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Spatenstich beim Augsburger Inklusionshotel Westhouse | BR24

© BR/Barbara Schneider

Jochen Mack vor der Baugrube des Augsburger Inklusionshotels Westhouse

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    Spatenstich beim Augsburger Inklusionshotel Westhouse

    Am heutigen Mittwoch ist es soweit: Dann findet der offizielle Spatenstich für das Westhouse in Augsburg statt – ein Inklusionshotel, an das auch eine Turnhalle sowie Arbeits- und Veranstaltungsräume für Gottesdienste angegliedert sein sollen.

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    Noch ist nichts nicht zu sehen von dem Neubau, der hier entstehen soll. Seit Ende Januar graben hier Bagger die Erde auf. Mit seiner Hand zeigt Jochen Mack in die Baugrube. Hier soll in eineinhalb Jahren das Inklusionshotel eröffnen. Die Initiative dazu kommt von dem Augsburger Verein "Eins Mehr", in dem sich rund 140 Eltern von Kindern mit Downsyndrom engagieren. Jochen Mack koordiniert das Projekt.

    Insgesamt 1,5 Millionen Euro, sagt Mack, muss der Verein aufbringen. 24 Arbeitsplätze sollen entstehen. 12 davon für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie sollen im Zimmerservice arbeiten, das Frühstück für die Hotelgäste vorbereiten oder an der Rezeption sitzen. Alle Mitarbeiter sollen sozialversicherungspflichtig beschäftigt werden und einen branchenüblichen Lohn erhalten, sagt Jochen Mack.

    Geplant und entworfen hat das Westhouse, wie das Gebäude heißt, das Augsburger Planungsbüro 4Wände. Neben dem Inklusionshotel soll in dem Gebäude eine Turnhalle entstehen, ebenso ein Bistro, Seminarräume und ein Veranstaltungssaal für Gottesdienste. 4Wände-Geschäftsführer Gerhard Hab nennt es ein Multifunktionshaus.

    Gerhard Hab ist Christ und Unternehmer. Er berät bundesweit christliche Gemeinden und plant Gemeinderäume. Auch in Augsburg stand am Anfang der Planungen eine freikirchliche Gemeinde, die neue Gottesdiensträume brauchte. Nach einem Visions-Workshop war schnell klar: Es soll ein Begegnungszentrum entstehen, mit Räumen für Arbeit und Freizeit, wo sich Sportgruppen treffen können, wo Tagungen stattfinden und wo sonntags Gemeinden auch ihren Gottesdienst feiern können. Man wolle damit der Vereinzelung und Vereinsamung in der Gesellschaft entgegenwirken, so Hab. Dank Digitalisierung und Globalisierung seien immer mehr Menschen alleine unterwegs. "Und deswegen gibt es eine große Sehnsucht von Menschen nach Begegnung und Beziehung und das ist was, was uns schon ganz lange beschäftigt."

    Der Mietvertrag für das Hotel ist inzwischen unterschrieben. Im September 2020 soll das Westhouse und damit auch das Hotel eröffnen.