BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© picture alliance/Bildagentur-online
Bildrechte: picture alliance/Bildagentur-online

Die UFA will diverser werden: Gender, LGBTIQ, PoC und Menschen mit Beeinträchtigungen sollen vor und hinter der Kamera berücksichtigt werden

Per Mail sharen

    UFA verpflichtet sich zu mehr Diversität

    Als erstes deutsches Unterhaltungsunternehmen verpflichtet sich die UFA zu mehr Diversität vor und hinter der Kamera. Es geht um Gender, LGBTIQ, People of Color und Menschen mit Beeinträchtigungen. Helfen dabei sollen sog. "Diversity Circles".

    Per Mail sharen
    Von
    • Julie Metzdorf

    Diversität vor und hinter der Kamera: Darauf hat sich die UFA selbst verpflichtet. Bis 2024 will das Potsdamer Filmunternehmen die "Diversität unserer Gesellschaft im Gesamtportfolio der UFA-Programme" abbilden. Als Orientierung soll dabei der Zensus der Bundesregierung dienen.

    Diversität als Selbstverständlichkeit etablieren

    Als kreatives Unternehmen sehe die UFA Diversität als einen zentralen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. Ziel sei es, den Anspruch von Diversität, Inklusion, Chancengleichheit und Toleranz als Selbstverständlichkeit zu leben. So vermeldete es das Potsdamer Filmunternehmen heute in einer Pressemitteilung. Um dieses Ziel zu erreichen sei zukünftig mehr Diversität sowohl vor als auch hinter der Kamera notwendig. Das heiße, die Diversität der Gesellschaft solle sich künftig sowohl im Programm als auch im Unternehmen abbilden.

    "Viele unterschiedliche Blickwinkel sind ausschlaggebend, um einzigartiges Entertainment für das Publikum zu erschaffen", lässt sich Filmproduzent und UFA-CEO Nico Hofmann zitieren. "Die Vielfalt unserer kreativen Teams ist essentiell und inspiriert uns in unserem täglichen Geschäft. Nur wenn Diversität hinter der Kamera zum Selbstverständlichen gehört, kann sie auch vor der Kamera entstehen", so Hofmann weiter.

    "Diversity Circle" mit Paten für Fokusthemen

    Um das Ziel dieser Selbstverpflichtung auch zu erreichen, haben UFA-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen "Diversity-Circle" gegründet. Dieser besteht aus Patinnen und Paten zu vier Fokusthemen: Gender, LGBTIQ*, People of Color sowie Menschen mit Beeinträchtigungen.

    Außerdem wurden gemeinsam mit Angehörigen der im deutschen Fernsehen unterrepräsentierten Gruppen Leitfäden entwickelt, die in Form eines Fragenkatalogs allen Kreativen dabei helfen sollen, ihre Projekte, Narrative und Charakterzeichnungen hinsichtlich Stereotypen kritisch zu hinterfragen. Als Medienunternehmen müsse die UFA ein Vorbild sein, heißt es in der Pressemitteilung. Man habe die Aufgabe, diskriminierenden Tendenzen entgegenzutreten und stattdessen in den Programmen entsprechende Themen zu setzen.

    Auch hinter der Kamera, also innerhalb der eigene Belegschaft, will das Unternehmen diverser werden. So würden etwa Stellenausschreibungen und Einstellungsprozesse überarbeitet, Angestelltenverträge genderneutral gestaltet und Arbeitsplätze auf ihre Barrierefreiheit hin überprüft.

    Verpassen war gestern, der BR Kultur-Newsletter ist heute: Einmal die Woche mit Kultur-Sendungen und -Podcasts, aktuellen Debatten und großen Kulturdokumentationen. Hier geht's zur Anmeldung!

    Die BR KulturBühne – ein Platz für Konzerte, Events, Debatten und auch großes Vergnügen. Hier geht's lang!