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Teil-Lockdown: Diese Kultureinrichtungen dürfen offen bleiben | BR24

© Tizian Öller/BR

Alte Pinakothek in München

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Teil-Lockdown: Diese Kultureinrichtungen dürfen offen bleiben

Bibliotheken und Archive sind auch im November geöffnet, Museen und Zoologische Gärten müssen schließen. In einigen bayerischen Städten wird der Lockdown womöglich schon vor dem 2. November beginnen. Hier alle Regeln für die Kultur im Detail.

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Der Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann, erläuterte in einer Pressekonferenz am Donnerstag, wie der angekündigte Lockdown des Kulturlebens genau aussehen wird.

Diese Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen

Demnach werden Theatern, Opern und Konzertsäle geschlossen, auch alle Ausstellungen, Museen, Schlösser und Zoologische Gärten müssen dicht machen. Dasselbe gilt für Kinos, Freizeitparks, für alle Anbieter von Freizeitaktivitäten "indoor und outdoor". Auch Messen, Kongresse und sämtliche Tagungen, auch Spielsalons, Spielbanken und Wettannahmestellen bleiben zu. Saunen, Schwimmbäder, Bordelle und Fitnessstudios müssen ebenfalls schließen. Die Gastronomie mit sämtlichen Veranstaltungen muss ohnehin schließen, darf jedoch Essen zum Mitnehmen anbieten.

Was weiter offen bleiben darf

Weitermachen dürfen lediglich Bibliotheken, Leihbüchereien und Archive. Auch für Gottesdienste gibt es keine weiteren Verschärfungen. Demonstrationen sind nach den bisherigen Regeln weiterhin möglich, weil sie "verfassungsrechtlich besonders geschützt" seien. Universitäten dürfen ebenso wie alle Schulen und Kindertagesstätten den Betrieb im bisherigen Umfang aufrechterhalten, auch Sing- und Musikschulen.

Der Deutsche Bibliotheksverband hat unterdessen an alle Bundesländer und Kommunen appelliert, die Büchereien offen zu halten. Der Bundesvorsitzende des Verbandes, Andreas Degkwitz, sagte am Freitag in Berlin: "Gerade jetzt, wo viele harte Einschränkungen für alle notwendig sind, um die zweite Corona-Welle zu brechen, sind Dienstleistungen und Angebote der Bibliotheken ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge." Bibliotheken seien Bildungseinrichtungen, Orte der Wissenschaft und der Kultur.

Maßnahmen beginnen an Hotspots schon heute

Im Corona-Hotspot Augsburg, so hatte Ministerpräsident Markus Söder am Mittag angedeutet, könnten die Maßnahmen schon vor dem 2. November umgesetzt werden, jedenfalls sei das seiner Meinung nach "gut denkbar". Zwischenzeitlich bestätigte die Stadt, dass alle getroffenen Maßnahmen dort bereits ab Freitag, dem 30. Oktober um 21.00 Uhr gelten. In zwei Wochen wollen die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin darüber beraten, wie es im Dezember weitergeht. Söder wollte sich im Vorhinein nicht auf konkrete Ziele im Infektionsgeschehen festlegen, es gehe um die "Abflachung der Kurve".

Die Intendantin der Münchner Kammerspiele, Barbara Mundel, hatte der "Süddeutschen Zeitung" gesagt: "Jetzt müssen wir Superkräfte mobilisieren. Wir könnten in Bayern mit der Kunst in die Kirchen ziehen und einfach sagen, Theater ist Gottesdienst." Offen ist, wie ernst die Theaterchefin diese Bemerkung gemeint hat. Nikolaus Bachler, der Intendant der Bayerischen Staatsoper, kündigte an, sein Ensemble werde auch im November "nicht müde werden, Kunst zu schaffen". Das dürfte sich allerdings ausschließlich auf Online-Produktionen beziehen.

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