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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Dieter Wedel | BR24

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Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen den Regisseur Dieter Wedel erhoben - wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung.

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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Dieter Wedel

Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen Regisseur Dieter Wedel wegen des Verdachts der Vergewaltigung erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Wedel hatte die Anschuldigungen abgestritten.

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  • BR24 Redaktion

Vor drei Jahren nahm die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen gegen den Regisseur Dieter Wedel (81) auf. Jetzt gibt es ein Ergebnis: Die Anklage wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Das teilte die Behörde heute mit. Wedel hat die Vorwürfe stets bestritten. Inzwischen hat sich eine Anwältin Dieter Wedels mit einer Pressemitteilung gemeldet. Sie bestätigt die Anklage gegen ihren Mandanten und spricht von "einer beispiellosen öffentlichen Vorverurteilung".

"Das Ermittlungsverfahren, das von einer fast beispiellosen öffentlichen Vorverurteilung eingeleitet und begleitet wurde, dauert seit mehr als drei Jahren an, ohne dass sich in dieser Zeit durchgreifende neue Gesichtspunkte zur Belastung unseres 81-jährigen Mandanten ergeben haben." Mitteilung von Rechtanwältin Dr. Korn

Vergewaltigungsvorwurf rührt aus dem Jahr 1996

Es geht um einen Vorwurf aus dem Sommer 1996. Die Schauspielerin Jany Tempel gibt an, Wedel habe sie damals in einem Münchner Hotel zum Sex gezwungen. Damals, im Alter von 27 Jahren, habe sie Wedel getroffen und bei ihm für eine Rolle vorsprechen wollen.

Mehr als 20 Zeugen und Kalendereinträge

Die 20-seitige Anklage der Staatsanwaltschaft führt nach ihren Angaben mehr als 20 Zeugen, eine Gutachterin sowie Kalendereinträge als Beweismittel an. Weder Tempel noch ihr Anwalt Alexander Stevens wollten sich zunächst zur Entscheidung der Staatsanwaltschaft äußern.

Die Vorwürfe wurden Anfang 2018 bekannt. Damals beschuldigten drei Schauspielerinnen Wedel im "Zeit-Magazin", sie in den 90er Jahren sexuell bedrängt zu haben. Der Fall wurde der bekannteste in der deutschen #MeToo-Debatte, die 2017 ins Rollen gekommen war. Unter dem Hashtag #MeToo posteten vor allem Frauen in sozialen Netzwerken millionenfach ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen.

Rechtsanwältin Wedels kritisiert Verfahren

In der Mitteilung schreibt die Anwältin Wedels, "der Tatvorwurf beruht letztlich auf der Behauptung der Nebenklägerin, die diese Gegenüber einem Presseorgan unter dem Vorbehalt machte, dass die angebliche Tat verjährt sei und die Wahrheit ihrer Beschuldigung nicht mehr in einem Gerichtsverfahren überprüft werden dürfe".

Die Richtigkeit dieser Beschuldigung werde in der Hauptverhandlung zu klären sein. Weiter heißt es: "Es wäre nicht angemessen, das Verfahren weiter zum Gegenstand spekulativer Sensationsberichterstattung zu machen."

2018 Rücktritt Wedels als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele

Wedel, der mit TV-Mehrteilern wie "Der große Bellheim", "Der Schattenmann", "Der König von St. Pauli" zu den bekanntesten deutschen Regisseuren zählt, hat den Vorwürfen per eidesstattlicher Erklärung widersprochen. Ende August 2018 sagte er der "Bild"-Zeitung: "Inzwischen bin ich froh, dass es diese Ermittlungen gibt. Ich vertraue auf die Staatsanwaltschaft."

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe war Wedel im Januar als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurückgetreten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben sich lange hingezogen - vor allem auch, weil Zeugen im Ausland vernommen werden mussten.

Anwalt von Jany Tempel hatte Beschwerde eingelegt

Ende Januar wies die Generalstaatsanwaltschaft München eine Fachaufsichtsbeschwerde von Tempels Anwalt Stevens über die lange Dauer gegen die Staatsanwaltschaft München I ab. "Die Sachbehandlung ist nicht zu beanstanden", sagte ein Sprecher damals.

Für Wedel gilt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in dem Strafverfahren die Unschuldsvermutung.

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Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen Regisseur Dieter Wedel wegen des Verdachts der Vergewaltigung erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Wedel hatte die Anschuldigungen abgestritten.

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