BR24 Logo
BR24 Logo
Kultur

Um sieben Schätze reicher: Pinakothek erhält Baselitz-Schenkung | BR24

© BR24

Die Münchner Pinakothek der Moderne besitzt die größte Georg-Baselitz-Sammlung weltweit. Nun ist sie um sieben Schätze reicher. Der Künstler hat dem Museum eine bedeutende Schenkung gemacht.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Um sieben Schätze reicher: Pinakothek erhält Baselitz-Schenkung

Die Münchner Pinakothek der Moderne besitzt die größte Georg-Baselitz-Sammlung weltweit. Nun ist sie um sieben Schätze reicher. Der Künstler hat dem Museum eine bedeutende Schenkung gemacht.

Per Mail sharen
Teilen

Georg Baselitz (81) ist einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Seine Werke erzielen Millionenbeträge. Sechs Bilder und eine Skulptur aus seinem Spätwerk hat er nun der Pinakothek der Moderne in München geschenkt. Damit verfügt das Museum nun über das weltweit größte Ensemble von Werken des Malers und Bildhauers.

Typisch für Baselitz: Auf dem Kopf stehende Figuren

Auf weißem oder auf schwarzem Hintergrund zeigen die Bilder - typisch für Baselitz - Figuren, die auf dem Kopf stehen, gemalt in hellen, fleischfarbenen Tönen mit wuchtigen Pinselstrichen. Die längliche schwarze Bronzeskulptur liegt am Boden, ein düsterer Doppelkopf.

Mehrere Bilder sind 4,80 Meter hoch - da kommt es auf die richtige Platzierung an. Die Kunsthistorikerin Corinna Thierolf, verantwortlich für Kunst nach 1945, hat den Aufbau der Ausstellung genau beobachtet.

Wir haben sogar schon einmel eine Probehängung gemacht, mit genau diesen Bildern in einem gleichgroßem Raum, wo aber die Eingänge anders positioniert waren. Und dadurch verschieben sich die Gewichte. Und wenn man sich jetzt in diesem Raum aufhält, wenn man hierhin schaut: ist prima. Aber wenn wir hierhin schauen, hat man das Gefühl: das Schiff kippt nach links. Corinna Thierolf, Kunsthistorikerin

Schenkung als Zeichen der Verbundenheit

Die Schenkung der sieben Werke ist Ausdruck der langjährigen Verbundenheit von Baselitz mit der Pinakothek. Sie geschieht, wie es offiziell heißt, zu Ehren seiner königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern.

"Ich habe ihn über seine Zeichnungen kennengelernt, die mir sehr gefallen haben. Dann über eine Ausstellung in Hamburg, wo ich zum ersten Mal seine Gemälde gesehen hab. Seitdem besteht diese Verbindung, die immer freundschaftlich war." Herzog Franz von Bayern

Die Werke der Schenkung gehören zum Spätwerk des Künstlers. In einigen der neuesten Bilder aus den Jahren 2013 bis 2017 beschäftigt sich Baselitz mit dem Thema Sterblichkeit. Er zeigt entschwindende menschliche Körper, die, wie meistens bei ihm: auf dem Kopf stehen.