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Verband deutscher Diskotheken fordert mehr Überbrückungshilfe | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Der Vize-Präsident des Bundesverbands deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe, Knut Walsleben, zeigt Verständnis für die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Gleichzeitig fordert er, die Obergrenze bei den Überbrückungsgeldern zu streichen.

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Verband deutscher Diskotheken fordert mehr Überbrückungshilfe

Der Vize-Präsident des Bundesverbands deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe, Knut Walsleben, zeigt Verständnis für die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Gleichzeitig fordert er, die Obergrenze bei den Überbrückungsgeldern zu streichen.

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Von
  • Veronika Lohmöller

Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte Knut Walsleben, Vize-Präsident des Bundesverbands deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe:

Wir haben eine Überbrückungshilfe, die zum Beispiel 80 oder jetzt 90 Prozent der Kosten deckt, und das ist bei vielen großen Betrieben dann einfach ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr ausreichend. Wir fordern 100 Prozent Überbrückungshilfe.

Walsleben ging noch einen Schritt weiter: "Wir fordern vor allen Dingen auch, dass dieser Deckel von 50.000 Euro pro Betrieb wegfällt, weil eben auch die großen Betriebe in unserer Branche, die fallen da ein bisschen raus." Außerdem machte er sich für einen Unternehmerlohn für Soloselbstständige und die Geschäftsführer stark, die auch Gesellschafter sind, denn die, so Walsleben, "können seit sieben Monaten kein Geld mehr verdienen, die müssen alles aus Auslagen bezahlen."

Der BDT-Vize-Präsident stellte aber auch klar: "Grundsätzlich können wir die Maßnahmen der Regierung natürlich sehr gut verstehen. Und wir sind sehr darauf bedacht, dass sich niemand zusätzlich ansteckt." Er setzt statt Partys in Privaträumen auf Discotheken, "weil wir der ganz sicheren Auffassung sind, dass eine kontrollierte Veranstaltung in Versammlungsstätten, also nicht in Restaurants oder kleinen Kneipen, unter gewissen Auflagen sicherer ist."

Angestellte unbedingt weiterbeschäftigen

Laut Walsleben rechnen sich Discotheken für die Betreiber unter den derzeitigen Auflagen allerdings nicht:

"Wir können, wenn überhaupt, gerade die Unkosten decken. Aber es geht uns natürlich darum, unsere Mitarbeiter zu halten. [...] Und natürlich machen wir das für unsere geliebten Stammgäste, die uns so lange die Treue gehalten haben." Knut Walsleben, Vize-Präsident des Bundesverbands deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe

Heute findet in Osnabrück das BDT-Branchentreffen "Club Convention" statt.

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