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Verkündigungsangebote: Religiöser Beistand in Zeiten von Corona | BR24

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Symbolbild: Mann schaut von daheim aus einen Online-Gottesdienst auf dem Laptop

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    Verkündigungsangebote: Religiöser Beistand in Zeiten von Corona

    Ausgangssperren, Einsamkeit, Existenzangst – die Corona-Krise verunsichert die Menschen. Aber Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen sind tabu. Der BR hat deshalb sein religiöses Angebot ausgeweitet.

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    Die Kirchen in Bayern feiern keine Gottesdienste mehr, auch in Synagogen und Moscheen geht das nicht mehr. In Zeiten von Corona müssen gläubige Menschen in Bayern weitgehend auf die gewohnten religiösen Angebote verzichten. In dieser Situation weitet der Bayerische Rundfunk seine Verkündigungsangebote aus, um eine Grundversorgung sicherzustellen.

    Zuversicht spenden und Gemeinschaftsgefühl aufrechterhalten

    Dies gilt nicht nur für Gottesdienstübertragungen aus Kirchen, sondern auch für Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens."Gerade in diesen Tagen und Wochen, in denen das öffentliche Leben massiv eingeschränkt ist und sich viele Menschen Sorgen um die Gesundheit ihrer Angehörigen und auch um ihre eigene Gesundheit machen, können diese Sendungen Zuversicht spenden und das Gemeinschaftsgefühl trotz sozialer Isolation aufrechterhalten", sagt Wolfgang Küpper, Leiter der BR-Redaktion Religion und Orientierung. Der Bayerische Rundfunk überträgt ab diesem Sonntag zusätzliche Fernsehgottesdienste: am Sonntag wischen 10.15 und 11.00 Uhr im BR Fernsehen oder zu einem beliebigen Zeitpunkt in der BR Mediathek beziehungsweise im YouTube-Channel des BR.

    Den Auftakt bildet an diesem Sonntag ein evangelischer Gottesdienst aus der Münchner Markuskirche mit der Rundfunkbeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Pfarrerin Melitta Müller-Hansen. Am 29. März wird sich dann Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising, an die Fernsehgemeinde wenden. "Gottesdienste ohne Gemeinde, das ist bis dato etwas, was wir uns bisher nicht vorstellen konnten", sagt Müller-Hansen. Aber auch die Kirchen seien im Ausnahmezustand. Alle teilten das Gefühl, allein zu sein, Angst zu haben, verunsichert zu sein, keine Zukunftsperspektive zu haben. Da seien Angebote ganz wichtig. "Der Stillstand, den wir momentan erleben, das ist eine Chance für Stille", so die Pfarrerin. Neben bewährten Sendungen im Radio wie die sonntäglichen Morgenfeiern auf Bayern1 (zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr), das am Freitag in Bayern2 ausgestrahlte Angebot "Shalom" sowie das Kurz-Verkündigungsformat "Auf ein Wort" (Bayern 3 um 22.58 Uhr; Bayern 1 um 21.58 Uhr) ermögliche das erweiterte Fernsehangebot gerade Senioren, am Bildschirm in einer großen medialen Gemeinde Gottesdienste mitzufeiern.

    Online-Angebote für Juden und Muslime

    Nur online zu sehen werden zwei neue Angebote des BR. Rabbiner Elias Dray, Mitglied des Vorstands der Israelitischen Kultusgemeinde Amberg, richtet sich mit einer Video-Botschaft zum Schabbat an Juden in Bayern. Benjamin Idriz, Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg, spricht für im Freistaat lebende Muslime ebenfalls eine Video-Botschaft ein. Beide Angebote stehen ab sofort in der BR Mediathek und auf der Themenseite www.br.de/religion zum Abruf bereit.