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Die Schauspielerin Ulrike Folkerts heute Abend auf der "Blauen Couch" von Bayern 1

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    Folkerts zu #allesdichtmachen: "Ich habe einen Fehler gemacht"

    Die Schauspielerin Ulrike Folkerts distanziert sich im BR-Interview von der Aktion #allesdichtmachen. In 50 Videos hatten sich Prominente auf sehr umstrittene Weise mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auseinandergesetzt - auch Folkerts.

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    Von
    • Peter Solfrank

    "Mir war kotzübel, weil ich das Ausmaß total unterschätzt habe, völlig überfordert war, damit umzugehen, was da jetzt losbricht," sagt die Schauspielerin Ulrike Folkerts im Interview mit Thorsten Otto auf BAYERN 1 zu dem Shitstorm, der nach Veröffentlichung der #allesdichtmachen-Videos über sie hereingebrochen war.

    Satire oder Verhöhnung der Corona-Toten?

    Am 22. April hatten prominente Schauspielerinnen und Schauspieler auf YouTube in einer konzertierten Aktion 52 kurze Videos veröffentlicht. Mit dabei waren neben Ulrike Folkerts auch Ulrich Tukur und Jan Josef Liefers. In den Clips, die sie selbst als Satire verstanden wissen wollten, kritisierten sie die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.

    Doch schon wenige Stunden nach Veröffentlichung brach in den Sozialen Medien ein Shitstorm über die Urheber herein: Die Aussagen wurden als zynisch, arrogant und als Verhöhnung der Corona-Toten bezeichnet. Außerdem wurde den Macherinnen und Machern Nähe zu rechtem Gedankengut vorgeworfen.

    Beifall für #allesdichtmachen von "den Falschen"

    Dazu sagte Ulrike Folkerts, es sei ziemlich schiefgegangen, "die Falschen haben ja unsere Videos beklatscht". Sie habe gleich am nächsten Tag ihr Video zurückgezogen und eine Stellungnahme im Internet abgegeben.

    Auf die Frage, warum sie bei der Aktion mitgemacht habe, erklärte Folkerts: Sie sei absolut davon überzeugt gewesen, mit den Videos einen "anderen Blickwinkel auf die Corona-Maßnahmen zu schärfen".

    Für die Videos hatten die über 50 Schauspielerinnen und Schauspieler vorgegebene Texte erhalten, die sie nach eigenem Ermessen abändern konnten. Folkerts sagte in ihrem Video:

    "Ich unterstütze die Corona-Maßnahmen, weil ich das Meer liebe. Und weil ich das Meer liebe, will ich mehr. Mehr Maßnahmen. Nur mit mehr Maßnahmen komme ich wieder ans Meer." Ulrike Folkerts, Schauspielerin, in dem inzwischen zurückgezogenen Video

    Folkerts zu #allesdichtmachen: "Ich war naiv"

    Im Interview mit BAYERN 1 erklärte sie rückblickend: "Ich fand die Texte nicht komisch, ich habe da ein bisschen damit gehadert, wurde dann aber ein bisschen auch so überredet und war naiv genug zu glauben, dass ich in diesem Portfolio von Leuten gut aufgehoben bin."

    Fazit von Ulrike Folkerts: "Es ist komplett in die Hose gegangen und ich bin wirklich zutiefst erschüttert, dass ich Menschen verletzt oder vor den Kopf gestoßen habe, das hat mir schwer zu denken gegeben. Und ich habe gelernt: Prüfe genau, wo du mitmachst!"

    Das komplette Interview mit Ulrike Folkerts gibt es hier im Podcast der Sendung "Die Blaue Couch" zum Nachhören.

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