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Werbeverbot auf Friedhöfen: Händler bekommt 5.000 Euro Strafe | BR24

© picture alliance / Johanna Hoelzl

Rosen blühen auf einem Friedhof.

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Werbeverbot auf Friedhöfen: Händler bekommt 5.000 Euro Strafe

Auf vielen Friedhöfen gilt ein Werbeverbot. Ein Steinmetz, der an seine Kunden kostenlose Blumenvasen mit Werbedruck verteilt hat, muss nun 5.000 Euro Strafe zahlen. Es ist nicht das erste Mal, dass über Werbung auf Friedhöfen gestritten wird.

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Totenruhe und Werbung – auf den meisten Friedhöfen in Deutschland geht dies nicht zusammen. Diese bittere Erfahrung musste diese Woche zum wiederholten Male ein Steinmetz machen. Er hatte Friedhofsvasen, auf denen er für seinen Betrieb warb, zur kostenlosen Mitnahme und im Internet für einen Euro angeboten.

Friedhofsvasen-Marketing kostet Steinmetz 5.000 Euro

Bereits 2016 hatte ein Gericht ihn deshalb aufgefordert, dies zu unterlassen. Im Mai 2018 wurden dennoch insgesamt zwölf Vasen mit Aufklebern des Händlers auf Friedhöfen gefunden. Der Steinmetz bekam vom Gericht daher ein Ordnungsgeld von 5.000 Euro aufgebrummt.

Die Beschwerde des Steinmetz gegen die Strafe wies das Oberlandesgericht Koblenz nun zurück. Auch wenn der Beschwerdeführer selbst die Vasen nicht aufstelle, sei er verantwortlich, erklärte das Gericht. Wer Blumenvasen mit einem Werbeaufkleber verkaufe, müsse die Kunden auf das Friedhofs-Werbeverbot hinweisen.

Werbung auf Friedhöfen: Streitpunkt QR-Codes

Nicht nur bei Blumenvasen gibt es Streit um das Werbeverbot auf Friedhöfen. In den vergangenen Jahren wurde häufig diskutiert, ob QR-Codes auf Gräbern zulässig sind. Die Quadrate aus schwarzen und weißen Pixeln können mit dem Smartphone eingescannt werden und leiten den User dann automatisch auf eine digitale Gedenkseite weiter.

Auf diesen Webseiten können Informationen zum Verstorbenen aufbereitet und digitale Kondolenzbücher hinterlegt werden. Es kann aber auch Werbung geschalten werden. Daher sind QR-Codes auf Grabsteinen nicht auf allen Friedhöfen erlaubt. Welche Trends es sonst noch in der Trauerkultur gibt, zeigt das folgende Video:

© BR

Tradierte Trauerrituale lösen sich auf. Das Außergewöhnliche ist gefragt. Wie verändert sich unsere Trauerkultur?