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Museen geschlossen? Vögel gucken! Dieses Buch hilft dabei | BR24

© Audio: BR / Bild: Haupt Verlag / Robert-Stiftung

Ein prächtig illustriertes Buch über die wichtigsten einheimischen Vogelarten

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Museen geschlossen? Vögel gucken! Dieses Buch hilft dabei

Vorbei die Zeiten, als Vogelbeobachtung ein Hobby für Oberstudienräte war. Das Ganze heißt jetzt "Birdwatching" und liegt voll im Trend. Wer einsteigen oder ein bisschen mehr wissen will, dem sei das Buch "Federkleid und Flügelschlag" empfohlen.

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Vogelkundler Thomas Griesohn-Pflieger kann nur jedem empfehlen, sich mal selbst ans Fenster zu stellen: Schon nach wenigen Minuten wird man Vögel sehen, egal wo man wohnt. Vögel gibt es überall, und sie sind leicht zu beobachten, viel einfacher als viele Säugetiere, Reptilien oder gar Fische.

Vögel sind uns ähnlich

Vor allem sind uns Vögel viel ähnlicher als andere Tiere: Wie wir Menschen haben sie zwei Beine und genau wie wir orientieren sie sich mit den Augen – und nicht etwa nach dem Geruch. "Also wenn ein Hund durch die Siedlung läuft, dann bleibt der alle paar Meter stehen und schnuppert und lässt auch selbst ein Tröpfchen fallen. Das machen Vögel nicht", sagt Griesohn-Pflieger.

Vogelbeobachtung sei außerdem ein wunderbares Eingangstor in das Reich der Natur: "Wer sich mit Vögeln beschäftigt, der wird auch irgendwann wissen wollen, was ist das denn für ein Baum, auf dem der Vogel sitzt und was frisst der eigentlich? Was ist das für ein komischer Käfer, den der da im Schnabel hat? Und so kommt man immer mehr der Vielfalt auf die Schliche, die sich da draußen verbirgt, und man hat auch immer mehr das Gefühl, dass man viel weiß und auch irgendwie dazugehört. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit, das ist das, was mich am meisten fasziniert."

Ein Buch, das beflügelt

"Federkleid und Flügelschlag" ist kein Fachbuch im klassischen Sinn. Es folgt der Tradition des sogenannten "nature writing", ein Schreibstil, der literarischer ist und bei dem sich der Schreibende mit seinen Gefühlen und persönlichen Anekdoten selbst einbringt. Vom Alpenschneehuhn bis zum Zilpzalp werden dem Leser so 100 einheimisch Vogelarten auf eingängige Weise nähergebracht.

Bebildert ist der Band mit farbigen Illustrationen aus der Sammlung Stiftung Robert, die Roberts waren eine bekannte Schweizer Naturmalerfamilie. Anders als Fotos, die ja immer nur einen bestimmten Augenblick einfangen können, gelingt es den Zeichnungen und Aquarellen, das Wesen der einzelnen Vögel einzufangen. Und so ist "Federkleid und Flügelschlag" ein bibliophiler Bild-Text-Band mit spritzigen Texten, der die Lust auf die Vogelbeobachtung richtiggehend beflügelt. Vor allem aber ist es ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite voller Liebe zu den Gefiederten ist.

Thomas Griesohn-Pflieger und Iris Lichtenberg: "Federkleid & Flügelschlag. 100 Vogelarten im Porträt. Mit Illustrationen aus der Sammlung Robert" ist im Haupt Verlag erschienen.

© Haupt Verlag /Robert Stiftung / Grafik: BR

Thomas Griesohn-Pflieger und Iris Lichtenberg: "Federkleid & Flügelschlag. 100 Vogelarten im Porträt", Haupt Verlag.

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