, 57.000 Lichter brennen...

    Advent, Advent, ein Lichtlein brennt - oder darfs auch etwas mehr sein? Was treibt Menschen dazu, ihre Häuser in ein Lichtermeer zu tauchen? In Pöcking am Starnberger See hat ein Haus mit seiner Weihnachtsbeleuchtung längst Kultstatus.

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    Lichterketten am Balkon, blinkende Weihnachtsbäume, die kahle Hecke glitzert in schönem Gelbgold. Leuchtende Weihnachtsdeko gehört für viele einfach mit dazu. Manch einer übertreibt es vielleicht auch. In Pöcking am Starnberger See zum Beispiel kann man jeden Adventssonntag um 18 Uhr sogar eine musikalische Lichtershow erleben. Und in der Nachbargemeinde Feldafing hat Anwohner Rudolf Oliv eine besondere Liebe zu beleuchteten Weihnachtsfiguren entwickelt, die seinen Garten zieren. Warum machen sich manche den Aufwand, wochenlang Lichter zu installieren? Und warum stört es sie nicht, dass die Stromrechnung im Dezember in die Höhe schnellt?

    400 Euro Stromrechnung - dafür kommt Weihnachtsstimmung auf

    Bei Nicolas Heinecke in Pöcking leuchtet es überall: Haus und Garten sind ein einziges weihnachtliches Lichterspektakel: 57.000 Lämpchen sind es in diesem Jahr. Eine technische Herausforderung, denn alle Lichter-Elemente sind selbst gemacht, angefangen von galoppierenden Rentieren auf dem Dach bis hin zu einem schwebenden Engel, der 15 Meter hoch zu einer Baumkrone hinauffliegt.

    "Für mich ist das Thema Beleuchtung ein ganz großes Thema, das ist ein Haus, das im Glanz erstrahlt als Gesamtkunstobjekt. Wir legen großen Wert darauf, dass es nicht kitschig rüberkommt, sondern dass wir verschiedene Szenen darstellen können, wir haben auf dem einen Dach das reine Weihnachtsfest mit dem Christbaum und den Geschenken, die da drunter liegen, oder auf dem großen Dach, wo der Rentierschlitten mit den drei Rentieren ist und dem Stern von Bethlehem – bei uns heißt er Stern von Pöcking – es ist die Fahrt zum Christfest hin, zum Weihnachtsfest", Nicolas Heinecke, Pöcking.

    Nicolas Heinecke, dem sein Schwager und ein Freund bei der wochenlangen Aufbau- und Programmierarbeit beiseite stehen, geht es nicht um eine kreative Beleuchtung an sich, er will bei den Betrachtern auch etwas Besonderes hervorrufen.

    "Wir versuchen mit den Themen für die Leute was zum Entdecken zu machen, dass sie sich mit Ihrer Phantasie festhalten können und denken, ja stimmt, das ist das Weihnachtsfest", Nicolas Heinecke.

    Zuerst kamen die Nachbarn, das war im Jahr 2000. Inzwischen hat es sich herumgesprochen und Hunderte pilgern in die Beccostraße 11 nach Pöcking, um das "Lichterhaus" zu bewundern. Und jedes Jahr kommen neue Installationen dazu.

    "Der eine fährt Motorrad, das kostet Geld, der andere hat Weihnachtsbeleuchtung, das kostet Geld, das ist so, Hobbys kosten Geld. Ganz viele Leute kommen zu uns und fragen, wann macht ihr wieder die Lichter an, das ist für uns der Punkt, da kommt Weihnachten. Das macht uns sehr viel Freude, wenn wir anderen eine Freude bereiten können. Uns fasziniert mit Licht Kunst zu machen. Mit Licht kann man viel darstellen, Licht bringt eine Wärme raus", Nicolas Hennecke.

    Sonntags bis Heilig Drei König gibt es täglich um 18 Uhr eine musikalische Lichtershow zu erleben, die beim Publikum besondere Stimmung aufkommen lässt. Und wegen der vielen positiven Rückmeldungen stören den Lichtermann die 400 Euro Stromkosten nicht weiter.