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Stadt Nürnberg übernimmt den Saal 600 | BR24

© picture-alliance/dpa

Der Saal 600 im Nürnberger Justizpalast

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    Stadt Nürnberg übernimmt den Saal 600

    Der Freistaat Bayern überlässt der Stadt Nürnberg heute den historisch bedeutsamen Saal 600 im Justizpalast. Dort wurde vor 70 Jahren den NS-Kriegsverbrechern der Prozess gemacht. Der Raum soll ein Museum werden. Von Inga Pflug

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    Derzeit wird der Saal 600 von der Nürnberger Justiz noch als Gerichtssaal genutzt. Das soll im Jahr 2018 aber vorbei sein, wenn neben dem Justizpalast der Neubau mit Sitzungssälen und Büros für die Strafabteilung fertig ist. Dann verzichtet der Freistaat Bayern auf den Saal 600, der zu einem Museum und Schulungsort umgestaltet werden soll.

    Weitere Räume für Nürnberg

    Die Stadt Nürnberg und die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien werden dann neben dem Saal 600 auch weitere Räume des Ostbaus übernehmen. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), der Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien Klaus Rackwitz, Bayerns Justizminister Winfried Bausback sowie Finanz- und Heimatminister Markus Söder (beide CSU) unterzeichnen heute die entsprechende Nutzungsvereinbarung.

    Neuer Chef für Akademie

    Bei dem Termin im Saal 600 wird auch Klaus Rackwitz als neuer Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien vorgestellt. Er löst Akademie-Gründungsdirektor Bernd Borchardt ab. Im Schwurgerichtssaal 600 fanden die Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesse statt. Er gilt als die Wiege der Nürnberger Prinzipien und des modernen Völkerstrafrechts.