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Van Gogh-Gemälde statt Drogen gefunden | BR24

© picture-alliance/dpa

Van Gogh-Gemälde "Meer bei Scheveningen"

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    Van Gogh-Gemälde statt Drogen gefunden

    Eigentlich wollten Ermittler die Drogengeschäfte eines Camorra-Clans in Neapel aufdecken. Dann stieß die Polizei auf zwei Bilder von Vicent van Gogh, die 2002 aus einem Museum in Amsterdam gestohlen wurden. Von Jan-Christoph Kitzler

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    Die Kunstwerke waren bei einem Antimafia-Einsatz durch die Finanzpolizei in Castellammare di Stabia bei Neapel gefunden worden. Eigentlich wollten die Ermittler Drogengeschäfte eines Camorra-Clans aufdecken.

    Bilder seit 2002 verschwunden

    Die beiden Gemälde waren am 7. Dezember 2002 zusammen mit anderen im Van Gogh-Museum in Amsterdam gestohlen worden. Ein Jahr nach dem Diebstahl waren zwar einige der mutmaßlichen Bandenmitglieder verhaftet worden, das Diebesgut war aber nicht aufgetaucht.

    Bilder sind kaum beschädigt

    Der Direktor des Museums hat bestätigt, dass es sich um die gestohlenen Bilder handelt – sie seien leicht beschädigt, aber in gutem Zustand.

    Renzi und Rutte zufrieden

    Bei den Gemälden handelt es sich um „Meer bei Scheveningen“ aus dem Jahr 1882 und „Reformierte Kirche in Nuenen“ von 1884/85. Der Wert der beiden Kunstwerke lässt sich nur schätzen, Experten gehen von zig Millionen Euro aus.

    Der Fall hat auch eine politische Ebene: Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat seinen Amtskollegen Mark Rutte bei den Trauerfeierlichkeiten für Shimon Peres in Jerusalem getroffen. Beide zeigten sich überaus zufrieden über den Fahndungserfolg.