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Der Cartoonist Rudi Hurzlmeier unterstützt den Verein "Forum Humor und Komische Kunst" nicht nur mit seiner Malerei, sondern auch als Berater.
© Rudi Hurzlmeier / Forum Humor und Komische Kunst e. V.
© Rudi Hurzlmeier / Forum Humor und Komische Kunst e. V.

Der Cartoonist Rudi Hurzlmeier unterstützt den Verein "Forum Humor und Komische Kunst" nicht nur mit seiner Malerei, sondern auch als Berater.

Seit 2017 unterstützen Komiker-Größen wie Gerhard Polt und Eckart von Hirschhausen den Verein "Forum Humor und Komische Kunst". Ziel des Vereins ist es, in München einen Ort zu finden, an dem sich alles um das Thema Humor drehen kann. Der Vorstandsvorsitzende des Forums Humor, Dr. Reinhard Wittmann, ist sich sicher, dass ein Humor-Museum der Stadt guttun würde: "Humor als Lebenseinstellung, Komik und Satire als künstlerische Ausdrucksformen sind das Thema, das für jeden Einzelnen wie das soziale Zusammenleben enorm wichtig sind, aber auch zur kulturellen Identität Münchens und Bayerns gehören." Ein geeignetes Gebäude gäbe es bereits: die ehemalige Viehmarkt-Bank im Schlachthofviertel.

Altes Gebäude, modernes Museum

Schon fast 20 Jahre lang steht das Gebäude der alten Viehmarkt-Bank leer. Die Bank in ein Haus des Humors umzugestalten, hätte einige Vorteile. "Sie ist von ihrer Architektur, der Raumaufteilung und der Nachbarschaft von Wirtshaus im Schlachthof und zukünftigem Volkstheater ideal für unser Vorhaben geeignet", erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Wittmann. Außerdem gehört das Gebäude der Stadt München, was die Verhandlung erleichtern würde.

Das Gebäude der ehemaligen Viehmarkt-Bank im Münchner Schlachthofviertel

Das Gebäude der ehemaligen Viehmarkt-Bank im Münchner Schlachthofviertel

Finanzierungsquelle: Stadt und Staat?

Vor Kurzem hat der Kurator Stefan Iglhaut eine Machbarkeitsstudie für das Projekt vorgelegt. Darin hat Iglhaut unter anderem berechnet, wie viel es die Stadt München kosten würde, die Viehmarkt-Bank in ein Museum zu verwandeln: Nach allen Abzügen, zum Beispiel der schon gesammelten Spenden des Vereins von einer Million Euro, bleiben 13 Millionen Euro übrig.

Momentan beschäftigt sich das Kulturreferat der Stadt damit, die 170 Seiten starke Machbarkeitsstudie zu prüfen. "Angesichts des Umfangs der Unterlagen können wir derzeit noch keine Einschätzung dazu abgeben", heißt es aus dem Kulturreferat. Auch die Idee, den Staat in die Finanzierung einzubinden, steht im Raum. Außerdem will der Verein weiterhin versuchen, Spenden einzunehmen, zum Beispiel mit einer Benefizveranstaltung am 2. Februar 2019.

Nicht einfach nur ein Museum

In der Viehmarkt-Bank soll nicht einfach nur ein Museum, sondern ein Forum für Humor entstehen - ein Ort der Begegnung mit Ausstellungs- und Aufführungsräumen, einem Café, einer Kino-Box und einer Bühne, damit die Besucher Humor auch in Veranstaltungen, Workshops und Fortbildungen erleben können. Außerdem soll genug Platz für eine Humor-Akademie und einen Comedy Club geschaffen werden.

Den Grundstein für das Vorhaben des Forums Humor hat der Förderverein Komische Pinakothek e.V. gelegt. Schon 2010 hatte der Verein versucht, ein Humor-Museum für die Ausstellung der Werke von Karikaturisten, Cartoonisten oder Satirikern einzurichten. Künstler wie Loriot und Dieter Hanitzsch hatten das Projekt unterstützt. 2017 wurde aus der Komischen Pinakothek das Forum Humor.

"Humor wird unterschätzt": Hören Sie hier das Interview mit Reinhard Wittmann.

"Humor wird unterschätzt": Hören Sie hier das Interview mit Reinhard Wittmann.

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Autoren

Patricia Gabor

Sendung

kulturWelt vom 01.02.2019 - 08:30 Uhr