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Theater-Regisseurin Andrea Breth ausgezeichnet | BR24

© dpa

Regisseurin Andrea Breth

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    Theater-Regisseurin Andrea Breth ausgezeichnet

    Sie gilt als einfühlsame, auf Genauigkeit bedachte und textorientierte Theaterregisseurin: Jetzt erhielt Andrea Breth (63) den Schillerpreis der Stadt Marbach.

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    Zuletzt erregte Andrea Breth mit ihrer Inszenierung der Oper "Jakob Lenz" von Wolfgang Rihm in Stuttgart (Oktober 2014) großes Aufsehen. In München hatte sie Harold Pinters "Der Hausmeister" am Residenztheater inszeniert (April 2014). Bei all ihren Arbeiten ist Breth ausgesprochen textorientiert, was ihr unter Kritikern den Ruf eingebracht hat, "konservativ" zu sein. Sie gehört nicht zu den "Stücke-Zertrümmerern", die Stoffe mit eigenen Texten anreichern oder sich in die grelle Fernseh- und Netz-Ästhetik flüchten. In der offiziellen Stellungnahme zur Preisverleihung heißt es: 

    Die Jury, die ihre Entscheidung Ende 2014 traf, sieht in Andrea Breths Schiller-Inszenierungen, in denen sie auf das ursprüngliche Wort des Dichters gesetzt habe, „eine Anmut, eine Demut und eine Vergegenwärtigungslust, die unvergleichlich sind“. Es entstehe der Eindruck, die Stücke seien neu geschrieben und als stehe der Autor wie selbstverständlich vor dem Zuschauer. Mit der Auszeichnung Andrea Breths wollten die Preisrichter auch das dramatische Werk Friedrich Schillers in den Fokus rücken. Zudem war ihnen wichtig, nach den Preisträgern der letzten Jahre, die für ihr politisches Wirken ausgezeichnet wurden, ein künstlerisches Werk zu ehren.

    Schillers Werk im Mittelpunkt

    Der mit 10 000 Euro verbundene Preis wird seit 1959 stets zum Schiller-Geburtstag verliehen. Wurde in den vergangenen Jahren eher politisches Wirken ausgezeichnet, ehrte die Jury diesmal bewusst wieder ein künstlerisches Werk. Mit der Auszeichnung für Breth habe die Jury auch das dramatische Werk Schillers in den Fokus rücken wollen, hieß es. Der Preis geht an Persönlichkeiten, die in ihrem Leben oder Wirken der Denktradition Schillers verpflichtet sind. Breth ist die sechste Frau, die mit dem Preis geehrt wurde.