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Moderator Benedikt Schregle (r.) trifft Patrick Rolf Ullrich Schriftsteller und Tanzlehrer, der seit einigen Monaten in einem Tiny House lebt.
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Autoren

Christina Fuchs
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Moderator Benedikt Schregle (r.) trifft Patrick Rolf Ullrich Schriftsteller und Tanzlehrer, der seit einigen Monaten in einem Tiny House lebt.

Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad – alles auf einer Fläche von 15 bis 45 Quadratmetern, manchmal auch weniger. Wie groß ein Tiny House sein darf, ist nicht genau festgelegt. Es muss nur transportierbar sein. Die Idee stammt aus den USA, dort gibt es schon seit ein paar Jahren eine richtige Tiny-House-Bewegung. Vor allem von Menschen, die vor allem die Mobilität schätzen, die dieses Eigenheim auf Rädern bietet, und ein nomadisches Leben lieben.

Tiny House: klein, aber bezahlbar

Der Schriftsteller und Tanzlehrer Patrick Rolf Ullrich wohnt seit einigen Monaten in einem Tiny House, das an einen Bauwagen erinnert. Auf 20 Quadratmetern hat er alles, was er braucht: Eine kleine Kochstelle, einen Schreibtisch und eine Sitzecke mit Couch, die er am Abend als Bett nutzt. Der 50-jährige hat zwar einen Wasseranschluss in seinem kleinen Haus, eine Toilette und eine Dusche fehlen aber. Er nutzt den Gemeinschaftswaschraum des Campingplatzes, auf dem sein Haus steht.

Ullrich schätzt vor allem die Befreiung vom ökonomischen Zwängen: „Wir leben hier für rund 200 Euro, da ist überschaubar, was ich dafür tun muss.“ Auch die gewonnene Zeit ist ihm wichtig. „Die Bude ist in zehn Minuten aufgeräumt. Da entsteht jede Menge Freiheit“, sagt Ullrich.

"Dinge, die hier keinen Platz gefunden haben, habe ich weggegeben und seitdem auch nie vermisst. Um jedes Ding, das Du hast, kümmerst Du dich. Es will gepflegt, erhalten und im schlimmsten Fall abgezahlt werden. Das besitzt auch Dich immer zu einem gewissen Teil." Patrick Rolf Ullrich, Tiny-House-Bewohner

Es gab Phasen in seinem Leben in denen Patrick Rolf Ullrich viel gearbeitet hat und mehr Geld zur Verfügung hatte. Die verlorene Zeit habe er mit gekauften Dingen kompensiert, so Ullrich: „Da kauft man sich das zweite große Auto, obwohl das erste schon Quatsch war.“ Heute setzt er auf Minimalismus und reduziert seinen Besitz immer mehr.

Das minimalistische Dorf im Fichtelgebirge

Patrick Rolf Ullrichs Tiny House steht im ersten Tiny-House-Dorf Deutschlands im Fichtelgebirge. Zwei junge Leute aus München haben die Siedlung vor ein paar Jahren ins Leben gerufen, nachdem sie die Bewegung auf einer Kanada-Reise kennengelernt haben. Auf einem ehemaligen Campingplatz stehen derzeit zwölf kleine Holzhäuser, drei davon werden als Hotel genutzt.