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Jugendliche lesen mehr in Corona-Zeiten

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    Stiftung Lesen: Jugendliche lesen in der Pandemie mehr

    Laut Stiftung Lesen ist die tägliche Lesedauer von Jugendlichen im Corona-Jahr 2020 um knapp zwanzig Minuten gestiegen. Aber die Pandemie verstärkt auch hier die Ungleichheit: Nicht-Leser griffen letztes Jahr nicht öfter zum Buch.

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    Von
    • Simon Emmerlich

    Jugendliche haben im Corona-Jahr 2020 mehr Zeit für das Lesen verwendet als im Vorjahr. Bei den 12- bis 19-Jährigen ist die tägliche Lesedauer um knapp 20 Minuten gestiegen, sagte Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen in Mainz: "Eltern sollten den Lesewünschen ihrer Kinder folgen, denn nur so entwickeln sie Spaß an Geschichten. Kindern und Jugendlichen, die sich mit Büchern schwertun, kann man Zeitschriften oder Apps anbieten. Derzeit bemerken wir einen Trend zum Comicroman - also einer starken Verschränkung von Texten und Bilden. Geschichten wie 'König Guu', 'Mein Lotta-Leben' oder 'Planet Omar» begeistern viele Kinder."

    Corona macht Nicht-Leser nicht zu Leseratten

    Allerdings habe sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig Bücher lesen, während der Pandemie nicht stark verändert. Von den 6- bis 13-jährigen Kindern lese mehr als die Hälfte mindestens einmal in der Woche in der Freizeit ein Buch. Dabei seien vor allem Comics beliebt. Von den 12- bis 19-Jährigen lesen nach Angaben der Bildungsexpertin 35 Prozent täglich oder mehrmals pro Woche Bücher.

    Internet und Bücherlesen kein Widerspruch

    "Kinder und Jugendliche fürs Lesen zu begeistern ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft", sagt die Expertin. Für Uehlein geht die Nutzung digitaler Angebote im Internet durch Kinder und Jugendliche nicht unbedingt zulasten des Bücherlesens. Auch bei der Internetnutzung spiele das Lesen eine große Rolle. So verzeichneten digitale Angebote von Tageszeitungen und Magazinen einen Zuwachs. Apps, Websites und Messenger-Dienste böten viele Leseanlässe und erforderten häufig gute Lesekompetenzen.

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