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Tabuthema Spätabtreibung: "24 Wochen" mit Julia Jentsch

Auf der Berlinale begeisterte "24 Wochen" mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den Hauptrollen das Publikum. Anne Zohra Berrached erzählt die Geschichte zum brisanten Thema Spätabtreibung realistisch und ohne falsches Pathos. Von Moritz Holfelder

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Julia Jentsch spielt die Stand-Up-Komikerin Astrid. Der Film beginnt fulminant mit einem Auftritt von ihr. Es ist Ladies Night. Der Saal tobt – auch weil Astrid in engem Glitzerkleid und auf High Heels deutlich schwanger auf die Bühne kommt. Astrid ist also Comedien. Ihr Mann Markus managt sie. Die beiden sind ein eingespieltes Team, doch jetzt ist Astrid zum zweiten Mal schwanger.

Die junge Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached begleitet ein Paar, welches erfährt, dass ihr ungeborenes Kind ein Downsyndrom mit einem schweren Herzfehler hat. Die anfängliche Hoffnung, mit dieser Herausforderung zurechtzukommen, schwindet schon bald.

Die Schauspieler sind großartig

Die Kamera ist immer nah an den Menschen in diesem Film. Die Dialoge wirken real. Die Schauspieler sind großartig – der Comedy-Darsteller Bjarne Mädel in seiner ersten Kinohauptrolle als Vater des ungeborenen Kindes und Julia Jentsch als werdende Mutter.

Im Film dauert es nicht lange, bis das Paar an der Frage eines späten Schwangerschaftsabbruchs bis zur 24 Woche verzweifelt. Bald sind sie sich selbst fremd in ihrer Verzagtheit, in ihren Zuständen zwischen Angst und Verantwortung, Optimismus und Mutlosigkeit – bis Astrid eine Entscheidung trifft.

Realistisch und ohne falsches Pathos

So besitzt „24 Wochen“ die Kraft einer Geschichte, die im Kino genau so erzählt werden muss. Realistisch und ohne falsches Pathos. Schon bei den Vorführungen während der Berlinale, wo „24 Wochen“ im Wettbewerb lief, waren die meisten Zuschauer emotional stark berührt von dieser Geschichte.


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kulturWelt

Von
  • Katharina Altemeier
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